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Kommentare zu:
Australier wegen Verbreitung von HIV bei Sexpartys schuldig


#1 VolumeProProfil
  • 01.08.2008, 17:57hMönchengladbach
  • Hier in Deutschland würde ich sagen, dass so ein Mensch in die Sicherungsverwahrung gehört, der ist ja gemeingefährlich.
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#2 RoseLE
#3 Chris_Anonym
  • 01.08.2008, 21:11h
  • Würde ich jetzt auch Sicherungsverwahrung vorschlagen.

    Wer zu einer Sexparty geht ist allerdings auch nicht ganz dicht ... nimmt man ja zwangsläufig in Kauf.
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#4 Sebastian123
  • 02.08.2008, 17:45h
  • Naja von der Vergewaltigung abgesehen, sind die Typen es doch selber schuld. Sofern sie sich ohne Gummi haben poppen lassen!

    So genannte POZ-Partys gibt es im übrigen auch in Deutschland!
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#5 Mister_Jackpot
  • 02.08.2008, 18:34h
  • Hmm also ich finde wenn er das wirklich wissentlich gemacht hat, dann muss er auch bestraft werden. Punkt...da gibt es wohl keine Diskussion.
    Aber dass die Leute sich überhaupt "ohne" haben poppen lassen ist auch ziemlich grenzwertig und zeigt, dass sie zumindest eine eigene Teilschuld an ihrem Schicksal haben. Obwohl ich auch genau weiss, dass Ältere jüngere Männer da schnell mal beeinflussen können...so nach dem Motto: Da passiert schon nichts...Keine Sorge Kleiner!

    Nicht falsch verstehen...gegen Sexpartys hab ich nichts...jeder soll das machen was einen glücklich macht...SOLANG es aber keinem anderen schadet natürlich! Und natürlich muss alles freiwillig sein! Grundsätzlich muss aber IMMER für beide Partner gelten: Niemals ohne Gummi...so einfach wäre es...naja....
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#6 VolumeProProfil
  • 03.08.2008, 02:12hMönchengladbach
  • Bei den Opfern, die sich des nicht geschützen Verkehres bewusst waren, muss man von einer gewissen Arglosigkeit ausgehen. Man muss diese Opfern unterstellen, dass sie zwar um das Risiko gewusst haben, aber keinerlei konkreten Anhaltspunkte für eine mögliche Infizierung gehabt haben. Diese Arglosigkeit wurde vom Täter in seiner sehr perversen Art und Weise ausgenutzt.

    Daher kann es kein gerechteres Urteil geben, als eine möglichst lange Freiheitsstrafe in einer Einzelzelle ohne möglichen sexuellen Kontakt zu Mithäftlingen und eine daran anschließenden Sicherungsverwahrung, denn der Mann ist und bleibt auch nach der Verbüßung der Strafe eine Gefahr für seine Mitmenschen.
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#7 Sunbear
#8 Mister_Jackpot
  • 03.08.2008, 16:19h
  • Sorry aber "Arglosigkeit" bei den Opfern? Wo leben wir denn bitte? Also heutzutage weiss eigentlich JEDER schwule Mann worauf er sich bei ungeschütztem Verkehr einlässt (oder sollte es zumindest wissen, wenn er sich auf Sexpartys rumtreibt!)...daher tragen Menschen die in ungeschützten Verkehr freiwillig einwilligen sogar eine erhebliche Mitschuld. Was anderes ist es wenn es sich um eine Vergewaltigung handelt, aber wenn der ungeschützte Sex freiwillig passiert dann muss ich persönlich sagen: teils selbst schuld ...sorry! Man kann die Verantwortung nicht imemr an den anderen abgeben (und als Richter würde sich das dem Opfer mit Sicherheit auch sagen)....aber das ist ja typisch Mann...ob nun schwul oder nicht spielt da anscheinend keine Rolle...Dummheit siegt halt viel zu oft!
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#9 nunuAnonym
  • 04.08.2008, 03:42h
  • Liest man diese Nachricht, bekommt es einen ganz anderen Klang, wenn man hört, daß da jemand von draußen draufschaut und sagt "Dies ist eine Kultur des Todes." Es ist nicht das Schwulsein an sich todesorientiert, aber wenn Leute da nur auf Sex mit irgendwem und das Erlebnis des Augenblickes aus sind und dafür losziehen, dann stimmt das, und man braucht dazu gar nicht an ein HIV zu glauben. Niemand muß so sich sein Leben einrichten.
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#10 stromboliProfil
  • 04.08.2008, 10:25hberlin
  • eu jeh... da kotzt sich volkes stimme aus: Hängt ihn höher, der gehört weggesperrt, sicherungsverwahrer... Bild meets forum...
    Da sind leute bemüht , am puls der meinungsdeutung zu sein.

