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- 02. September 2008 2 Min.
Schwere Vorwürfe gegen einen buddhistischen Priester in Taiwan: Er soll Schwule sexuell belästigt und sogar vergewaltigt haben.
Die Polizei von Taipeh ermittelt gegen den 24-jährigen Priester Tsai Hung-chieh, der als Priester des Wei-Ming-Tempels in einem Vorort der Hauptstadt Taipeh Schwulen angeblich dabei helfen wollte, leichter einen Partner zu finden. In der Szene hatte der Tempel offenbar einen Namen.
Allerdings hatte Tsai Hintergedanken: So erzählte er vielen Besuchern, ihr Glied sei von einem Dämon befallen worden. Dieser könnte nur hinausbefördert werden, wenn die Männer vor seinen Augen onanieren. Da der Geisterglaube ist in vielen buddhistischen Gesellschaften Asiens weit verbreitet ist, folgten viele der "Befallenen" dem Rat des Priesters.
Zeugenaussagen zufolge soll Tsai einige seiner Opfer sogar vergewaltigt haben. Zuvor habe er ihnen ein Getränk verabreicht, das Schlaftabletten enthält. Für seine "Beratungstätigkeit" habe er den Männern zudem Gebühren in Höhe von 3.600 bis 360.000 Taiwan-Dollar (80 bis 8.000 Euro) abgenommen.
Hsiao Kang, eines der Opfer, glaubt im Interview mit "Apple Daily", dass bislang nur die Spitze des Eisberges bekannt geworden sei: "Es wird wohl viele weitere Opfer geben, die von Tsai betrogen und misshandelt wurden, aber um nichts in der Welt zur Polizei gingen, da sie sich dort outen müssten."
Taiwan gehört in Asien zu den Vorreitern der Homo-Anerkennung. So gab es dort bereits Diskussionen über die Öffnung der Ehe im Parlament. Seit letztem Jahr ist das Merkmal "sexuelle Ausrichtung" in Antidiskriminierungsrichtlinien aufgenommen worden. (dk)














