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- 29. Juli 2008 2 Min.
In San Francisco haben Trans-Aktivisten vor einer Gala der Homo-Gruppe Human Rights Campaign protestiert.
Sie wollen damit ihre Kritik an der Unterstützung der Gruppe für ein Antidiskriminierungsgesetz zum Ausdruck bringen, das zwar sexuelle Orientierung beinhaltet, nicht aber sexuelle Identität. Der "Employment Non-Discrimination Act" wurde vom schwulen demokratischen Abgeordneten Barney Frank ins Repräsentantenhaus eingebracht und dort beschlossen (queer.de berichtete). Derzeit berät die zweite Kammer, der Senat, noch über die endgültige Fassung.
Ursprünglich sollten auch Transsexuelle ins Gesetz eingeschlossen werden, allerdings sei das laut Frank im Ausschuss und im Plenum nicht mehrheitsfähig gewesen. Die Human Rights Campaign unterstützte trotzdem den Entwurf, während sich viele andere Homo-Gruppen von ihm abwandten. Die Frage wird als größter Keil innerhalb der Homo-Bewegung angesehen.
In der Gala wurden Spenden für eine Kampagne gegen das Verbot der Homo-Ehe in Kalifornien gesammelt. Im November werden die Bürger in einer Volksabstimmung darüber entscheiden, ob die Ehe in der kalifornischen Verfassung als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert wird (queer.de berichtete). Die Ehe war im einwohnerstärksten Staat der USA erst im Juni geöffnet worden, nachdem der oberste Gerichtshof des Bundesstaates das Vermählungsverbot für Schwule und Lesben als Verstoß gegen die Antidiskriminierungsrichtlinien bewertet hatte (queer.de berichtete). Insgesamt nahm die Human Rights Campaign an diesem Abend über zwei Millionen US-Dollar (1,3 Millionen Euro) ein. Allein der Multitmillionär Bruce Bastian überreichte den Aktivisten einen Scheck über eine Millionen Dollar. (dk)