    Zwei sachen aber sollte man dabei nicht vergessen: Die diskussion um übertragung /verbreitung verlagert sich von der konzeption der totalkondomisierung hin zu (?) möglichen abwägungen im präventivdenken: die these so auch von der schweizer gesundheitsbehörde zuletzt aufgestellt ( siehe auch beitrag hier bei queer.de!) und mittlerweile auch in der aidsprevention zum zankapfel geworden ist: infizierte die medikamentös behandelt werden, haben eine übertragungsrate unter dem statistisch relvanten nachweis. Worauf sich M.Neal offensichtlich beruft. Darüber kann , muß man streiten, aber man hängt ihn nicht höher! Das ist der mob in (sprach)reinkultur; die laufen auch mit der brandfackel durch irgendwelche strassen, wenn mal wieder eine unliebsame "volksgruppe" auszurotten ist!
    Auch über die , zweitens vorhandene gruppe derer , die positiv sind und meinen, sich in ihrer " geschlossenheit" als positive untereinander ohne kondome beglücken zu können (barebacking) muß in anderer weise als wegsperren geredet werden.
    Und schlußendlich: wir entscheiden täglich in einer frei/unfreiwilligen form über unsere gesundheit. Ob rauchen, trinken, drogen, sex, ob autofahren als passivvergehen zu werten ist wie das passivrauchen , aufgezwungen durch die raucher; es bleibt ein restrisiko, dass durch die vernunft des einzelen geregelt werden muß! Nicht durch den kollektiven akt des offentlichen scheiterhaufens! Oder sollte ich sicherungsverwahrung für jeden autofahrer fordern, angesichts der tatsache das die volkswirtschaftlichen schäden durch fahren und daraus entstehenden schäden( verletzungen und todesfälle) in ihrer gesamtheit grösser sind als der entstehende schaden durch eine infizierung.
    Wir sehen: da fehlt wie immer mass und ziel!
    Aber wir begeben uns ja zunehmend gerne auf kreuzzüge...
    Ihr solltet euch was schämen!!!
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#11 PaulHBAnonym
  • 04.08.2008, 11:03h
  • Antwort auf #8 von Mister_Jackpot
  • na ein grieche der keine oliven mag is mir schon sehr suspekt(da muss doch was schiefgelaufen sein;)
    aber nach deinen posts hier muss ich sagen, dass du ein emazipierter bist, der weiss was er will ohne dass du jegliche moral ablehnst, wie es hier die hard-core homos tun, weil sie denken alle grenzen wegsprengen zu müssen. weiter so...
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#12 PaulHbAnonym
  • 04.08.2008, 11:15h
  • Antwort auf #10 von stromboli
  • du schwadronierst immer hier rum, komm auf den punkt. man muss nicht kompliziert schreiben um intelligentes zu sagen, wenn es denn wenigstens intellektuell wäre, aber nein es ist oft mitunter sentimentale anschauung auf die welt mit verklärender definition von moral, die die hetero-norm ad absurdum führen will, die aber existenstberechtigung hat gestützt auf logischen argumenten. oder willst du jetzt auch die körperlichen unterschiede zwischen weibchen und männchen weganalysieren. wir sind verschieden, wenn auch nicht so extrem wie mans dachte ; wenn der körper unterschiede aufweist, muss zwangsläufig auch die Psyche diese haben, da geist an körper gebunden ist. wake up
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#13 stromboliProfil
  • 04.08.2008, 11:45hberlin
  • Antwort auf #12 von PaulHb
  • einem intelligenzRiesen , der hetronormatives verhalten hier als logisches argument für verhalten und psyche verkaufen will .. dann lieber mein verklärter blick auf moral, als der deine auf darwinistischen ordnungsunfug!

