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  • 11. Juli 2008 7 2 Min.

Nach der Großrazzia mit 600 Durchsuchungen: Auch in der Community versucht man, den Gebrauch von GBL/GHB einzudämmen.

Von Christian Scheuß

Wer hätte geahnt, dass die Industriechemikalie Gamma-Butyrolacton (GBL) einmal solch einen Wirbel verursachen würde. Rund 600 Wohnungen und Büros wurden am Mittwochmorgen in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Polizei durchsucht. 1290 Beamte waren allein in Deutschland in den frühen Morgenstunden unterwegs. Wenn man weiß, das GBL ein legal erwerbbares Vorläuferprodukt des illegalen GHB ist, dass in der Party- und Fetischszene auch als "Liquid Ecstasy" bekannt ist, wird die Brisanz allerdings klar. Man wollte mit der spektakulären Aktion den florierenden Handel mit der Chemikalie im Internet zerschlagen.

Jenseits des öffentlichkeitswirksamen Paukenschlags ist sich die Community der GBL/GHB-Problematik bereits seit längeren bewusst. Denn die Substanz ist nicht so leicht zu handhaben und birgt schwer kalkulierbare Risiken in sich. Im November 2006 starben zwei schwule Kölner nach dem Gebrauch von "Liquid Ecstasy".

Die AIDS-Hilfe Köln reagierte sofort, ließ Plakate und Broschüren drucken, und schickte die Mitarbeiter ihres schwulen Aufklärungsprojektes "CheckUp" mit Teams in die Szene. Auch beim vergangenen CSD waren die Streetworker auf Kölns größter Party "Colour" unterwegs, verteilten Kondome mit einem Umschlag, der mit Safer Use-Regeln bedruckt ist.

Wesentlich harscher gehen die Organisatoren des kommenden Fetischtreffen "Folsom Europe" in Berlin vor. Sie haben die Kampagne "Stop GHB" ins Leben gerufen, und machen klar, dass sie die Nutzung nicht dulden wollen: "Wir werden nicht zusehen, wie immer mehr Schwule ihr Leben verlieren, um mal einen neuen Kick zu bekommen. GBL/GHB wird von Folsom Europe in keinster Weise toleriert", heißt es im Programmheft.

-w-

#1 seb1983
  • 11.07.2008, 16:11h
  • Natürlich löblich dass gegen das Dreckszeug Stellung bezogen wird, aber der Effekt wird sich mal wieder in Grenzen halten.
    Stört halt einfach beim Party machen.
    Heute Liquid Ecstasy bekämpfen, morgen kein Poppers mehr und übermorgen soll ich wohl auch noch mit Gummi ficken?? Da kann man ja gleich CSU wählen und Kinder adoptieren, was...
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#2 thomas muellerAnonym
  • 11.07.2008, 16:12h
  • köln ist ein einziger drogensumpf.
    bin eignetlich aus stuttgart -und es ist schon erstaunlich was dort abgeht.

    die typen sind alle krank -
    man sollte das alles trocken legen.
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#3 seb1983
  • 11.07.2008, 16:25h
  • @ #2

    Das ist auch wieder zu grob.
    ich kann dir hier auf dem Land ein paar Clubs zeigen wo ebenfalls ohne Ende Pillen geschmissen werden, sind allerdings Hetero und daher hauptsächlich Ecstasy.
    Dagegen wird allerdings recht gut vorgegangen, eine kleine Kontrolle an der Ein- und ausfahrt wirkt da schon sehr gut.
    Den Betreibern ist das einfach egal, die wollen dass die Leute kommen und sich gut vollaufen lassen, paar Drogen können dabei nur helfen.

    Da es in der Szene nicht anders ist wird es schwer sowas trocken zu legen, natürlich kann man an die eigenverantwortung der Menschen appelieren aber das ist in der Praxis halt grade in der szene einfach nur lächerlich.
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