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- 08. August 2008 1 Min.
Amerikanische Wissenschaftler haben im Versuch an Mäusen, in denen Blut mit menschlichen Blutzellen floss, die Ausbreitung von HIV aufgehalten – ein medizinischer Durchbruch?
Die Forscher der Harvard Medical School in Boston haben eine revolutionäre Technik entwickelt, um Gene lahmzulegen, die das Virus für die Ausbreitung benötigt. Sie schleusten Erbgutmoleküle mit Hilfe von Antikörpern in die T-Zellen der Mäuse ein – diese Moleküle können bestimmte Gene wie mit einem Lichtschalter ausknipsen.
Dann infizierten die Wissenschaftler die Mäuse mit HIV. Normalerweise befallen die HI-Viren die T-Zellen, vermehren sich, zerstören diese Zellen und suchen sich neue "Opfer". Durch die Behandlung wird diese Zerstörung verhindert. Die infizierten Mäuse sahen nahezu so aus wie nicht-infizierte Kontrolltiere.
Dieses Verfahren, die so genannte RNS-Interferenz, befindet sich derzeit noch im Experimentierstadium, soll aber schon bald Therapien für viele Krankheiten bieten. Für die Entdeckung der RNS-Interferenz haben zwei amerikanische Wissenschaftler 2006 den Medizin-Nobelpreis erhalten.
Diese Behandlung wäre viel schonender als die augenblicklich angewandte Kombinationstherapie. Forscherin Priti Kumar von der Harvard Medical School zeigte sich begeistert: "Niemand hat vor uns gezeigt, dass eine HIV-Infektion in lebenden Tieren gestoppt werden kann. Es könnte auch beim Menschen klappen."
Das Ergebnis der Untersuchung wird im Fachmagazin "Cell" veröffentlicht. (dk)















Ein schöner Hoffnungschimmer...