    Jeder schreibt so wie er denkt, macht mir auch nichts aus, mich der kritik der leser zu stellen.
    Auf den punkt bin ich gekommen ohne "Die queer.de-Net(t)iquette" zu unterlaufen.
    Ich halte die beiträge , die ich zitiere als dummes geschwätz mit law&order geschwimmele.
    Freundlich verweise ich die leute auf ihre gemeinplätze!
    Und: Hier ging es nicht um "unterschiede" ,hier ging es um wissen, um dinge zu erklären..
    aufgewacht?
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#14 stromboliProfil
  • 04.08.2008, 11:51hberlin
  • nachtrag: welche ahnung aber hat ein hetro ( das bist du ja wohl, wie man dem unterton entnehmen kann) für eine ahnung von schwuler psyche, ausser der der vorurteilsbelassteten ??
    Warum schreibst du nicht in einem, dir angemesseren rahmen als hier..
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#15 stromboliProfil
#16 Tim_ChrisProfil
#17 stromboliProfil
#18 VolumeProProfil
  • 04.08.2008, 14:56hMönchengladbach
  • Antwort auf #10 von stromboli
  • Stromboli, was für Maßnahmen willst Du denn gegen den Mann ergreifen?

    Sehen wir es mal ganz realistisch und objektiv.
    Der Mann hat Menschen vorsätzlich mit einem hoch-ansteckenden Virus infiziert. Dazu empfindet er auch noch Lust dabei, die Leute zu infizieren. Es muss als von einem waffenähnlichen Gebrauch der Infektion ausgegangen werden, ähnlich dem Gebrauch einer Waffe durch einen Amkoläufer.

    Dadurch, dass er Spaß beim Beibringen der Infektion hat, wie ein Amokläufer beim Töten, muss von einer Weiterbegehung nach Haftentlassung ausgegangen werden. Einem Amokläufer kann man die Waffe wegnehmen und ein Neukauf verhinden, aber dem Mann kann man die Infektion nicht nehmen.
    Der einzige Weg um ein Fortsetzen der Tat effektiv zu verhindern, ist eben die Sicherungsverwahrung nach Strafverbüßung.

    Stromboli, welche Vorschläge hast Du zum Schutz der Bevölkerung vor diesem Mann?
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#19 stromboliProfil
  • 04.08.2008, 19:10hberlin
  • Antwort auf #18 von VolumePro
  • mein vorschlag: weniger hysrerisch nach hexenverbrennung und mehr ideen zur vermeidung solcher geschehnisse!
    Was mir daran aufstößt ist die verrohung zweier seiten : die, dessen, der nicht sich um die fürsorgepflicht gegenüber seinen mitmenschen kümmert; die andere, die nach "rache" sinnt, in der jedes maß und ziel überschritten wird.
    Wegsperrparolen hatten wir doch in unserer vergangenheit genug...mit den selben argumenten gegen uns! Schon vergessen?
    Und sicherungsverwahrung oder hängt ihn höher, macht das maß der unerträglichen anmaßung auf beiden seiten sichtbar.

    Die frage beantwortend: wir haben auch ohne diese mob-phantasien genügend gesetze zum schutz! Ansonsten: Zwei spiegelgleiche seiten der selben amoralischen instinkte...
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#20 stromboliProfil
  • 04.08.2008, 19:21hberlin
  • ich sehe zudem : mich holt die diskussion soeben im forum ein .. siehe sex ohne condom für hiv-positive..
    Vieleicht verlagern wir also die vorwürfe einfach in die andere abteilung.
    Weniger sex&crime mehr informationen...
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#21 VolumeProProfil
  • 04.08.2008, 20:00hMönchengladbach
  • Antwort auf #19 von stromboli
  • Wie ich es mir gedacht habe.

    Du nimmst zu alternativen Maßnahmen keine Stellung, denn es gibt keine Alternativen zur Sicherungsverwahrung.

