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  • 27. August 2008 28 2 Min.

Was Berlin kann, das sollte doch auch in Köln möglich sein. Denkt zumindest die FDP und stellt einen schwulen Kandidaten auf.

Von Carsten Weidemann

"Das Beste für die Stadt wäre ein Oberbürgermeister Ralph Sterck." Das behauptet der Liberale Sterck von sich selbst. Bereits im Februar hatte er sich von der FDP als Kandidat für das Amt aufstellen lassen, dass der CDU-Mann Fritz Schramma in den vergangenen acht Jahren inne hatte. 2009 würde der 61-Jährige gern noch einmal antreten, wie er am vergangenen Montag offiziell verkündete. Doch Sterck könnte ihm Stimmen im bürgerlichen Lager wegnehmen und damit seine Wiederwahl gefährden.

Wirklich gut stehen die Chancen für Ralph Sterck, der gemeinsam mit seinem Parteikollegen Uli Breite seit Jahren in Projekten der Kölner Community mitmischt, nicht. Bereits 2000 ließ er sich aufstellen, und erhielt gerade mal zwei Prozent der Stimmen. Doch das schreckt ihn nicht ab.

Stattdessen lockt Sterck mit einem verstärkten Einsatz für schwul-lesbische Projekte. Zum Beispiel bei den 2010 anstehenden Gay Games in Köln. "Das ist ja ein Riesenevent und da gibt es viel zu tun, was Sponsoring und Sportstätten angeht. Das wäre für mich als OB ein ganz wichtiges Projekt", verkündete er im Interview mit dem Szenemagazin "Exit".

Während Schramma noch versucht, die FDP zu umarmen und Sterck zu einer Aufgabe der Kandidatur zu bewegen, freuen sich SPD und Grüne, die gemeinsam den ehemaligen Polizeichef und Regierungspräsidenten Jürgen Roters ins Rennen geschickt haben.

Jürgen Roters ist kein Unbekannter in der Community. Seit Jahren ist er Schirmherr beim Kölner "Come Together Cup", dem Benefiz-Fußball-Turnier, bei dem unter anderem schwule gegen Promi-Fußballteams antreten. Und beim Sommerblut-Kulturfestival, das alljährlich zahlreiche schwul-lesbische Künstler nach Köln holt, ist er Vorsitzender des dazugehörigen Fördervereins.

Die Community wird auf jeden Fall 2009 die Qual der Wahl haben. Sterck, Roters, selbst Schramma käme in Frage. Denn auch der CDU-Mann gilt als homofreundlich. Er war der erste Unions-Poliitiker überhaupt, der zu seinem Wahlkampf im Jahr 2000 Anzeigen im Homo-Magazin "Queer" schalten ließ. Slogan: "Köln ist weder schwarz noch rot, sondern bunt."

-w-

#1 Chris_Anonym
  • 27.08.2008, 14:30h
  • Würde ich in Köln wohnen, hätte er meine Stimme, schliesslich ist er bei der FDP.
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#2 VolumePro
#3 Maurus
  • 27.08.2008, 15:04h
  • Wäre ich in Köln, bekäm er auch meine Stimme.
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