https://queer.de/?9046
- 14. Juli 2008 1 Min.
Beim CSD in München hat Grünen-Chefin Claudia Roth am Wochenende Regierungschefin Angela Merkel wegen der Ungleichbehandlungen von gleichgeschlechtlichen Paaren als "Kanzlerin der Heteros" bezeichnet.
"Wir sind noch lange nicht am Ziel angekommen", erklärte Roth nach Angaben der "Welt" bei der Abschlusskundgebung auf dem Marienplatz. Sie forderte, dass Hetero- und Homo-Paare im Beamten-, Steuer- und Adoptionsrecht endlich gleichbehandelt werden sollten. Die Kanzlerin griff Roth an, weil sie sich nicht für die Gleichstellung interessiere. "Tu was", so lautet die Aufforderung der Grünenchefin an Merkel. Außerdem kritisierte Roth die bayerische Staatsregierung, weil sie Schwulen und Lesben die Verpartnerung in Standesämtern nach wie vor verbietet.
Insgesamt 20.000 Menschen nahmen trotz der teils heftigen Niederschläge am diesjährigen CSD teil. In der Parade durfte dieses Jahr auch ein kirchenkritischer Wagen mitfahren. Darin zersägen drei Bischöfe eine regenbogenfarbene Brücke. Bereits im Vorfeld hatte die Kirche verärgert auf den Wagen reagiert (queer.de berichtete). Anders als vor zwei Jahren wurde er aber nicht mehr von den Behörden verboten (queer.de berichtete). (dk)










1. Die komplette Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Alles andere wird stets eine Ehe 2. Klasse für Menschen 2. Klasse bleiben.
(Und was in Belgien, den Niederlanden, etc. funktioniert, kann doch wohl auch in Deutschland funktionieren...)
2. Die Aufnahme der Merkmale "sexuelle Identität" und "sexuelle Orientierung" in Art. 3 Grundgesetz. (das schon nach deutschem GG Homos Menschen 2. Klasse sind, ist ein Skandal.)
Nur wird beides leider mit der Union niemals zu verwirklichen sein und solange diese Partei so mächtig ist, werden wir weiterhin diskriminiert werden und faktisch Menschen 2. Klasse bleiben.