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- 03. September 2008 2 Min.
Die "Log Cabin Republicans" haben dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain ihre Unterstützung zugesagt – sie warnen die Partei aber davor, beim Thema Homo-Ehe auf der "falschen Seite der Geschichte" zu stehen.
Der Vorstand hat sich mit 12 gegen zwei Stimmen für das "Endorsement" ausgesprochen. Die Homo-Republikaner lobten insbesondere, dass McCain stets gegen eine Verfassungsänderung gestimmt hat, die die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definieren sollte. Zuletzt hatte der damals republikanische geführte Kongress 2006 versucht, das "Marriage Amendment" zu beschließen (queer.de berichtete).
"Senator McCain hat in den letzten zehn Jahren beim schlimmsten Angriff auf unsere Community an unserer Seite gestanden", erklärte Log-Cabin-Chef Patrick Sammon. "Es hätte womöglich 100 Jahre gebraucht, den Schaden in unserer Verfassung wieder gut zu machen. Und Senator McCain hat einen politischen Preis dafür gezahlt: Konservative misstrauen ihm. Also dachten wir, dass es wichtig ist, ihm unsere Unterstützung zukommen zu lassen, weil er an unserer Seite gestanden hat", so Sammon. Zwar stimme man nicht in allen Themen überein, aber McCain habe stets ein "offenes Ohr".
Sammon erwähnte nicht, dass McCain nur wegen seinem Glauben an den Föderalismus gegen die Verfassungsänderung gestimmt hatte. So sprach sich McCain während des Wahlkampfes für ein Verbot der Homo-Ehe in der kalifornischen Verfassung aus und wandte sich damit gegen Gouverneur Arnold Schwarzenegger, seinen Parteifreund (queer.de berichtete).
Unterdessen warnten die Log Cabin Republicans davor, dass ihre Partei auf der "falschen Seite der Geschichte" stehen könnte, da es derzeit "Aufwind" beim Thema Homo-Ehe gebe. Dabei zitierten sie eine Umfrage von CBS News und der New York Times, nach der sich 49 Prozent der republikanischen Delegierten für eine Öffnung der Ehe oder Eingetragene Partnerschaften stimmten.
Bei der Präsidentschaftswahl vor vier Jahren hatte die Homo-Gruppe der Mitte-Rechts-Partei George W. Bush die Unterstützung noch entzogen, weil er sich für die Verfassungsänderung ausgesprochen hatte (queer.de berichtete). Bush gewann die Wahl mit 50,7 Prozent, sein demokratischer Herausforderer John Kerry erhielt 48,3 Prozent der Stimmen. (dk)
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