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  • 04. September 2008 8 2 Min.

Der von einem Reggae-Label veranstaltete "Straight Pride", der am Sonntag in New York stattfinden sollte, ist nach Angaben eines amerikanischen Bloggers ausgefallen.

Der schwule Blogger Joe.My.God war eigens für das Event nach Brooklyn gekommen. Als er aber um 10 Uhr morgens am Treffpunkt ankam, fand er den Platz wie ausgestorben vor. Zwar seien einige Autos mit jamaikanischen Flaggen zu sehen gewesen, aber die Insassen waren wohl eher wegen der "West Indian Day Parade", einer karibischen Karnevalsveranstaltung, gekommen, mutmaßt Joe.My.God. "Um sicher zu gehen, dass ich den Spaß nicht verpasst habe, hab ich in ein paar Läden nachgefragt. Die Filialleiterin von Raquel Shoes hat mir dann gesagt: 'Ich bin seit 8.30 Uhr hier. Es war die ganze Zeit ruhig."

Das Reggae-Labe TCOOO wollte mit der Veranstaltung "Heterosexuellen die Chance geben, zusammen zu kommen und ihren Stolz auf ihre Sexualität auszudrücken, indem sie Reggae-Musik und die Familie in Liebe und Eintracht feiert." Besonders wurde kritisiert, dass Lieder, in denen zur Gewalt gegen Schwule aufgerufen wird, verboten werden würden. Homoaktivisten kritisierten jedoch, dass die Reggae-Musiker mit dem Event die "Überlegenheit von Heteros" propagieren wollten (queer.de berichtete).

Auf der Website der Veranstalter ist lediglich die Ankündigung des "Straight Pride" zu lesen. In einer Pressemitteilung vom 19. August wird darauf hingewiesen, warum Heterosexuelle erscheinen sollten: "Stapler, ein Künstler unter Vertrag bei TCOOO und der Mann hinter dem Song "Hit Them Hard", glaubt, dass die Homo-Szene Reggae angreift, weil 99 Prozent der Künstler Afro-Amerikaner sind." Schließlich hätten die Homo-Aktivisten Eminem vergeben, so die Pressemitteilung.

Im Lied "Hit Them Hard" warden die Hörer dazu aufgefordert, Schwule zu verprügeln. Das Label erklärte aber, der Song sei nicht schwulenfeindlich sondern "pro Familie". (dk)

#1 DURAL DELUXEAnonym
  • 04.09.2008, 16:12h
  • ...so viel dann also zu "straight pride"
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#2 Tim_Chris
  • 04.09.2008, 16:55hBremen
  • Scheint, als wären die Heten voll darauf abgefahren, bei Reggae ihre Sexualität zu bejubeln Es gibt also doch noch Menschen mit Verstand
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#3 Kalamari
  • 04.09.2008, 18:32h
  • "Das Label erklärte aber, der Song sei nicht schwulenfeindlich sondern "pro Familie"."

    Wenn ich sowas schon lese.. Die besitzen echt noch die Frechheit, so eine Scheiße zu verzapfen !
    Abgesehen hat Eminem nie in seinen Liedern von Mord an Schwulen aufgerufen, sondern Schwul "nur" als Schimpfwort genutzt, wie es heutzutage viele Leute tun.
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