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- 08. September 2008 2 Min.
Homo-Aktivisten äußern sich besorgt, dass Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin einer Kirche angehört, die Schwule und Lesben von ihrer Homosexualität "heilen" will.
Die in Palins Heimatstadt ansässige Wasilla Bible Church glaubt an die "Kraft Gottes, die das Leben derer umdrehen kann, die von Homosexualität betroffen sind", heißt es in einem Prospekt der Kirche, in dem für eine Ex-Gay-Veranstaltung in Anchorage am 13. September geworben wird. Dieses Event wurde organisiert von der fundamentalistischen Gruppe "Focus on the Family", die bereits ihre Unterstützung für Palin angekündigt hat. Palin besucht seit sechs Jahren regelmäßig den Gottesdienst der Kirche.
"Wir sind sehr besorgt, dass Sarah Palin offenbar der extremen und wissenschaftlich widerlegten Ansicht anhängt, dass Schwule und Lesben geheilt werden können", erklärte Wayne Besen von der Gruppe "Truth Wins Out", die gegen die Aktivitäten von "Ex-Gay"-Gruppen protestiert. "Wir rufen Palin auf, ihre Positionen zu diesem Thema offen zu sagen, damit wir wissen, wo sie steht. Wir hoffen natürlich, dass sie hier nicht der Meinung ihrer Kirche ist."
Die Republikanerin Palin gilt als Liebling der religiösen Rechten, weil sie unter anderem die Homo-Ehe, die Evolutionstheorie und Abtreibung ablehnt. Sie will sogar verbieten, dass Frauen, die vergewaltigt worden sind, ihre Schwangerschaft abbrechen können. Die 44-Jährige hat sich bislang noch nicht zum Thema Homo-Heilung geäußert.
In dieser Wahlkampf-Saison sorgte bereits der Pfarrer des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama für mediales Aufsehen. Dieser hatte unter anderem angedeutet, dass die amerikanische Regierung Aids erfunden habe, um die schwarze Bevölkerung zu dezimieren. Obama sagte sich nach scharfer Kritik im April von Wright los. (dk)









