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Kommentare zu:
Studie: Schwule neigen eher zu Depressionen


#1 gerdAnonym
  • 17.09.2008, 14:23h
  • Also ich halte diese Studie für nicht mehr aktuell bzw. "ein wenig veraltet".

    In meinem Freundeskreis sind genauso viele Heteros wie Homos und ich kann weder bei mir, noch bei meinem Mann oder bei meinen homosexuellen Freunden erkennen ( um die Mitte 30), dass da höhere Depressionen vorliegen. Angststörungen erst Recht nicht.

    Schwierigkeiten und Depressionen gab es nur bei mehreren Freunden in deren Coming-Out-Zeiten, die aber alle längst schon viele Jahre zurückliegen (17 bis 27 Jahren). Ist die Studie denn nach Altersstufen gegliedert ?

    Das hätte ich bei dieser Studie doch gern geklärt und halte ich für sehr wesentlich, damit die Studie Sinn macht. Mir scheinen in meiner Studie häufig sogar die Heteros in meiner Altersklasse mehr gestresst, da viele von Ihnen gerade "kleine Kinder"/Baybs haben (Schlafstörungen, da das Baby schreit, usw.) und gleichzeitig das Berufsleben seine Anforderungen weiter stellt (übrigens auch ein Lesbenpaar mit kleinen Kindern ist auch dabei).

    Daher diese Studie ist nur hilfreich, wenn Sie nach Coming-Out-Phase unterteilen sollte und die Altersstufen berücksichtigt.
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#2 MalteAnonym
  • 17.09.2008, 14:45h
  • Wunders würds mich nicht: wenn Kirchen und andere religiöse Eiferer sowie erzkonservative Politiker wie die aus CDU und CSU ständig gegen Schwule und Lesben hetzen und die Gesellschaft zu Diskriminierungen etc. aufstacheln, zeigt das irgendwann Folgen...

    Schließlich sind auch unter schwulen und lesbischen Jugendlichen die Selbstmordraten 4-5 mal so hoch, wie bei heterosexuellen und auch daran sind Kirchen und Politk mitschuldig!
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#3 _sic_
  • 17.09.2008, 15:01h
  • "Besonders erschreckend: Auffällig hoch war die Selbstmordrate unter schwulen und bisexuellen Männern."

    Da muß queer.de wohl eine andere Fassung dieser Metastudie haben, den im Original liest sich das so:

    "Altough we cannot report on wether or not LGB people are at greater risk than heterosexuals for completed suicide, the elevated risks for all forms of mental disorder, DSH and substance misuse would suggets very strongly that this is the case."

    Das im Zuge der mediengerchten Aufbereitung so manche Feinheit verloren geht, ist mir klar. In Bezug auf grundsätzliche Aussagen von Studien sich derartige Freiheiten zu leisten, ist in der Tat besonders erschreckend. Ich bitte um etwas mehr Sorgfalt.

    Schwule haben der Studie zufolge häufiger versucht, sich selbst zu töten. Aber es ist richtig, dass es laut dieser Studie keine empirischen Beweise gibt, dass die Selbstmordrate höher ist, obgleich das angenommen wird. Wir haben die Formulierung im Text dahingehend geändert. Red.
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#4 gerdAnonym
  • 17.09.2008, 15:14h
  • Antwort auf #2 von Malte
  • @Malte
    Meines Erachtens ist die Altersfrage hier eine sehr zentrale Frage in der Studie. Je älter man wird, desto weniger ist man von solchen rechtskonservativen oder rechtsradikalen Personen (siehe NPD) beeinflussbar.

    Spätestens ab 30 ist das Selbstbewusstsein so stark als offen schwuler Mann/lesbische Frau vorhanden, das da keine Depressionen mehr aufgrund gesellschaftlicher Verhältnisse möglich sind. Das Gegenteil tritt eher ein, dass man über solche rechten Personen eher nur noch "drüber lächelt", da die innere Selbststärke nicht mehr zu torpedieren ist. Anders würde es vielleicht ausschauen, wenn ich in einem Land wie Iran oder Jemen aufgewachsen wäre und heute leben müßte, da mögen dann aufgrund Illegalität und hoher gesellschaftlicher Hürden Depressionen auch schneller vorhanden sein/sich aufbauen.

