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- 04. August 2008 2 Min.
Die Eidgenössische Kommission für Aidsfragen (EKAF) hat auf dem Welt-Aids-Konferenz in Mexiko-Stadt ihre Position verteidigt, dass HIV-Positive unter bestimmten Voraussetzungen ungeschützten Sex mit Negativen haben könnten.
Ein Symposium der im schweizerischen Innenministerium angesiedelten EKAF war am Sonntag bis auf den letzten Platz ausgebucht. Die EKAF hatte bereits im Januar ihre umstrittene Position dargelegt, die Positive seelisch entlasten soll. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit einer Übetragung des HI-Virus zu vernachlässigen, wenn der Betroffene eine erfolgreiche Therapie durchführt und an keinen anderen Krankheiten leidet (queer.de berichtete). Sogar das Risiko bei ungeschütztem Sex soll so gering sein, dass es praktisch keine Ansteckungsgefahr gibt.
In Mexiko-Stadt sind die Positionen der Eidgenossen umstritten. So fordern amerikanische Professoren erst Langzeitstudien, bevor ein solches Ergebnis präsentiert werden könne. Rolande Hodel von "AidsfreeAfrica" hält Aussagen wie diese generell für gefährlich: "Die Botschaft ist zu lang und zu vage", erklärte sie gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Die Leute werden einfach glauben, es sei okay, keine Präservative mehr zu benutzen." Die Deutsche Aids-Stiftung hat erst letzte Woche angesichts steigender Infektionszahlen hierzulande Schwule vor einer "neuen Nachlässigkeit" gewarnt (queer.de berichtete).
Dagegen gratulierte Nikos Dedes von der Gruppe European Aids Treatment Group den Schweizern dazu, dass sie Positiven "die Angst, für den Partner zu bedrohen" abnehmen würden. Dadurch würden die Betroffenen ihr Recht auf "ungezügelte Erfahrungen sexueller Freuden" zurück erhalten. (dk)














Es hilft nix, für die Jungs die Kondome, für die Mädels die Dental Dams, alles andere ist murks und wilde Spekulation. Nur eines ist sicher HIV/Aids ist immer noch tödlich.