    Sicherungsverwahrung ist auch noch das mildere Mittel. Als wesentlich grundrechtsintensivere Maßnahmen würde vielleicht noch die vollkommene Entmannung, egal ob chirugisch oder medikamentös, in Betracht kommen. Diese Maßnahme wäre aber unverhältnismäßig.
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#22 AntichristProfil
  • 05.08.2008, 08:28hHH
  • Antwort auf #10 von stromboli
  • Stimme ich teilweise zu.
    Wer sich bare ficken lässt egal wo, nimmt bewusst, arglos oder aus Sorglosigkeit die Gefahr einer Infektion in Kauf. Ist somit mitschuldig.
    Täglich gehen neue Berichte durch die Medien die HIV/Aids mehr oder minder verharmlosen. Lesen wir hier ebenfalls. Sinkende Ansteckungsgefahr bei sinkender Virenlast. Höhere Lebenserwartung, Vergleich von HIV mit chronischen Krankheiten. Mit Sicherheit lassen sich HIV Positive von solchen Berichten genauso einlullen wie HIV Negative, die Sex mal ohne Gummi testen wollen. Somit haben beide Parteien eine Teilschuld. Selbst wenn der Positive ganz bewusst infizierte (was moralisch verabscheuungswürdig ist) trägt er dennoch lediglich eine Teilschuld, selbst dann wenn er durch den Gedanken andere infizieren zu können erst richtig abgegangen ist. Mehr kann man ihm nicht anlasten da zum Sex immer noch zwei gehören, die sich auf das Bare-Spielchen einlassen.
    Ausnahme die Vergewaltigung die Neal begangen haben soll. Diese ist an sich bereits ein Verbrechen das auch entsprechend gestraft werden muss.
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#23 stromboliProfil
  • 05.08.2008, 10:18hberlin
  • Antwort auf #21 von VolumePro
  • oh mein gott, hast du wut! Sollte ich den, der mich infizierte, nun auch kastrieren? Nach deiner vorgabe offensichtlich ja!
    Berufen wir uns aufs grundrecht der unversehrtheit, wievielen müsst ich da den pimmel abschneiden: den autoherstellern die krebserregende stoffe abblasen um allrad -geländewagen in die urbanisierte stadt hin zu verkaufen...
    Von den zigarettendealern gar nicht zu reden!
    Vieleicht auch die hersteller verseuchter lebensmittel. Die schädlingsbekämpfungsmittelhersteller (rechtschreibung..ich wissen) die spätfolgen in kauf nehmen , die umweltverseiucher , die deponienbetreiber, die atomlobbyisten und tschernobyl wandervereine... ale schwanz ab!
    Und was operieren wir den frauen weg?

    Ehrlich: was an einer sicherungsverwahrung in diesem zusammenhang alternativ sein soll ist mir in der hektik entgangen.
    Aber gesetzt den fall, wir pennen miteinander ( nor theoretisch gesprochen!) und du steckst mich mit einer hässlichen feigwarze oder gar einem hepatitis an , was soll ich dann an dir vornehmen??
    Ich persöhnlich habe folgende regelung für mich getroffen: In meinen suchprofilen ist eindeutig mein status geklärt! Ich rede grundsätzlich mit jeden den ich kennenlerne über UNSEREN status. Also auch den, des gegenüber. Soweit die verhandlungsbasis.
    Das ist meine "alternative" , der ignoranz und unkenntnis etwas entgegen zu setzen.

    Setzen wir mal voraus es stimmt die aussage, es errege den angeklagten wenn er bewusst den anderen potze, dann ist das wohl eher ein problem einer therapie als die einer kastration ?!
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#24 stromboliProfil
  • 05.08.2008, 10:53hberlin
  • ach und bei akuten krankheiten kuriere ich mich aus ; in meinem bett, nicht in anderen!
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#25 Tufir
  • 05.08.2008, 11:24h
  • Antwort auf #23 von stromboli
  • "Setzen wir mal voraus es stimmt die aussage, es errege den angeklagten wenn er bewusst den anderen potze, dann ist das wohl eher ein problem einer therapie als die einer kastration ?!"
    Mal abgesehen davon, dass Kastration niemanden wirklich schützen wird, da die psychischen Folgen eventuell das genaue Gegenteil bewirken, war die Idee von VolumePro selbst ja schon ausgeschlossen worden. Dein Schlusssatz klingt also schön, aber lenkt letztenendes nur von der eigentlichen Diskussion ab. Du setzt zwei für sich unbrauchbare Ideen gegenüber, in der Hoffnung, dass die deiner Meinung nach weniger nutzlose dann zumindest ansatzweise brauchbar wirkt. Denn eine Therapie wird ja wohl kaum eine Alternative sein, während der Verbrecher weiter frei herumläuft. Eine Therapie kann auch keine Wunder vollbringen und das Gehirn des Patienten "reparieren". Kein Therapeut kann dir eine Garantie geben.

