https://queer.de/?9203
- 15. August 2008 2 Min.
Eines der Opfer des homophoben Überfalls im Tiergarten von Sonntagnacht, ein 48-jähriger Mann mit schwersten Kopf- und Gesichtsverletzungen, befindet sich noch immer in einem künstlichen Koma – die Polizei fahndet noch nach drei Tätern.
Bei der Tat wurden fünf Männer von Unbekannten in dem beliebten Berliner Cruising-Gebiet zwischen 23 Uhr und 1 Uhr morgens überfallen (queer.de berichtete). Die Polizei fahndet nun nach drei Tätern – zwei von ihnen beschreiben die Behörden wie folgt: "18 bis 20 Jahre alt, 165 bis 170 cm groß, schmächtige Figur, südosteuropäischer Akzent, helle Oberbekleidung" bzw. "20 bis 25 Jahre alt, ca. 170 cm groß, kurze schwarze Haare, südländischer Typ, helle Bekleidung (vermutlich ein Jogginganzug)"; für den dritten Täter liegt derzeit noch keine Personenbeschreibung vor.
Das Überfalltelefon Maneo wird an diesem Wochenende im Cruising-Gebiet Aufrufe verteilen, um die Zeugensuche zu verstärken. Hier geht man klar von einer Tat von Schwulenhassern aus: "Das Muster ist unzweideutig: Den Opfern wurde nachts gezielt aufgelauert an einem Ort, der zu der Zeit bekannt dafür ist, von Schwulen als Cruising-Gebiet genutzt zu werden. Die Annahme, die Täter seien rein zufällig in dieses abgelegene Areal des Parks gekommen, ist höchst unwahrscheinlich", erklärte Maneo-Projektleiter Bastian Finke mit Blick auf Medienberichte, die einen homophoben Hintergrund anzweifelten. "Die Täter drangen gezielt ins Cruising-Gebiet ein, um Schwule anzugreifen. Solch einen Angriff bezeichnen wir als homophobe Hassgewalt."
Beobachtungen im Cruising-Gebiet zwischen Löwenbrücke und Holzbrücke, ggf. auch in den umliegenden Parkbereichen und Straßen gemacht haben. Personen, die anonym bleiben wollen, können sich auch vertraulich an das Schwule Überfalltelefon von Maneo wenden: Tel. (030) 216 33 36.
Die Polizei ist unter folgender Nummer zu erreichen: Tel. (030) 4664 - 373 114. (pm/dk)














"Die Täter drangen gezielt ins Cruising-Gebiet ein,..." (..konnten da einfach einlaufen ?)
"Solch einen Angriff bezeichnen wir als homophobe Hassgewalt." (...und die anderen ?)
gibt es zum zielführenden engagement der polizei und maneos noch informationen, ob sich die kriminellen rein eigenideologisch oder auch finanziell bereichern wollten ?
bargeld, sozielversicherungsausweise, kreditkarten, personalausweise, reisepässe, handy, u.ä. ?
diese zusatzinformationen würden die fahndung doch optimieren ?