    Aber hier in Deutschland oder überhaupt in Nord-West-Mitteleuropa sehe ich das im Jahre 2008 mittlerweile sehr easy, was das Thema Homosexualität angeht.

    Viel schwerer ist da das Thema, berufliche Existenzssicherung und die Anforderungen des Berufes, die zu bewältigen sind. (dies ist aber etwas, womit Heterosexuelle und Homosexuelle gleichermaßen hart zu kämpfen haben; da erkenne ich keine Unterschiede). Ich kenne Homosexuelle/Heterosexuelle in gleichem Ausmaß, die super easy ihren Beruf machen und ich kenne auch genügend, die das hohe Probleme bis zu Depressionen bereitet. So kenne ich sowohl Homosexuelle/Heterosexuelle mit finanziellen Problemen als auch genügend die eigenes Haus mit Garten haben und jedes Jahr in Urlaub fliegen.

    Also daher bleibe ich dabei, die Studie macht nur Sinn, wenn Sie nach Alterstufen sich gliedern sollte und wenn sie insbesondere nach innerer Coming-Out-Phase zeitlich unterscheidet.

    Ich glaube immer noch, dass die größte Schwierigkeit in jungen Jahren darin besteht, sich selbst einzugestehen, dass man schwul/lesbisch ist. Hat man dies geschafft und für sich voll akzeptiert, kann das Leben genauso normal verlaufen, wie bei jedem anderen Hetero auch. Den einizigen Unterschied sehe ich bei schwulen Männern in Deutschland (nicht bei Lesben), im Thema "eigene Kinder". Während Lesben spätestens mit der Stiefkindadoption das Thema jetzt gelöst haben, sieht dies bei schwulen Paaren anders aus. Wenn dort schwule Männer einen hohen Kinderwunsch haben, sind die Hürden in Deutschland immer noch sehr, sehr hoch. Das betrifft aber nur diejenigen schwulen Männer, die Kinder gern hätten. Ich kenne auch viele, viele schwule Männer, die das gar nicht wollen.
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#5 splattergayAnonym
  • 17.09.2008, 15:31h
  • Ich glaube die Trennung zwischen Depressionen in der Coming-Out Phase und späteren Lebensphasen ist wichtig, aber nicht ganz voneinder zu trennen. Das Schwule in ihrer schwierigen Jugend-und Selbstfindungsphase öfters unter psychischen Problemen leiden macht sie bestimmt auch in späteren Lebenssituationen anfälliger, wenn vielleicht nicht mehr die Umwelt, sondern Partnerschafts- oder szenespezifische Probleme zu vermehrten Depressionen oder Angsterkrankungen führen.
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#6 alexander
  • 17.09.2008, 17:39h
  • die studie ist hochaktuell, belegt sie doch, dass auch in westlichen "zivillisationen" das selbstverständnis noch längst nicht erreicht ist, das ein leben ohne vorurteile ermöglicht, was im übrigen jedem betroffenen klar ist !
    erfreulich, dass menschen um die 30 jahre dieses als nicht mehr so gravierend ansehen, also hat die ältere generation doch gute vorarbeit in den jahren davor geleistet !
    trotzdem sind homosexuelle menschen meistens einer psychischen doppelbelastung ausgesetzt, durch allgemein bekannte gesellschaftliche, berufliche und private faktoren. unabhängig davon, ist die belastung in der jugend , sowohl als auch im alter mit sicherheit grösser, abhängig von der persönlichen lebenssituation.
    vorhandene problemsituationen werden durch die homosexualität mit sicherheit verstärkt.
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#7 gerdAnonym
  • 17.09.2008, 18:11h
  • @Alexander
    Ich kann dies eher weder bei mir noch bei meinem Mann noch bei befreundeten schwulen Männern zwischen 30 und 40 bestätigen nach deren bereits seit vielen Jahren zurückliegenden Coming-Out-Phasen. Da gibt es keine Unterschiede zu heterosexuellen Personen im gleichen Altersabschnitt.