    "Setzen wir mal voraus es stimmt die aussage, es errege den angeklagten wenn er bewusst den anderen potze, dann ist das wohl eher ein problem einer therapie als die einer kastration ?!"
    Da kann man sicherlich munter hin und her ideologisieren - aber die ursprüngliche Frage bleibt doch die gleiche wie bei anderen Fällen von Körperverletzung, Vergewaltigung oder Mord: Was sollte höhere Priorität haben - die Resozialisierung oder der Schutz der Gesellschaft?

    Wenn man die Sicherheitsverwahrung als Option kategorisch ablehnt, entscheidet man sich möglicherweise dafür, dass weitere Menschen zu Schaden kommen. Ob man sich als Verantwortlicher in so einem Fall weniger schämen muss als wenn man eine Sicherheitsverwahrung gefordert hätte?

    Wenn man das Wegsperren allerdings als zwingend ansieht und aus diesem Grunde keine Therapieversuche unternimmt, läuft man Gefahr ein geläutertes Individuum auf Kosten der Gesellschaft vom Leben abzuhalten. Den Schaden hat dann zwar in erster Linie der, der sich auch in die Situation hineingebracht hat, aber einen Nutzen kann man nicht entdecken.

    Vielleicht empfielt es sich, jenseits der Ideologien von Fall zu Fall zu unterscheiden - und in diesem Fall erscheint mir eine Sicherheitsverwahrung nicht nach einer maßlosen Strafe.

    "wievielen müsst ich da den pimmel abschneiden: den autoherstellern die krebserregende stoffe abblasen um allrad -geländewagen in die urbanisierte stadt hin zu verkaufen"
    Ich dachte immer, Geländewagen wären die Folge eines bereits abgeschnittenen Pimmels.
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#26 VolumeProProfil
  • 05.08.2008, 13:46hMönchengladbach
  • Antwort auf #25 von Tufir
  • Tufir, ich danke Dir für Deinen Beitrag.

    Die Sicherungsverwahrung muss so lange fortdauern, bis man davon ausgehen kann, dass Neal keine Gefahr mehr für die Menschheit darstellt. Eine Therapie, falls sie von ihm angenommen wird, ist natürlich obligatorisch. Solange aber die Gefährlichkeit von Neal noch nicht vollkommen ausgeschlossen werden kann, muss er eben in der Sicherungsverwahrung verbleiben.

