https://queer.de/?9156
- 05. August 2008 1 Min.
Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg fordert angesichts eines homofeindlichen Artikels im arabischsprachigen Berliner Magazin "al-Salam" das Eingreifen des Integrationsbeauftragen.
In dem Text nennt ein saudischer Autor Homosexuelle "Verbrecher", die von "tödlichen Krankheiten" befallen würden und ruft dazu auf, sie zu ächten (queer.de berichtete). Der LSVD fordert deshalb "Berlins Integrationsbeauftragten Günter Piening auf, die Initiative zu ergreifen gegen homosexuellenfeindliche Tendenzen bei muslimischen Organisationen und Institutionen."
Der Integrationsbeauftragte sei gefordert, "einen Dialog zwischen muslimischen Organisationen und schwul-lesbischen Verbänden zu initiieren, in dessen Rahmen die verbreitete Homosexuellenfeindlichkeit problematisiert wird", erklärte LSVD-Geschäftsführer Alexander Zinn. Ziel müsse sein, gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung von Homophobie zu entwickeln und umzusetzen. "Ein geeignetes Forum dafür wäre das Berliner Islamforum. Das hatte der LSVD bereits vor einem Jahr vorgeschlagen, als in einem Jugendportal der Ahmadiyya-Gemeinde Homosexualität als Folge von Schweinefleischkonsum beschrieben worden war. Es wird Zeit, dass nun endlich etwas geschieht!", so Zinn. (pm)
Links zum Thema:
» Übersetzung des Textes (LSVD-Seite)