    Das einzige Thema, was da doch unterschiedlich abläuft, ist die Kinderfrage. Während bei Lesben dieser Weg mittlerweile auch offen in Deutschland lösbar ist, wenn Sie es denn wollen, bestehen für schwule Paare doch eher höhere Hürden, die es zu überwinden gilt.

    Aber ansonsten sehe ich da Nix mehr an Unterschieden. Daher halte ich die Studie nur bedingt aussagekräftig, soweit sie zu den Altersangaben und Coming-Out-Phasen differenziert äußern sollte. Da ich aber die Studie nicht kenne, ob dies in der Studie gewährleistet ist, bedürfte dies der Klärung. An der allgemeinen Ausage der Studie, wie sie der Artikel wiedergibt, aber setze ich doch eher ein Großes Fragezeichen. Denn diese Aussage ist doch eher nur altersspezifisch und vor/nach innerem Coming-Out differenziert zu treffen.
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#8 DURAL DELUXEAnonym
#9 gerdAnonym
  • 17.09.2008, 18:46h
  • Achso und ich vergaß zu schreiben: unterschiedlich zu Heteros ist auch das Einkommenssteuerrecht und bestimmte Vergünstigungen seitens des Staates, die noch unterschiedlich ablaufen.

    Deswegen aber bekomme ich, mein Mann oder befreundete schwule Männer sicherlich keine Depressionen. Ganz im Gegenteil- das macht mich eher wütend anstatt depressiv. Aber zumindest die Erbschaftssteuerreform scheint jetzt positiv zu kommen. Dann fehlt in erster Linie "nur noch" die Einkommenssteuergesetzanpassung an die ELP sowie das volle Adoptionsrecht nichtleiblicher Kinder.

    Von der Grundaussage der Studie fühle ich mich jedenfalls Lichtjahre entfernt.
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#10 _sic_
  • 17.09.2008, 19:17h
  • Antwort auf #4 von gerd
  • Erstens mal ist das eine Metastudie und keine blosse Studie. Die herangezogenen Studien stammen zum größtenteil aus dem Jahr 2003, die älteste stammt von 1997. Ich würde das durchaus als aktuell gelten lassen.

    Die von Dir aufgeworfene Altersfrage, kann ich dir beantworten. Einge der Studien erfassen tatsächlich dezidiert Jugendliche oder junge Erwachsene, aber eben nicht alle. Damit das ganze repräsentativ bleibt, gewichtet man diese Ergebnisse aufgrund demographischer Daten. Kurz gesagt: dein Einwand ist nichtig. Ein Grundproblem der Studie ist eher der Mangel an verwertbaren Daten, der dort auch erwähnt wird.

    Jede dieser Fragen hättest Du dir auch selbst beantworten können. Einfach im Originaltext nachschauen. Zweck deiner ganzen Rede ist wohl zu zeigen, daß die Erkenntnisse der Studie auf dich und dein Umfeld nicht zutreffen. Eine Übung, die Du dir auch sparen hättest können. Insofern es Dir nicht klar ist, stelle ich das mal in aller Deutlichkeit fest: repräsentative Studien treffen keine Aussagen über Individuen, sondern über die Gesamtheit der Bevölkerung.
    (Außer natürlich Du brauchts diese Selbstdarstellung zur Stützung eines bestimmten Selbstverständnisses. In diesem Fall: Mein Beileid).

    Was folgende von Dir geäußerte Behauptung angeht:
    "Spätestens ab 30 ist das Selbstbewusstsein so stark als offen schwuler Mann/lesbische Frau vorhanden, das da keine Depressionen mehr aufgrund gesellschaftlicher Verhältnisse möglich sind. "

    Naja mir war nicht klar das Selbstbewusstsein eine Eigenschaft ist, die altersbedingt unweigerlich zu Tage tritt. Davon agesehen muß ich sagen: Chapeau! Ein Meisterstück an Dummheit oder blankem Zynismus. Wenn wie Du meinst die Erkenntnisse der Studie auf vornehmlich jüngere Schwule zutrifft , sind die von dir ins Feld geführten 30+ Schwulen wohl kaum selbstbewusster weil gefestiger, sondern wohl eher über 30, weil selbstbewusster. Der Rest hat sich nähmlich schon in früheren Jahren umgebracht und das auch nur weil sie ein Problem mit ihrem "inneren Coming Out" hatten, sprich mit sich selbst. Wer das überlebt hat, bringt sich wenn überhaupt höchstens aus gutbürgerlichen Gründen um.
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#11 hwAnonym
  • 17.09.2008, 19:31h
  • Es gibt auch Terroropfer.
    Schwul, einsam & arm.
    Die werden mehr.
    Jeder weiß warum.

