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- 24. Juli 2008 2 Min.
Alfred Biolek hat seine Homosexualität auch den Eltern verschwiegen, gestand der TV-Moderator in der neuesten Ausgabe des Politmagazins "Cicero".
"Da ich sie mir selbst nicht eingestanden habe, habe ich auch nie mit meinen Eltern darüber gesprochen", erklärte der 74-Jährige. "Homosexualität war damals so fernab jeder Vorstellung. Eltern wären nie auf die Idee gekommen, so etwas bei ihren Kindern zu vermuten. Nachdem ich das für mich klar hatte, habe ich mit meinen Eltern nicht mehr darüber gesprochen."
Zu seinem Zwangsouting 1991 in der RTL-Fernsehsendung "Der heiße Stuhl" durch den Filmemacher Rosa von Praunheim sagte Biolek: "Das Outing war, als hätte ich einen Schlag bekommen. Der Schlag tat weh. Aber es hat gleichzeitig eine Verspannung gelöst. Die Form, wie von Praunheim es gemacht hat, war natürlich nicht so toll." Schließlich habe er vorher schon offen schwul gelebt, aber nicht öffentlich. Auch damals sei er "nie mit einer Frau auf einen Ball gegangen, nur um einen bestimmten Eindruck zu erwecken", betonte Biolek.
Für seinen Alterssitz wünscht sich der Moderator, der 1963 seine Karriere beim ZDF begann, eine Wohngemeinschaft: "Ich möchte auf jeden Fall in eine WG ziehen. Jeder hat seinen eigenen Bereich, aber man hat auch gemeinsame Räume." Am liebsten wäre dem Entertainer ein "Mehrgenerationenhaus" in der Stadt, "in der dann die meisten meiner Freunde leben. Darauf kommt es ja an."
Die Augustausgabe von "Cicero" mit dem kompletten Interview ist ab sofort im Handel erhältlich. (pm/dk)















ich persönlich finde es nicht so interessant, was Herr Biolek seinen eltern erzählt hat.
interssanter wäre ein bericht gewesen über die demonstrationen von lesben und schwulen beim papstbesuch in australien. leider habe ich davon in queer.de nichts lesen können . (oder habe ich es einfach nur übersehen???)