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  • 27. August 2008 14 2 Min.

Bertrand Delanoë, der offen schwule Bürgermeister von Paris, hat am Dienstag in einem Interview angekündigt, er werde sich im November für den Posten des Parteichefs der sozialistischen Partei bewerben und würde bei einem Sieg wahrscheinlich 2012 bei der Präsidentschaftswahl antreten.

Der 58-Jährige will Nachfolger von François Hollande werden, der nicht mehr kandidiert. "Ja, ich werde meine ganze Energie in den Dienst unserer Überzeugungen stellen", erklärte er der Zeitung "Le Monde" auf die Frage, ob er bei den Wahlen kandidiere. Delanoë hat damit den innerparteilichen Wahlkampf gegen Hollandes ehemalige Lebensgefährtin Ségolène Royal eingeläutet, die sich bereits für Wochen für das Amt ins Gespräch gebracht hat. Sie war 2007 dem konservativen Spitzenkandidaten Nicolas Sarkozy bei der Präsidentenwahl unterlegen (queer.de berichtete).

Delanoë, der erste hochrangige offen schwule Politiker in Frankreich, wurde bereits bei seiner Wiederwahl als Bürgermeister vor wenigen Wochen als möglicher Präsidentschaftskandidat der Sozialisten gehandelt (queer.de berichtete).

Die Partei ist seit der Wahlniederlage Royals zerstritten und will im November einen Neuanfang wagen. Laut französischen Pressemeldungen liegt Delanoë ersten Umfragen zufolge in der Popularität fünf Prozent vor Royal. Allerdings werden in den nächsten Wochen noch weitere Bewerbungen um den Posten des Parteichefs erwartet.

Seit den 70er Jahren ist Delanoë in der Pariser Lokalpolitik aktiv und wurde 1995 in den französischen Senat gewählt. 1998 verkündete er bei einem Interview im Fernsehsender M6, dass er homosexuell ist. 2001 wurde er schließlich von den Parisern zum ersten sozialistischen Bürgermeister seit Wiedereinführung des Postens im Jahre 1977 gewählt. (dk)

-w-

#1 RabaukeAnonym
  • 27.08.2008, 13:37h
  • Na da bin ich gespannt, was die Rechten in Frankreich wieder draus machen. Ich lese schon die "Schlagzeile" in unserem "Fachblatt für Zwischenmenschliches" der Bild: " Ganzzzz Pariiis ist ein Theater".:))))
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#2 VolumePro
  • 27.08.2008, 13:59hMönchengladbach
  • Ich wünsche ihm viel Erfolg bei dem innerparteilischen Machtkampf und dann später noch mehr Glück bei der Präsidentenwahl, aber nicht weil er schwul ist, sondern weil er Sozialist ist.

    Wenn er es schafft Präsident zu werden, dann denke ich, dürfte es keinen Grund mehr geben, dass Klausimausi nicht für den Posten des Bundeskanzlers kandidiert. Denn die Wahl 2009 wird die SPD nicht gewinnen und Steinmeier wird nicht Kanzler. Dann kann Klausimausi 2013 als Kandidat aufgestellt werden, genau ein Jahr nach Delanoes erhofften Sieg.
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#3 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 27.08.2008, 14:07h
  • sozialist aber nicht nach der deutschen definition:
    er ist sozialdemokrat und kein sozialist.

    www.parties-and-elections.de/france.html

    sozialdemokraten heißen in frankreich sozialisten,was sie aber zum glück nicht sind.

    übrigens genau derjenige der auf offener straße von arabischen jugendlichen angestochen worden ist.
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