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Einzelkommentar zu:
Studie: Schwule neigen eher zu Depressionen


#4 gerdAnonym
  • 17.09.2008, 15:14h
  • Antwort auf #2 von Malte
  • @Malte
    Meines Erachtens ist die Altersfrage hier eine sehr zentrale Frage in der Studie. Je älter man wird, desto weniger ist man von solchen rechtskonservativen oder rechtsradikalen Personen (siehe NPD) beeinflussbar.

    Spätestens ab 30 ist das Selbstbewusstsein so stark als offen schwuler Mann/lesbische Frau vorhanden, das da keine Depressionen mehr aufgrund gesellschaftlicher Verhältnisse möglich sind. Das Gegenteil tritt eher ein, dass man über solche rechten Personen eher nur noch "drüber lächelt", da die innere Selbststärke nicht mehr zu torpedieren ist. Anders würde es vielleicht ausschauen, wenn ich in einem Land wie Iran oder Jemen aufgewachsen wäre und heute leben müßte, da mögen dann aufgrund Illegalität und hoher gesellschaftlicher Hürden Depressionen auch schneller vorhanden sein/sich aufbauen.

    Aber hier in Deutschland oder überhaupt in Nord-West-Mitteleuropa sehe ich das im Jahre 2008 mittlerweile sehr easy, was das Thema Homosexualität angeht.

    Viel schwerer ist da das Thema, berufliche Existenzssicherung und die Anforderungen des Berufes, die zu bewältigen sind. (dies ist aber etwas, womit Heterosexuelle und Homosexuelle gleichermaßen hart zu kämpfen haben; da erkenne ich keine Unterschiede). Ich kenne Homosexuelle/Heterosexuelle in gleichem Ausmaß, die super easy ihren Beruf machen und ich kenne auch genügend, die das hohe Probleme bis zu Depressionen bereitet. So kenne ich sowohl Homosexuelle/Heterosexuelle mit finanziellen Problemen als auch genügend die eigenes Haus mit Garten haben und jedes Jahr in Urlaub fliegen.

    Also daher bleibe ich dabei, die Studie macht nur Sinn, wenn Sie nach Alterstufen sich gliedern sollte und wenn sie insbesondere nach innerer Coming-Out-Phase zeitlich unterscheidet.

    Ich glaube immer noch, dass die größte Schwierigkeit in jungen Jahren darin besteht, sich selbst einzugestehen, dass man schwul/lesbisch ist. Hat man dies geschafft und für sich voll akzeptiert, kann das Leben genauso normal verlaufen, wie bei jedem anderen Hetero auch. Den einizigen Unterschied sehe ich bei schwulen Männern in Deutschland (nicht bei Lesben), im Thema "eigene Kinder". Während Lesben spätestens mit der Stiefkindadoption das Thema jetzt gelöst haben, sieht dies bei schwulen Paaren anders aus. Wenn dort schwule Männer einen hohen Kinderwunsch haben, sind die Hürden in Deutschland immer noch sehr, sehr hoch. Das betrifft aber nur diejenigen schwulen Männer, die Kinder gern hätten. Ich kenne auch viele, viele schwule Männer, die das gar nicht wollen.
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