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- 26. August 2008 1 Min.
Ärzte in Kalifornien dürfen sich nicht weigern, Schwule und Lesben zu behandeln, nur weil ihre religiöse Einstellung dieses verbietet. Das hat der kalifornische Supreme Court in San Francisco entschieden.
Geklagt hatte Guadalupe T. Benitez, eine an der Westküste lebende Lesbe, die mit ihrer Partnerin durch künstliche Befruchtung ein Kind bekommen wollte. Dazu hatten sich die beiden Frauen legal Spermien besorgt. Wie die "Los Angeles Times" berichtet, habe sich ihre behandelnde Gynäkologin aber geweigert diese Prozedur vorzunehmen. Denn ihre Religion würde ihr verbieten, dies bei unverheirateten heterosexuellen Frauen und Homosexuellen zu machen, heißt es als Begründung. "Der erste Verfassungszusatz auf freie Ausübung der Religion befreit Ärzte nicht davon, Antidiskriminierungsvorschriften einzuhalten", erklärte Richter Joyce L. Kennard bei der Urteilsverkündung.
Konservative Klinikärzte äußerten sich kritisch über das Urteil. Es würde viele Ärzte vor die Gewissensfrage stellen, ob ihre religiösen Ansichten oder ihr Berufsethos wichtiger sind. Auch religiöse Gruppen, darunter jüdische und islamische Gemeinden, riefen Ärzte auf, sich nicht von ihrer religiösen Einstellung abbringen zu lassen. (pte)












Dann hätten sie Pfarrer und nicht Arzt werden sollen.
Noch ein Grund mehr, diesen Religionswahn endlich in seine Schranken zu weisen oder am besten ganz auszurotten. Religion darf NIEMALS VOR Menschenleben und Gesundheit stehen.