    Hier möchte ich aber noch anmerken, dass die Sicherungsverwahrung nach deutschem Rechtsverständnis keine Strafe sondern eine Maßregel der Besserung und Sicherung ist, daher erfolgt die Durchführung dieser Maßregel ja erst im Anschluss an die Verbüßung der vom Gericht festgesetzten Strafe.
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#27 stromboliProfil
  • 06.08.2008, 11:11hberlin
  • Antwort auf #25 von Tufir
  • "Was sollte höhere Priorität haben - die Resozialisierung oder der Schutz der Gesellschaft?"
    ich glaube ohne das eine geht das andere nicht!
    Und ich denke auch, dass sicherheitsverwahrung nur sinnvoll mit therapeutischer begleitung ist. Ansonsten bleibt es beim wegsperren. Was vieleicht vorübergehend das gefühl der sicherheit vermittelt aber für "nachfolgetäter " nie ein hinderungsgrund war! Das kennt man aus untersuchungen und ist gerade im hinblick auf die todesstrafe (steigerungsform des "wegsperren") und deren nützlichkeit zu nennen.
    Mich hat in diesem zusammenhang mehr die "sprache " interessiert: "Diese Leute gehören aus dem Verkehr gezogen.; Hängt ihn höher!!! ... das ist die sprache unserer verfolger! So reden denken stinknormale wenn sie sich dem "gesundheits/moralischen" aspekt homoseualität annähern. Na , da sagt einer aus kreuz.de auch nichts anderes. Womöglich aber auch nur die mittes des denkens , in dem wir angelangt sind!
    Oder haben wir den präventiven vorsatz des schützens neu erfunden!
    Aber wenn wir so vorbeugend denken, warum dann nicht in seiner gesamtheit. Hier folgt meine ironische zusammenfassung "tödlicher " gefahren des täglichen lebens was eigentlich die diskussion ein wenig "entlasten" sollte. Na ja, jeder hat einen anderen humor!
    Aber in der ernsthaftigkeit der gefahrensabwehr ist es leichter zu exekutieren, als sich mit den inneliegenden strukturen zu beschäftigen. Und am öffentlichen stammtisch hat man auch keine lust die (un)tiefen sado/masochistischer beziehungen zu deuten. Für eine "öffentlichkeit" langt da das bild des vergewaltigers und des (un)menschlichen triebtäters, der verseuchung über uns bringt.
    Aber so einfach sind die dinge nicht, es sei denn, man will sie so einfach stricken um ein dahinter verborgenes ziel zu erreichen.
    In diesem zusammenhang sollte man auch mal einen blick hier drauf werfen: "Dem deutschen Bundestag wurde heute anlässlich des Welt-AIDS-Tags folgender Antrag der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD vorgelegt. Für alle Barebacker dürften vor allem die Punkte 6. und 7. des Antrags von Bedeutung sein. Die hier abgedruckte Fassung ist ein Auszug aus dem Antrag, Bundestagsdrucksache 16/3615; die vollständige Fassung gibt es hier: dip.bundestag.de/btd/16/036/1603615.pdf
    Und wir dürfen gespannt sein was unsere gesetzesgeber uns ab 2009 dann für einen handlungsrahmen vorgeben werden. Raucher kennen ja nun die geschicktheit ..^^.

    Wenn wir uns mit sexualität auseinandersetzen ohne die "randphänome" zu sehen, landen wir im treibsand spekulativer forderungen. Und wenn ich (kenntnisreich im umgang mit sado/maso) die darstellung des sich an der ansteckung des anderen verlustierenden mit einem fragezeichen versehe, dann deshalb , weil nichts so einfach ist wie es scheint!
    Letztendlich der kläger (natürlich) seine sicht des geschehens herstellt um den prozess zu seinen gunsten zu entscheiden, diese entscheidung aber auch die öffentliche wahrnehmung bestimmt ... wie gesagt : hängt ihn höher! Als wär ich in einem clint eastwood film.
    "Er habe wiederholt Bareback-Sexpartys abgehalten, um mit mehr Männern ungeschützten Sex haben zu können." . Fällt da nichts auf? Natürlich gibt es bareback und entsprechend spezielle partys und in der regel sind sie auf der basis des gegenseitigen wissens um den status der teilnehmer. Ich frage mal ganz naiv; was denkt sich ein negativer (wobei offen ist: ist er "noch" negativ..) dabei wenn er zu einer barebackparty sich einladen lässt oder selbst einläd?!
    Und ich würde gerne mal mir ausmalen : "Ein Zeuge sagte aus, er habe sexuelle Befriedigung empfunden beim Gedanken, andere zu infizieren.". WAr denn klar, dass bei der party ausser positiven auch negative dabei waren. Wieso werden dann die anderen (zeugen ) nicht wegen beihilfe oder unterlassener hilfe , vieleicht sogar der beihilfe zu einer vergewaltigung angeklagt...
    Könnte es sein , dass eine zuvor einverständliche handlung aus dem ruder gelaufen ist ( ich leugne hier nicht den tatbestand der vergewaltigung wenn einer der beteiligten eine handlung ablehnt.. das ist übrigens oberste regel im sado/maso umgang !) und nun ein opfer gesucht und gefunden wurde.
    Das wären fragen, die mich bei einem solchen artikel beschäftigen: nicht die schmalspurversion von den strickenden marktfrauen auf dem place de la concorde , vormals place de la révolution,
    wo beim runterfallen der köpfe hopla geschrieen wurde... so kann man geschriebenes nähmlich auch deuten!
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#28 Tim_ChrisProfil
  • 11.08.2008, 10:17hBremen
  • Antwort auf #27 von stromboli
  • "Natürlich gibt es bareback und entsprechend spezielle partys und [...] frage mal ganz naiv; was denkt sich ein negativer (wobei offen ist: ist er "noch" negativ..) dabei wenn er zu einer barebackparty sich einladen lässt oder selbst einläd?!"

