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Einzelkommentar zu:
Schlichte Einfalt, stille Größe


#61 Tufir
  • 02.08.2008, 00:08h
  • Antwort auf #59 von antos
  • "Ernst, weil grundsätzlich mit moralisierendem Oberton kommt ja immer der Rüffel der sog. Schwanzgesteuertheit daher, den sich alle Männer zuziehen, die Spaß am Sex mit wechselnden Partnern haben."

    Ja - da praktizierst du wiedereinmal die Kunst des bewussten Falschverstehens. Du unterschlägst einfach einen wichtigen Teil der Diskussion - nämlich den, ob erwachsene Menschen überhaupt schwanzgesteuert sein müssen und deshalb unfähig zur Monogamie sind - und schon kannst du einen Rüffel erkennen.
    Tatsächlich lasse ich aber jedem seinen Spaß an wechselnden Partnern und seine persönliche Entscheidung gegen die Monogamie, egal ob zeitweise oder für immer - für mich ist dies auch keine moralische Frage, schließlich wäre ich in der Vergangenheit bereits mehrmals daran gescheitert.

    Aber nur, weil jemand nicht in der Lage ist, seinen Schwanz mal in der Hose zu lassen, heißt das nicht, dass auch kein anderer dazu in der Lage ist. Wenn du also schon etwas moralisierendes bemerkt haben willst, ist dies sicherlich mein Unmut darüber, dass unser kleiner Verein der Hedonisten sich dazu aufschwingt, eine Lebensweise als falsch zu diffamieren.

    Hier liegt dann auch dein Denkfehler beim Lesen meiner Kommentare: Ich mache nicht eine andere Art zu Leben schlecht, ich wehre mich lediglich dagegen, dass eine Art zu Leben schlecht gemacht wird - unabhängig davon, ob sie in Hannibals, Konstantins oder auch dein ideologisches Spektrum passt.

    "Stattdessen wage ich an dieser Stelle den staunenerregenden Hinweis, dass sich zwischen Menschen und Pinguinen eventuell gewisse Unterschiede feststellen lassen."

    Dies bezog sich auf Konstantins Idee, dass Monogamie eine christliche Erfindung wäre. Ist sie offensichtlich nicht. Es muss also Gründe jenseits der päpstlichen Moral geben, nach denen eine monogame Beziehung Sinn ergibt. Der Vergleich als solcher ist absurd, aber das nicht in größerem Maße, als Konstantins Schlußfolgerungen, was ihn wiederum sehr passend erscheinen lässt.
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