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Kommentare zu:
Homo-Helden: Anne Will, Hape Kerkeling und Klaus Wowereit


#41 VolumeProProfil
#42 ArendAnonym
  • 26.08.2008, 00:36h
  • Antwort auf #41 von VolumePro
  • Wenn du zwei Dinge nicht miteinander vergleichst, wie kannst du dann beurteilen, in welchem Verhältnis zueinander sie stehen und inwieweit sie sich möglicherweise voneinander unterscheiden?

    Du behauptest, Schwule würden Homophobie (mit-) verursachen, insbesondere wenn sie sich "zu schwul" verhielten, also nicht möglichst so, wie sich heterosexuelle Menschen (angeblich) verhalten.

    Hoffentlich wirst du nie erleben müssen, wie wenig es Schwulenhasser interessiert, ob du "eigentlich ganz normal" bist, auch immer schön darauf achtest, was beim Kaffeetrinken dein kleiner Finger macht, nie laut kreischst, brav monogam lebst, früh aufstehst und zu Bett gehst usw., bis auf diese unappetitliche Kleinigkeit deines Sexlebens oder zumindest deiner sexuellen Orientierung.
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#43 KonstantinEhemaliges Profil
  • 26.08.2008, 06:54h
  • Antwort auf #28 von Pierre
  • "Buch über den spanischen Pilgerweg viele Christen angesprochen"

    Genau aus dem Grund hat Hape Kerkeling bei mir verschissen! Dann doch lieber einen saufenden und pöblenden Mark Medlock. Mit dem kann ich mich besser identifizieren. Bevor ich dem Christengesocks in den Arsch kriege, sauf ich doch lieber! Macht auch mehr Spaß!
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#44 CarstenFfm
  • 26.08.2008, 12:12h
  • Was sollen solche Wertungen wer besser ist?

    Jemand der bei, Folsom seine blanken Arsch in Chaps zeigt gehört genauso zu schwulen Welt, wie jemand der über den Jakobsweg pilgert.

    Etwas mehr Tolerenaz, die wir ja immer einfordern, auch untereinder ist nicht verkehrt.

    Und Schwule sind nicht schlechter und nicht besser als Heten.... warum sollte es also nicht schwule Prolls mit ordinärem Benehmen geben.
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#45 VolumeProProfil
  • 26.08.2008, 13:34hMönchengladbach
  • Antwort auf #42 von Arend
  • Toleranz gegenüber Minderheiten verhält sich zumindest in westlichen Gesellschaften zyklisch.

    Wir sind in Bezug auf das Thema "Homosexualität" gerade in einer Hochzeit der Toleranz, doch die Kurve kann jeder Zeit bergab gehen und somit die Toleranz abnehmen.

    Gegen diese zyklische Entwicklung lässt sich eigentlich nur wenig machen. Soziologisch gesehen kann man weder der Mehrheit noch der Minderheit einen Vorwurf machen, wenn die Toleranz abnimmt.
    Es ist aber Fakt, dass die Mehrheit durch Emanzipationsbewegungen der Minderheit belastet wird. Die Minderheit ist also gut beraten, wenn sie nach einer Welle der Emanzipation erstmal Ruhe gibt und das erreichte versucht zu stabilisieren. Die Mehrheit muss sich eben an erweiterte Rechte und Möglichkeiten der Minderheit gewöhnen.

    Antisemitismus und Homophobie sind nicht vergleichbar, weil Antisemitismus in der westlichen Kultur fest verankert ist. Der Holocaust steht als solches als Endpunkt in einer Kette von Diskriminierungen und Progromen gegen Juden in allen europäischen Nationen.

