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- 22. August 2008 2 Min.
Nach einer sozioland-Umfrage haben die Moderatorin, der Komiker und der Regierende Bürgermeister am meisten dazu beigetragen, das Bild von Homo- und Bisexuellen in der Gesellschaft positiv zu beeinflussen.
Von Dennis Klein
Mehr als 2.700 Personen jedweder Couleur haben sich bereits an der diesjährigen CSD-Umfrage auf dem Meinungsportal sozioland beteiligt. Eines der interessantesten Zwischenergebnisse: 35 Prozent sind der Auffassung, dass ARD-Moderatorin Anne Will das Bild von Schwulen, Lesben und Bisexuellen positiv beeinflusst hat. An zweiter Stelle wurden Hape Kerkeling (33 Prozent) und Klaus Wowereit (30 Prozent) genannt.
Mit 22 Prozent führt Sänger Mark Medlock dagegen die Liste der Promis an, die das Bild der Homo- und Bisexuellen eher negativ beeinflusst hat. Es folgen Model und Kurzzeit-Moderator Bruce Darnell mit 14 Prozent und Dschungelkönig Ross Antony mit zehn Prozent.
Knapp 60 Prozent der Teilnehmer der sozioland-Umfrage sprechen sich gegen ein erzwungenes bzw. unfreiwilliges Outing bekannter Persönlichkeiten aus. Freiwillige öffentliche Coming-Outs würden hingegen einen positiven Einfluss auf die Akzeptanz von Schwulen und Lesben haben, meinten 95 Prozent der Befragten.
Wie auch in den vergangenen Jahren steht bei drei Vierteln der Umfrage-Teilnehmer der Spaß beim Besuch eines Christopher Street Days im Vordergrund. Dennoch wollen 72 Prozent auch Präsenz zeigen, um den Letzten von der Normalität ihrer sexuellen Orientierung zu überzeugen.
Dementsprechend sind auch zwei Drittel der Teilnehmer davon überzeugt, dass die Regenbogen-Veranstaltungen förderlich für die Toleranz gegenüber Homo- und Bisexuellen in der Gesellschaft sind. Nur acht Prozent schreiben den Gay Prides einen Negativ-Effekt zu.
Noch bis Ende September kann weiter online abgestimmt werden.
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