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  • 18. August 2008 10 2 Min.

In Kalifornien haben die Eltern eines aus Homophobie von einem Mitschüler ermordeten 15-Jährigen die Schule verklagt, weil diese dem Jugendlichen gestattet hatte, Schminke und weibliche Kleider zu tragen.

Die Eltern von Lawrence King argumentieren, dass ihr Sohn nie ermordet worden wäre, wenn die Junior High School in Oxnard das Kind gezwungen hätten, sich wie ein Junge seines Alters zu kleiden. Das sei die Pflicht der Lehranstalt, heißt es in der Klageschrift. Schließlich sei bekannt gewesen, dass King in der Schule, auf die viele Kinder aus sozial schwachen Familien gehen, ständigen Hänseleien ausgesetzt gewesen sei. Die Schule verklagten sie auf einen "nicht festgelegten Betrag" - nach der amerikanischen Rechtsprechung könnten die Eltern Schadensersatz in Millionenhöhe erhalten.

King war am 12. Februar diesen Jahres von seinem damals 14 Jahre alten Mitschüler Brandon M. in einem Klassenzimmer vor den Augen von 20 anderen Kindern erschossen worden Der Täter hatten offenbar nicht verkraften können, dass King ihm beichtete, sich in ihn verliebt zu haben.

M. wird wegen der Schwere der Tat als Erwachsener angeklagt. Ihm drohen bei einer Verurteilung 51 Jahre ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung - damit könnte der Teenager erst im Rentenalter das Gefängnis verlassen. Selbst Homo-Gruppen hatten sich dafür eingesetzt, dass in diesem Fall Resozialisierung besser wäre als quasi unbefristetes Wegsperren (queer.de berichtete).

Auch M.s Anwalt griff die Schule scharf an: Sie habe sich zwar dem Opfer gegenüber tolerant gezeigt, indem sie King gewähren ließ. Allerdings habe sie anderen Kindern keine Toleranz-Leitlinien gegeben. Da M. aus einer kaputten Familie kommt - seine Mutter war drogenabhängig und sein Vater wegen Körperverletzung im Gefängnis - habe er diese Toleranz nicht zu Hause gelernt. (dk)

#1 Tufir
  • 18.08.2008, 19:32h
  • Als nächstes wird die Schule dafür verklagt, dass einer ihrer Schüler schwul werden konnte. Erstaunlich wie wenig die Leute mal in der Lage sind, selber Verantwortung zu übernehmen und in so einem Falle nicht jemand anderen zu suchen. Eine Schule dient der Bildung und nicht der Erziehung. Wenn Eltern nicht in der Lage sind, ihre Kinder selbst zu erziehen, sollen sie halt keine haben oder sie abgeben. Wenn man sein eigenes Kind nicht aus Mädchenklamotten raushalten kann, darf man doch nicht erwarten, dass das jemand anderes übernimmt, bzw. dass die Schule überhaupt in der Lage ist, eine Provokation von einer Veranlagung zu unterscheiden.
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#2 ThommenAnonym
  • 18.08.2008, 22:45h
  • Es ist die gleiche Art von "heterosexuellem Unvermögen" die Welt zu verstehen, wie der Anspruch, sexuelle Übergriffe auf Söhne und Töchter mit Geld entschädigen zu lassen und sie damit grad noch zu Prostituierten zu machen...
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#3 IchAnonym
  • 18.08.2008, 22:58h
  • Amerika...sie sind halt alle verrückt da.... Die Schule verklagen, weil die einem Jungen erlaubt haben seine Persönlichkeit frei zu entfalten??? Hätte die Schule das nicht getan, dann hätte man die bestimmt genau deswegen verklagt...

    und dann einen 15 jährigen als Erwachsenen anklagen un d womöglich 30-40 Jahre einsperren in einen Erwachsenenknast. geht es noch perverser???
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