    Homophobie ist zivilisatorisch gesehen eine relativ neue Erscheinung. Der Unterschied zum Antisemitismus ist auch, dass "nur" homosexuelles Verhalten bestraft wurde, ein Homosexueller aber nicht verfolgt wurde (NS-Zeit ausgenommen). Die Strafbarkeit von gleichgeschlechtlichem Geschlechtsverkehr rührt sich vom Sittengesetz her und diente allein der Volksgesundheit. Niemand sollte damit diskriminiert werden, denn Homosexualität als Spielart der Natur war noch nicht erkannt und galt als bekämpfenswerte Geisteskrankheit. Die heute, zumindest in West-Europa, vorhandene Homophobie speißt sich noch aus den Vorstellungen des Unsittlichen und Kranken im homosexuellen Geschlechtsakt.
    Man kann die Missachtung Homosexueller eher mit der Diskriminierung von Linkshändern vergleichen als mit der Verfolgung von Juden.
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#46 roterginsengEhemaliges Profil
  • 26.08.2008, 13:51h
  • Antwort auf #45 von VolumePro
  • als linkshänder, weiß ich jetzt bescheid.
    für den horizont der überlegungen aber auch
    noch das, weil sich darin das grundverhältnis einer gesellschaft zu außerhäuslichen ressentiments und gewalt, recht gut zeigt.
    die 40% der frauen, die aktuell als partnerinnen,
    mütter, etc. gedroschen werden, lasse ich hier mal weg.
    das paßt besser in die "großen" wertediskussionen.
    brachial vertuschte häusliche gewalt mit geknebelten opfern.

    aber zurück:

    "Als „deutschblütig“, aber aus sozial- und volkshygienischer Sicht unerwünscht und als „asozialer Abschaum“ des „deutschen Volkes“ galten
    Rasseideologen, aber auch dem "gesunden Volksempfinden" die randständigen Minderheiten der Wohnungslosen, Wanderarbeiter, „selbstverschuldeten“ Fürsorgeempfänger, Bettler, Landstreicher, kinderreichen Unterschichtfamilien in städtischen Peripheriequartieren, „nach Zigeunerart herumziehenden Landfahrer“,
    angeblich „Arbeitsscheuen“, Alkoholiker, „getarnt Schwachsinnigen“, Prostituierten oder Zuhälter. Die Kategorien überschnitten sich.

    Sinti und Roma, in nationalsozialistischer Terminologie „Zigeuner“ (mit den beiden Subgruppen der „stammechten Zigeuner“ und „Zigeunermischlinge“), galten kollektiv als geborene „fremdrassige Asoziale“.

    Gemäß dem Grunderlass zur „Vorbeugenden Verbrechensbekämpfung“ vom 14. Dezember 1937 konnte, wer „ohne Berufs- und Gewohnheitsverbrecher zu sein, durch sein asoziales Verhalten die Allgemeinheit gefährdet“, im Zuge kriminalpolizeilicher Vorbeugehaft in ein Konzentrationslager eingewiesen werden. Im Rahmen der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ kam es im Frühjahr und Sommer 1938 zu Verhaftungswellen. Mehr als 10.000 Roma und Sinti, Juden und „deutschblütige Asoziale“ wurden in Konzentrationslager verschleppt, davon 6.000 im Juli 1938 in das KZ Sachsenhausen. Sie wurden in den Lagern mit einem schwarzen Winkel auf der Häftlingskleidung markiert.

    Ein NS-Synonym das „Asoziale“ späterhin ablöste, war „Gemeinschaftsfremde“. Ein „Gemeinschaftsfremden-Gesetz“ gegen marginalisierte Sozialgruppen war geplant und in Vorbereitung, wurde aber durch den Zusammenbruch des Nationalsozialismus verhindert.

    Auch nach 1945 blieb der Begriff mit den dahinter befindlichen Vorstellungskomplexen („zu faul zu arbeiten“, „können sich nicht anpassen“) intakter Bestandteil des Alltagsdenkens. „Asoziale“ wurde als NS-Verfolgte selbst von anderen NS-Verfolgten nicht anerkannt. Von einer ernsthaften Anerkennung und materiellen Entschädigung kann selbst im Fall der nach langen Auseinandersetzungen als „rassisch verfolgt“ anerkannten Roma und Sinti nicht die Rede sein, geschweige denn bei anderen Gruppen. Die Diskriminierung wurde unbeeindruckt durch die vorausgegangenen Ereignisse politisch, entschädigungsrechtlich und im populären Verständnis fortgeführt.

    de.wikipedia.org/wiki/Asoziale_(Nationalsozialismus)
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#47 maaaartinAnonym
  • 26.08.2008, 15:01h
  • "der kerl im fernsehn ist schuld, dass mich mein nachbar doof/nett findet" - merkt ihr wie lächerlich das klingt!?
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#48 DanielAnonym

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