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https://queer.de/?9129
  • 31. Juli 2008 12 2 Min.

US-Präsident George W. Bush hat ein Gesetz unterschrieben, das ein 21 Jahre altes Einreiseverbot für HIV-positive Ausländer aufhebt.

Die neuen Einreisebestimmungen sind Teil eines Gesetzespaketes, mit dem die Ausbreitung von Aids in Entwicklungsländern gestoppt werden soll. Die USA wollen dafür in den nächsten fünf Jahren 48 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) ausgeben. Das Gesetz ist bereits mit großer Mehrheit im demokratisch dominierten Repräsentantenhaus und Senat verabschiedet worden (queer.de berichtete).

Die gelockerten Einreisebedingungen wurden von Aids- und Homo-Gruppen begrüßt: "Wir freuen uns, dass der Präsident diese Ungerechtigkeit endlich aus der Welt geschafft hat", erklärte Joe Solomonese, Chef der Human Rights Campaign. Das Gesetz müsse nun schnell umgesetzt werden.

Das Verbot ist seit der Aids-Panik 1987 gültig und wurde 1993 nochmals bestätigt. Es betraf Touristen, Geschäftsleute und Einwanderer. Die Einreise von Positiven war nur mit Sondergenehmigungen möglich, etwa bei familiären Angelegenheiten oder während der Gay Games. Seit dem Ende der 90er Jahre versuchen meist demokratische Politiker, das Gesetz aufzuheben.

Bereits Ende 2006 hatte Bush angekündigt, das Einreiseverbot aufzuheben (queer.de berichtete), allerdings verzögerte sich die Umsetzung aus unbekannten Gründen. Jetzt wird der Druck auf das Gesundheitsministerium erhöht, die Bestimmungen endlich zu ändern.

Bush erklärte, das Gesetzespaket mache das Leben von HIV-Positiven weltweit besser: "Es wird Millionen Menschen das Leben retten. Das Gesetz verkörpert das außergewöhnliche Mitgefühl des amerikanischen Volkes. Wir sind eine mitfühlende Nation", sagte der Präsident gewohnt pathetisch nach der Unterzeichnung. Mit dem Beschluss haben die USA, die schon jetzt der Staat mit den höchsten Ausgaben zur HIV-Bekämpfung ist, ihre Hilfe an Entwicklungsländer verdreifacht. Laut Bush könnten damit mindestens drei Millionen Menschen behandelt und zwölf Millionen Neuinfektionen verhindert werden. (dk)

-w-

#1 Ulli_2mecs
  • 31.07.2008, 14:31hHamburg
  • sorry, aber euer header "bush hebt ... auf" ist nun wirklich ... dümmlich, sorry.
    das einreiseverbot ist wohl eher trotz bush aufgehoben worden ... bush war da nicht aktiv handelnder, sondern getriebener anderer couragierter abgeordneter. bush selbst hatte dazu viele jahre zeit - und nichts unternommen.
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#2 kreuz-netAnonym
#3 Fiete_Jansen
  • 31.07.2008, 17:40h
  • Naja wie schon geschrieben... Vor ein paar Wochen wurde der Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela von der US Terroristenliste gestrichen und jetzt dürfen auch HIV + Menschen wieder in die USA einreisen. Die USA werden immer progressiver.

    "Es wird kommen ein Tag mit viel Arbeit, in Fabriken, der Schule im Schacht, denn in allen Ländern der Erde, hat die Arbeiterklasse die Macht. ...An dem Tag werden Kerker sich öffnen und die Stunde der Freiheit ist da, dann umarmen wir unsre Genossen in der Volksrepublik USA"

    Text Oktoberclub
    Überarbeitung ein paar Genossen der SDAJ
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