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Einzelkommentar zu:
Stockholm: Lebenslang für mutmaßlichen Serienkiller


#2 Luke12
  • 24.07.2008, 18:36h
  • Antwort auf #1 von Rabauke
  • Ich will dir jetzt nicht mit dem moralischen Zeigefinger kommen, denn wenn ich daran denke, jemand könnte sich an meinem Kind vergreifen dann würde ich ...

    Nur mal etwas zum Nachdenken. Todesurteile, die durch ein Gericht ausgesprochen werden, werden im Namen des Volkes, also auch in deinem Namen, ausgesprochen. Nehmen wir mal die USA in denen 75 % der dort gefällten Todesurteile vor keinem europäischem Gericht standhalten würden, weil nicht gut recheriert wurde, der Tatverdächtige keinen guten Anwalt hatte und und und, dann macht es Sinn, dass wir hier keine Todesstrafe mehr aussprechen. Die Gefahr des Mißbrauch ist hoch und wo will man denn die Grenze setzen?

    2005 wurde in Kalifornien ein junger Mann hingerichtet, der eindeutig geistig behindert war und getötet hat, weil er dazu angestachelt wurde. Er hatte keine Ahnung davon, was sein Tun für Konsequenzen hatte. Will ich in einem Staat leben, der so etwas unterstützt? Was ist, wenn ein Unschuldiger hingerichtet wird? In den USA werden jedes Jahr bis zu 10 Menschen hingerichtet deren Schuld entweder nur unzureichend belegt ist oder deren Unschuld sich nach deren Tod herausstellt! Ich will nicht, dass das in meinem Namen geschieht.

    Ich bin im Falles solcher und ähnlicher Täter dafür, dass sie unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen für ihre Unterbringung und Verpflegung arbeiten und zwar lebenlänglich. Die Aussprechung von Sicherheitsverwahrung nach verbüßter lebenslanger Haft beinhaltet zwar, dass diese Haft tatsächlich bis zum Lebensende dauern kann, doch jedem Täter steht eine Chance auf Wiedereingliederung zu, auch wenn es 25 oder 40 Jahre dauern kann. Diese Möglichkeit sollte bei Serientätern, Vergewaltigern und Kinderschändern entfallen, da gebe ich dir Recht. Aber ein solches Urteil bietet die Möglichkeit, begangene Fehler wieder zu beheben. Tot ist tot und ein Unrecht durch ein anderes zu tilgen sollte nicht im Sinnes eines zivilisierten Menschen sein. Zudem will ich nicht, dass ich in einem Land lebe, das auf der gleichen zivilisatorischen Stufe wie der Iran steht.
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