    Auch Wolfgang S. holt sich frisches Obst und was sonst noch so gespendet wird. Er versucht, davon so viel wie möglich einzufrieren, um vorzusorgen:

    "Das ist die absolute Katastrophe, die ich sehe. Wenn hier etwas von meinem Haushalt kaputt geht. Ich weiß nicht, wie ich das finanzieren soll, wie ich eine Reparatur bezahlen soll. Ich weiß es einfach nicht."

    Projekte der Armutskonferenz zeigen, dass viele Hartz-IV-Empfänger vereinsamen und mutlos werden, weil sie ohne Geld kaum noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Der Vorsitzende der saarländischen Armutskonferenz, Egbert Ulrich, kennt inzwischen auch Menschen, denen Selbstmordgedanken längst nicht mehr fremd sind:

    "Wer arm ist, wird auch schneller depressiv und hat auch größere Schwierigkeiten mit chronischen Erkrankungen. Das Leben in Armut ist nichts für Weichlinge, und es macht ganz bestimmt keinen Spaß."
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#12 XDAAnonym
  • 17.09.2008, 19:32h
  • Man könnte die Studie erweitern und untersuchen, ob die Depressionswahrscheinlichkeit und die Suizidrate bei "femininen" Homosexuellen höher ist, als bei "maskulinen". Ich tippe, dass die Rate bei ersteren signifikant höher ist, da diese einen [offensichtlich] höheren Druck durch die Gesellschaft ausgesetzt sind, genau wie Transsexuelle - eben durch die Probleme, welche sich durch die ANdersartigkeit ergeben ...
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#13 KonstantinEhemaliges Profil
  • 17.09.2008, 19:57h
  • Antwort auf #12 von XDA
  • Schwule neigen höchstens aus DEM Grund eher zu Depressionen, weil sie beim Coming-Out immer noch teilweise von der Gesellschaft, Familie und Freunden gemobbt oder verstoßen werden! Also ist nicht die HS Auslöser der Depression, sondern die Umwelt!
    Frei nach Rosa von Praunheim:
    "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Gesellschaft in der er lebt!"
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#14 antosProfil
#15 DirkAnonym
  • 17.09.2008, 22:02h
  • Ja, ich bin psychisch krank.
    Ich leide unter Angstzuständen, und
    dazu stehe ich.
    Das hat nichst damit zu tun, das ich
    schwul bin.
    Die hätte ich auch wenn ich hetero wäre.
    Aber ich kämpfe dagegen an, und lasse mich
    von der scheiß Angst nicht unterkriegen.
    Man muss sich immer nur sagen:
    "Ganz ruhig. Alles wird gut"
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#16 XDAAnonym
#17 SaschaEhemaliges Profil
  • 17.09.2008, 23:09h
  • Oh Gerd, auf welchem Planeten lebst du eigentlich???

    Ich habe in letzter Zeit recht intensiv mit männlichen Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren zu tun, und es ist geradezu Himmel schreiend, wie aggressiv sich in dieser Altersgruppe der Druck der heteronormativen Gesellschaft mit ihrer Zwangs-Hetero-Indoktrination bemerkbar macht.