    Jupp, sehe ich auch so. Glaubt denn wirklich irgendeiner, der auf eine Bareparty geht, dass die da alle negativ sind? Wer auf eine Bareparty geht und sich dort bare ficken lässt, WEISS um die Gefahr einer möglichen Ansteckung und nimmt sie bewusst in Kauf.
    Man kann auch nicht auf einen Schießstand gehen, sich dort mit Hartgummigeschossen beschießen lassen und hinterher die Schützen verklagen, weil sie einen mit den Gummigeschossen verletzt haben.

    Und selbst wenn er die "Opfer" nicht auf einer Bareback-Party infiziert hat, sondern bei privaten Dates, die er in Cruising-Arealen oder durch Datingplattformen fand, dann sind diese "Opfer" immer noch selbst Schuld an ihrem Schicksal - die Vergewaltigung ausgenommen.
    Wieso haben sie sich bare ficken lassen? Selbst in Australien dürfte die Aufklärung weit genug fortgeschritten sein, dass selbst junge Erwachsene wissen, dass sie sich infizieren können, sobald sie ungeschützt Sex haben. Und das es zumindest bereits junge Erwachsene waren, davon kann man ausgehen, da er nämlich sonst noch wegen Verführung Minderjähriger vor Gericht gestanden hätte.
    Ergo waren es Leute, denen man eigentlich genug Eigenverantwortung und Wissen zutrauen kann, um die Gefahren des ungeschützten Sex' zu kennen.
    Weshalb haben sie sich dennoch bare ficken lassen? Hat er ihnen gesagt, dass er negativ ist und nichts passieren könnte? Dann müsste man diese "Opfer" wegen Dummheit und extremer Naivität bestrafen.

    In anderen Artikeln, z.B. "Sex ohne Kondom für HIV-Positive: Schweizer verteidigen Position"
    www.queer.de/detail.php?article_id=9149
    sagen so gut wie alle, dass sie dieses Risiko des ungeschützten Sex' trotz allem niemals eingehen würden, eben aus Angst, sich doch zu infizieren.
    Warum haben, selbst wenn dieser Australier seinen Opfern erklärt hätte, dass er aufgrund einer Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze und gut eingestellter Medikation nicht ansteckend ist, diese Opfer dennoch mit ihm gefickt? Sind Australier allgemein leichtgläubiger als wir hier? Lassen sie sich schneller etwas vormachen? Sind sie naiver? Dümmer? Oder funktioniert bei den Australiern das Immunsystem anders als bei uns?

    ""Ein Zeuge sagte aus, er habe sexuelle Befriedigung empfunden beim Gedanken, andere zu infizieren.". WAr denn klar, dass bei der party ausser positiven auch negative dabei waren. Wieso werden dann die anderen (zeugen ) nicht wegen beihilfe oder unterlassener hilfe , vieleicht sogar der beihilfe zu einer vergewaltigung angeklagt..."

    Auch hier Zustimmung. Wenn man wusste, dass er sich daran aufgeilt, andere zu infizieren, wieso hat ihn niemand aufgehalten oder zumindest die anderen gewarnt?

    So lange wir nicht die reellen Hintergründe der "Opfer" und des Täters und die genauen Tatumstände kennen, können wir über diesen Mann doch gar nicht urteilen. Selbst wenn wir es übertragen und uns mit der Frage beschäftigen: "Was wäre wenn uns das passieren würde?" wäre mir der Kanon, der daraus resultiert und hier deutlich wurde auch noch etwas zu heftig.
    Auch da halte ich es weitgehend mit @stromboli.
    Im Falle der Vergewaltigung natürlich wegsperren, aber nur in Verbindung mit einer entsprechenden Therapie. Anders ist es unsinnig.
    Im Falle der Infizierungen der anderen Männer höchstenfalls eine Geldstrafe und diese Männer müssten ebenfalls, dann wegen Blödheit und Leichtgläubigkeit bestraft werden - wobei sie diese Strafe ja schon in Form der Infektion erhalten haben. Eine harte Strafe zwar, aber wie heißt es noch mal: "Wer blöd ist, den bestraft das Leben!"?
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