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https://queer.de/?9321
  • 11. September 2008 14 2 Min.

Ein Gericht im US-Bundesstaat Florida hat ein 31 Jahre altes Adoptionsverbot für Schwule und Lesben für verfassungswidrig erklärt, weil eine erfolgreiche Adoption schließlich im Interesse des Kindes liege.

Geklagt hatte ein 52 Jahre alter schwuler Mann aus Key West, der seit 2001 Pflegevater eines behinderten Kindes ist. Der 13-Jährige hat in der Verhandlung ausgesagt, dass er einen "Vater für immer" haben möchte, wie er es auch von seinen Mitschülern kennt. Er wolle bei seinem Pflegevater bleiben, weil er ihn liebe. Auch ein Psychologe setzte sich für die Adoption ein: Er sagte aus, dass der Junge beim Pflegevater in einem "liebevollen und guten Umfeld" mit finanzieller Sicherheit und einer Autoritätsfigur aufwachse.

Richter David Audlin vom Monroe County Circuit Court erklärte, das Adoptionsverbot bestrafe ohne Begründung eine ganze Gruppe und widerspreche daher sowohl der Verfassung des Bundesstaates Florida als auch der der Vereinigten Staaten. Das Gesetz sei 1977 in einer politisch aufgeladenen Stimmung beschlossen worden, um Schwule "wieder zurück in ihr Versteck" zu schicken.

1991 wurde das Gesetz bereits zwei Mal für verfassungswidrig erklärt. Die Regierung hat sich aber bislang geweigert, es zu ändern, weil noch kein Urteil vor dem Verfassungsgericht erwirkt worden ist.

Ein Totalverbot für Homo-Adoption gibt es in den USA sonst nur in Mississippi. Dagegen erlauben nach Angaben der Human Rights Campaign 46 der 50 Staaten sogar die Adoption von "fremden" Kindern durch Homo-Paare – was wiederum in Deutschland verboten ist. Hierzulande hat die rot-grüne Bundesregierung 2005 lediglich die Stiefkindadoption beschlossen, die von der Union damals als "absolut nicht akzeptabel" angesehen wurde (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 JacNsakEhemaliges Profil
  • 11.09.2008, 13:39h
  • Sorry, aber wenn ich DAS Bild sehe, weiss ich wieder genau, warum ich inständig hoffe, dass ein pauschales Adoptionsrecht für Männerpaare noch möglichst weit weg liegt. Schafft euch halt einen Hund an.
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#2 TimmAnonym
  • 11.09.2008, 13:56h
  • Bravo!!

    Da haben Vernunft und Kindeswohl über Hass, Faschismus und Instrumentalisierung von Kindern gesiegt!!
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#3 Thomas62Anonym
  • 11.09.2008, 14:57h
  • Antwort auf #1 von JacNsak
  • Jac-Nsak, lass dich nicht von Bildern täuschen.
    Du darfst getrost darauf vertrauen daß Menschen, egal ob zwei Männer oder zwei Frauen, die Kinder adoptieren wollen durchaus andere Werte im Leben haben als jedes Wochenende als Dragqueen oder Dyke on Bike rumzulaufen. Das sind ja Leute die sich bewußt f ü r ein Kind entscheiden und damit eine Wahnsinnsverantwortung ihr Leben lang auf sich nehmen, im Gegensatz zu Heten die mal kurz in die Kiste springen und "Unfälle" bauen mit denen sie dann nicht umgehen können oder wollen. Die unzähligen Kindermorde bei uns sprechen eine deutliche Sprache für die Reife dieser "Normalen."
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