    Diese Hetero-Aggression ist dank unserer manisch hetero- (!) sexualisierten, kommerziellen Massenmedien (allen voran VIVA, MTV und Co.) in Wahrheit so groß wie noch nie zuvor. Man muss schon blind und taub sein - und gar die offiziellen Studien der von dir doch so heiß geliebten Bundesregierung ignorieren (aber keine Sorge, dass tut diese selbst ja auch) - um die Tatsache zu verkennen, dass Homophobie und die Angst vor dem Anderssein gerade unter jungen Männern wieder massiv auf dem Vormarsch sind.
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#18 stromboliProfil
#19 gerdAnonym
  • 18.09.2008, 00:46h
  • @sic
    Ist schon klar, dass solche Studien Aussagen für die Gesamtbevölkerung treffen und nicht für einzelne Individuen. Gleichwohl kann ich durchaus hier meine eigenen Erfahrungswerte schildern, die ich so habe. Das heißt dann natürlich logo noch lange nicht, dass ich damit diese Studien entkräften würde. Aber mein eigener Eindruck ist halt ein ganz anderer, was die Altersstufe 30+ angeht, als die britische Studie in ihrer Allgemeinaussage hergibt.

    Deine Schlussfolgerung am Ende deiner Ausführungen, dann müßten sich die unter 30jährigen zwischenzeitlich umgebracht haben, ist verkehrt gedacht und unlogisch. Denn durchaus räume ich ein, dass in der inneren Coming-Out-Phase Depressionen bei einigen homosexuellen Menschen auftreten können; aber durchaus schaffen auch diejenigen, die in dieser Phase mit Depressionen kämpfen sollten, danach den Sprung zum starken Selbstbewusstsein. Die bringen sich nicht alle um, wie du folgerst, sondern das dürfte minimal nur der Fall sein.

    Und je mehr ich über mein schwules Umfeld nachdenke, desto weniger kann ich da überhaupt einen einzigen homosexuellen Menschen nennen, der an Depressionen aufgrund gesellschaftlichen Aussendrucks wegen der Homosexualität leidet. Ich kenne keinen, der da im Jahre 2008 als homosexueller Mensch mit über 30 Jahren in Deutschland noch drunter leidet.

    Meines Erachtens ist das grosses Gesülze und Gelaber, das eher dem Themenfeld zugehört: "Ach ich möchte jetzt gern Aufmerksamkeit, also spiele ich einmal den unterdrückten, armen Mann". Das ganze hat in diesen Fällen aber nicht mit Depressionen zu schaffen, sondern gehört in die Rubrik mancher Szenetratsche, die sich so Aufmerksamkeit verschafft.

    Wie aber bereits geschrieben, dieses Symptom gilt nicht bei jungen Leuten, die noch in der inneren Coming-Out Phase stecken, da diese Phase erstmal gut durchschifft werden muß. Das vor/in dieser Phase Depressionen entstehen können, ist auf jeden Fall möglich, wenn auch nicht zwingend bei allen homosexuellen Menschen.
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#20 gerdAnonym
  • 18.09.2008, 00:54h
  • @Sascha
    Genau deine Beschreibung bestätigt meine Sichtweise. Das ist doch für homosexuelle Menschen über 30 "piepegal", was so pubertierende Jugendliche so alles von sich geben. Das hat NULL Auswirkung auf mein Denken oder mein Selbstbewusstsein. Darüber kann ich höchstens lachen, wenn da ein 17jähriger meint, er müsse einen auf homophoben Heteroproll machen. Was anderes wäre wahrscheinlich, wenn ich selbst noch 16 oder 17 wäre. Das könnte dann durchaus Wirkung gehabt haben, da ich damals noch vor meiner Coming Out Phase stand.

