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- 20. August 2008 2 Min.
Er schmeißt das Handtuch und steigt aus der beliebten deutschen Boyband aus: Chris Watrin ist psychisch angegriffen.
Von Carsten Weidemann
"Ich will nie wieder Musik machen" schockte der 20-jährige Sänger aus Köln in der Mittwochsausgabe der "Bild"-Zeitung die Fans der fünfköpfigen Boyband. Am vergangenen Wochenende war er nach einem Auftritt in Düsseldorf in seiner Garderobe zusammengebrochen. Jetzt gab er seinen Ausstieg aus der Band bekannt. Aus gesundheitlichen Gründen.
Im Interview mit dem Boulevardblatt gibt er Details bekannt, die belegen, dass er an dem so genannten Burn-Out-Syndrom leidet. Er könne seit Monaten keine Freude mehr empfinden, komme kaum aus dem Bett, fühle sich kraftlos und leer. "Irgendwann habe ich nur noch eine Rolle gespielt. Ich hatte keine sozialen Kontakte. Da war niemand, dem ich mich öffnen konnte."
US5 sind 2005 aus einer amerikanischen Fernsehshow heraus gecastet und von dem offen schwulen "Boyband-Macher" Lou Pearlman betreut worden. Seitdem sind die Jungs, von denen der älteste gerade mal 25 Jahre alt ist, schwer beschäftigt mit Plattenaufnahmen, Promotouren und Konzerten. Zuviel für Chris, der jetzt die Notbremse zog und sich in psychiatrische Behandlung gab. Der Arzt hatte ihm die sofortige Beendigung seiner Musikkarriere nahegelegt.
Neben Bravo-Reports, Konzertberichten und Homestorys gab es bislang nur einmal negative Presse für die Gruppe, die bereits 14 Goldene Schallplatten und zahlreiche weitere Musikpreise einheimsen konnte. Sänger "Richie" Stringini war 2006 von einem Mann erpresst worden. Der Erpresser hat mit einem Fotohandy Aufnahmen des Sängers in der Herrentoilette des Berliner Clubs Sage gemacht, die scheinbar sexuelle Handlungen zeigen. Laut "Bild" hatte sich Stringini gemeinsam mit einem Freund in einer Kabine eingeschlossen. Ihm sei schlecht gewesen, und der Freund habe ihm nur geholfen, sich zu übergeben. Zugleich bestritt er, schwul zu sein.
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