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  • 07. August 2008 17 2 Min.

Der amerikanische Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat in einem Brief an eine Homo-Gruppe erklärt, dass er Adoptionen durch Homo-Paare unterstützt.

"Wir müssen auch mehr tun für die Familien von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen", erklärte Obama in einem Brief an den Family Equality Council, der zuvor die Kandidaten um eine Stellungnahme gebeten hatte. "Gleichbehandlung in Fragen der Beziehung, der Familie und beim Adoptionsrecht ist kein abstraktes Konzept. Es geht darum, dass Millionen von Amerikanern endlich ihr Leben mit Würde und in Freiheit leben können. Darum müssen wir den ‚Defense of Marriage Act’ abschaffen". In diesem 1996 beschlossenen "Gesetz zur Verteidigung der Ehe" ist festgehalten, dass der Bund und die Staaten keine gleichgeschlechtlichen Ehen anerkennen müssen. Daher werden verheiratete Homo-Paare aus Kalifornien oder Massachusetts etwa bei der Bundeseinkommenssteuer wie Fremde behandelt, während sie bei der Landeseinkommenssteuer als Ehe-Paar anerkannt werden. "Wir müssen jede Diskriminierung gegen Homo-Familien abschaffen. Darum brauchen wir Gleichbehandlung in unserenm Familien- und Adoptionsgesetz", so Obama weiter.

Obama selbst lehnt die Öffnung der Ehe zwar ab, setzt sich aber für Eingetragene Partnerschaften mit gleichen Rechten und Pflichten ein. Sein republikanischer Kontrahent John McCain steht der Anerkennung von Homo-Beziehung kritischer gegenüber und lehnt ausdrücklich die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare ab (queer.de berichtete).

Schwul-lesbische Paare dürfen nach Angaben der Human Rights Campaign in 46 von 50 Bundesstaaten Kinder adoptieren. Nur in Florida, Michigan, Mississippi und Utah gibt es (wie in Deutschland auch) ein Verbot der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare. (dk)

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-w-

#1 Inferno
  • 07.08.2008, 15:09hBerlin
  • Das ist sehr schön, das Obama das sagt.

    Nur, was sagt der gute nach der Wahl?

    Obama wechselt seinen Standpunkt öfter, als so manch schwuler den Liebhaber (*gg*). Erst letztens hat er auf einmal doch für Ölborungen vor der US-Küste plädiert. Nach der er es vorher kategorisch abgelehnt hat.

    Nein, Obama ist Politiker, kein Messias und kein neuer Jesus. Wo er politisch steht ist schwer zu sagen, hat er doch in seiner Senatorenzeit an keinem relevanten gesetz mitgearbeitet, sondern viel lieber 2 Biografien veröffentlicht.

    Es wäre zu schön, würde er es ernst meinen....

    Abgesehen davon hat der US-Präsident da wenig Macht. Solche Gesetze obliegen den Bundesstaaten. Und da haben mehr als 40% der US-Bundesstaaten bereits Gesetze verabschieded die selbst eingetragene Partnerschaften für Homosexuelle verbieten.

    Ich denke, im Rahmen des US-Wahlkampfes muss man sowas nicht unbedingt auf die Goldwaage legen.
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#2 MaxAnonym
  • 07.08.2008, 16:19h
  • Klar ist das Wahlkampf und Stimmenfang, aber es ist wenigstens ein Statement für Gleichberechtigung, immerhin. Das ist ja seit 35 Jahren fällig. 1973 nämlich als die APA Homosexualität aus der Liste der psychischen Entwicklungstörungen strich, um weitere Diskriminierung zu verhindern. Pustekuchen.
    Wer über Obama gut informiert ist, weiss dass er genauso Pro-ex-gay ist. Eigentlich eine Entwicklung, wie ich sie mir wünsche:gleiche Rechte, ohne medizinische Erkenntnisse ausser Acht zu lassen, und denen, die alternative Lebensmöglichkeiten suchen, Hilfe anbieten.
    Ich befürchte nur, dass Obama dies auf seiner Religion begründet sieht.
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#3 mok120
  • 07.08.2008, 16:59hNürnberg
  • Schön, von Brarack Obama endlich auch mal etwas konkretes zu hören, anstatt der ewigen "wir-schaffen-das"-Parolen.
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