    Das ist auch der Grund, warum ich diese Studie in seiner Gesamtheit fragwürdig halte, da ich Altersklassifizierungen hier für angebracht hielte und diese allgemeine Aussage ohne Berücksichtigung des Alters für sehr fragwürdig halte.
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#21 KonstantinEhemaliges Profil
  • 18.09.2008, 07:24h
  • Antwort auf #19 von gerd
  • "Gleichwohl kann ich durchaus hier meine eigenen Erfahrungswerte schildern, die ich so habe."
    Die Frage isr nur, wen das hier interessiert. Du scheinst ein ausgeprägtes Ego-Mitteilungsbedürfnis zu haben, was wiederum auf auf ein mangelndes Ego schliessen lässt. Zuhause hört dir keiner zu, keine Freunde. Also musst du zwanghaft die Leute hier vollschwätzen, was für ein toller, schwuler angepasster Hecht du doch bist. Wahrscheinlich wohnst du irgendwo in Unteroberammergau und deine katholischen Nachbarn stopfen dir am Wochenende HUndescheisse in den Briefkasten. Typischer Fall!
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#22 Krzyszek
  • 18.09.2008, 08:53h
  • Antwort auf #21 von Konstantin
  • Warum stellst du hier Behauptungen über jemanden auf, den du gar nicht kennst, nur weil dir seine Meinung nicht passt? Nimm sie doch einfach zur Kenntnis. Wenn Gerd diese Erfahrungen gemacht hat, die er hier schildert, und sie im Gegensatz zu dem stehen, was die Studie besagt, ist das doch in Ordnung.

    Meinst du denn, deine mehr oder weniger qualifizierten "Ergüsse" interessierten hier immer alle?
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#23 sajoAnonym
  • 18.09.2008, 11:47h
  • Kann mich Krzyszek nur anschließen und finde es auch unmöglich, wie Gerd, der sich immer sehr differenziert äußert und die Dinge meistens erst mal positiv sieht, und hier noch nie jemanden für seine Meinung angegriffen hat, von Konstantin (sowieso ein Oberpöbler) und anderen so angegriffen wird.
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#24 DURAL DELUXEAnonym
  • 18.09.2008, 12:05h
  • Antwort auf #22 von Krzyszek
  • "Wenn Gerd diese Erfahrungen gemacht hat, die er hier schildert, und sie im Gegensatz zu dem stehen, was die Studie besagt, ist das doch in Ordnung."

    er schildert sie aber nicht als seine erfahrungen, sondern er leitet daraus mal eben allgemein gültige tatsachen ab: "X ist unmöglich, bei meinem mann und unserem freundeskreis ist es schließlich auch nicht so, also ist X einfach unmöglich. alles andere ist lüge und falsch". ist das irgendwie sinnvoll?
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#25 Super Mario als PastafarianerAnonym
  • 18.09.2008, 14:29h
  • Antwort auf #23 von sajo
  • Von wegen, Gerd hat noch nie jemanden hier für seine Meinung angegriffen. An anderer Stelle er Gerd meinen religiösen Glauben als Humbug bezeichnet, was mich sehr in meinen religiösen Gefühlen verletzt hat.
    Dabei glaubt doch gerade er als Lutheraner an den größten Humbug überhaupt. Das war schon ein ziemlich starkes Stück.
    Nee, so lieb und nett ist Gerd auch wieder nicht.
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#26 Super Mario als PastafarianerAnonym
#27 Krzyszek
  • 18.09.2008, 16:52h
  • Antwort auf #24 von DURAL DELUXE
  • Ich weiß nicht, wie du zu deinen Schlussfolgerungen kommst, aber Gerd sagt jedesmal ganz deutlich, dass es sich um seine persönlichen Erfahrungen handelt, die beträchtlich von den Ergebnissen der Studie abweichen.

    Er sagt auch nicht, dass die Studie per se falsch ist, sondern, dass sie seiner Meinung nach hätte differenzieren müssen zwischen Jugendlichen in ihrer Coming-out-Phase und Schwulen ab 30.
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#28 OstrogothAnonym
  • 03.06.2018, 15:47h
  • Erschwerend hinzu kommt das Risiko des Vereinsamens. Man ist selber psychisch angeschlagen (Stress, Rückschläge im Leben), jedoch glücklicherweise von einer totalen Depression, Psychose, was-auch-immer, weit entfernt; dessen ungeachtet ist der Wunsch nach Kontakt vorhanden, aber da draussen gibt es gefühlt viele Schwule mit ihren mal mehr und mal weniger ausgeprägten Marotten und Baustellen, die der Einzelne sich irgendwann nicht (mehr länger) antun will und kann.
    Als junger Mann sah ich drüber hinweg und akzeptierte die "Vogelhaftigkeit" meiner Lovers. Heute, mit 40, ist bei mir der Nerv dafür durchgescheuert.
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