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Einzelkommentar zu:
Zum Abschluss einmal schwules Gold


#26 SaschaEhemaliges Profil
  • 26.08.2008, 13:10h
  • Schade, dass die einfachsten Dinge manchmal am schwersten zu verstehen sind.

    Daher noch einmal:

    Kein Heterosexueller käme jemals auf die Idee, sich in seinem beruflichen Wirken von seiner sexuellen Identität zu distanzieren und in irgendeiner Weise zu betonen, dass es sich hierbei "um völlig verschiedene Bereiche" handelt. Zumal diese Bereiche auch ganz praktisch fließend ineinander übergehen, wenn beispielsweise ein Profi-Sportler nach seinem Triumph von seiner PartnerIN abgeknutscht wird oder Sportmoderatoren bei jedem Auftritt von David Beckham mindestens ebenso sehr über die neue Sonnenbrille oder den neuen Haarschnitt von Mrs. Beckham fabulieren.

    Fazit: Die offenbar von vielen homosexuellen Männern empfundene Notwendigkeit, sich in wichtigen Bereichen ihres Lebens von ihrer sexuellen Identität zu distanzieren, diese in ihrer Wertigkeit herabzusetzen bzw. sich gewissermaßen zur gespaltenen Persönlichkeit zu erklären - HIER der erfolgreiche Sportler, DA (IM SCHLAFZIMMER!) der schwule Mann - ist selbstverständlich Ausdruck eines internalisierten Minderwertigkeitsgefühls und eine erschreckende Herabwürdigung ihrer eigenen Identität.

    Denn niemand, der sich als komplette und vollwertige Persönlichkeit versteht und in diesem Bewusstsein lebt, würde sich jemals zu einer derart grotesken Aussage genötigt sehen.
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