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https://queer.de/?9036
  • 11. Juli 2008 60 2 Min.

Bei der am Samstag stattfindenden Parade soll auch ein "kirchenkritischer Wagen" mitfahren, der die katholische Pressestelle zu einer leicht patzigen Replik ermunterte.

"Auf mehrfache Anfragen von Journalisten zu der Aktion und zu dem von einigen Geistesfreien und Homosexuellen vorgegebenen Niveau ist lediglich anzumerken: Die Initiatoren stellen sich selbst und ihren Horizont in einer Weise vor, die keiner Erwiderung bedarf", erklärte Winfried Röhmel, Pressesprecher des Erzbischöflichen Ordinariats in München.

Er bezieht sich dabei auf einen Wagen, auf dem vier Pappmaché-Figuren Bischöfe und den Papst darstellen sollen. Vorne zersägen drei Bischöfe einen regenbogenfarbene Brücke, der hintere Teil ist für den Papst reserviert.

"Das sind die einzigen, die immer noch gegen uns sind", erklärte Wirt Dietmar Holzapfel in der "Abendzeitung" den Grund für die besondere Themenwahl. Er gestaltete den Wagen gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) sowie dem Bund für Geistesfreiheit, einer Interessenvertretung konfessionsloser Bürger.

2006 hatte die Polizei noch einen kirchenkritischen Wagen auf dem CSD verboten (queer.de berichtete). Sie leitete Ermittlungen wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes ein, die aber sehr schnell eingestellt wurden. Der Chef des Vatikan, Benedikt XVI, wurde nach Angaben der Polizei damals "mit regenbogenfarbener Haarpracht" dargestellt und habe Kondome an den Fingern getragen.

Die CSD-Parade startet am Samstag um 12 Uhr, Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) wird den Zug anführen. Das diesjährige Motto lautet: "Brücken bauen - zu jedem Ufer". (dk)

-w-

#1 CrazyForce
  • 11.07.2008, 16:53hDortmund
  • Die arme katholische Kirche. Wenn man radikale Meinungen vertritt und über Jahrhunderte zigtausend Menschen getötet haben sollte man sowas eigentlich abkönnen....

    Erst wenn die Kirche tot ist werden die Menschen leben!
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#2 alexander
  • 11.07.2008, 17:20h
  • wunderbar !!!!!!
    wenigstens haben die geistesfreien einen horizont !!!!!!
    und keinen umnachteten !

    nach den machenschaften (wennman nur die letzten jahre nimmt), ist die kath. kirche der grösste feind einer toleranten gesellschaft, die gründe sind hinreichend bekannt. es ist höchste zeit erbitterten widerstand zu leisten !
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#3 LukeAnonym
  • 11.07.2008, 17:29h
  • Oh, die katholische Kirche ist verärgert, wie traurig. Ja wie können wir es auch wagen, diese hochmoralische, letzte noch aktive Instanz der aufrechten Menschheit zu kritisieren. Gibt's denn sowas? Das haben die doch gar nicht verdient. Stellen sich diese Glaubensbrüder und - schwestern nicht unermüdlich in den Dienst Gottes, oder das, was sie dafür halten? Die katholische Kirche oder wie ich sie gerne nenne - der alte Mann und der Verein der grantigen Klemmschwestern - zeigt sich wieder von ihrer wahren Seite. Nächstenliebe, Menschlichkeit, tja nur für die, die auf der richtigen Seite stehen, welche auch immer das sein mag! Es lebe der Regenbogen, den kann nämlich selbst ein Papst nicht verhindern.
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