Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=9349
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Studie: Schwule neigen eher zu Depressionen


#11 hwAnonym
  • 17.09.2008, 19:31h
  • Es gibt auch Terroropfer.
    Schwul, einsam & arm.
    Die werden mehr.
    Jeder weiß warum.

    Auch Wolfgang S. holt sich frisches Obst und was sonst noch so gespendet wird. Er versucht, davon so viel wie möglich einzufrieren, um vorzusorgen:

    "Das ist die absolute Katastrophe, die ich sehe. Wenn hier etwas von meinem Haushalt kaputt geht. Ich weiß nicht, wie ich das finanzieren soll, wie ich eine Reparatur bezahlen soll. Ich weiß es einfach nicht."

    Projekte der Armutskonferenz zeigen, dass viele Hartz-IV-Empfänger vereinsamen und mutlos werden, weil sie ohne Geld kaum noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Der Vorsitzende der saarländischen Armutskonferenz, Egbert Ulrich, kennt inzwischen auch Menschen, denen Selbstmordgedanken längst nicht mehr fremd sind:

    "Wer arm ist, wird auch schneller depressiv und hat auch größere Schwierigkeiten mit chronischen Erkrankungen. Das Leben in Armut ist nichts für Weichlinge, und es macht ganz bestimmt keinen Spaß."
  • Antworten » | Direktlink »
#12 XDAAnonym
  • 17.09.2008, 19:32h
  • Man könnte die Studie erweitern und untersuchen, ob die Depressionswahrscheinlichkeit und die Suizidrate bei "femininen" Homosexuellen höher ist, als bei "maskulinen". Ich tippe, dass die Rate bei ersteren signifikant höher ist, da diese einen [offensichtlich] höheren Druck durch die Gesellschaft ausgesetzt sind, genau wie Transsexuelle - eben durch die Probleme, welche sich durch die ANdersartigkeit ergeben ...
  • Antworten » | Direktlink »
#13 KonstantinEhemaliges Profil
  • 17.09.2008, 19:57h
  • Antwort auf #12 von XDA
  • Schwule neigen höchstens aus DEM Grund eher zu Depressionen, weil sie beim Coming-Out immer noch teilweise von der Gesellschaft, Familie und Freunden gemobbt oder verstoßen werden! Also ist nicht die HS Auslöser der Depression, sondern die Umwelt!
    Frei nach Rosa von Praunheim:
    "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Gesellschaft in der er lebt!"
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#14 antosProfil
#15 DirkAnonym
  • 17.09.2008, 22:02h
  • Ja, ich bin psychisch krank.
    Ich leide unter Angstzuständen, und
    dazu stehe ich.
    Das hat nichst damit zu tun, das ich
    schwul bin.
    Die hätte ich auch wenn ich hetero wäre.
    Aber ich kämpfe dagegen an, und lasse mich
    von der scheiß Angst nicht unterkriegen.
    Man muss sich immer nur sagen:
    "Ganz ruhig. Alles wird gut"
  • Antworten » | Direktlink »
#16 XDAAnonym
#17 SaschaEhemaliges Profil
  • 17.09.2008, 23:09h
  • Oh Gerd, auf welchem Planeten lebst du eigentlich???

    Ich habe in letzter Zeit recht intensiv mit männlichen Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren zu tun, und es ist geradezu Himmel schreiend, wie aggressiv sich in dieser Altersgruppe der Druck der heteronormativen Gesellschaft mit ihrer Zwangs-Hetero-Indoktrination bemerkbar macht.

    Diese Hetero-Aggression ist dank unserer manisch hetero- (!) sexualisierten, kommerziellen Massenmedien (allen voran VIVA, MTV und Co.) in Wahrheit so groß wie noch nie zuvor. Man muss schon blind und taub sein - und gar die offiziellen Studien der von dir doch so heiß geliebten Bundesregierung ignorieren (aber keine Sorge, dass tut diese selbst ja auch) - um die Tatsache zu verkennen, dass Homophobie und die Angst vor dem Anderssein gerade unter jungen Männern wieder massiv auf dem Vormarsch sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#18 stromboliProfil
#19 gerdAnonym
  • 18.09.2008, 00:46h
  • @sic
    Ist schon klar, dass solche Studien Aussagen für die Gesamtbevölkerung treffen und nicht für einzelne Individuen. Gleichwohl kann ich durchaus hier meine eigenen Erfahrungswerte schildern, die ich so habe. Das heißt dann natürlich logo noch lange nicht, dass ich damit diese Studien entkräften würde. Aber mein eigener Eindruck ist halt ein ganz anderer, was die Altersstufe 30+ angeht, als die britische Studie in ihrer Allgemeinaussage hergibt.

    Deine Schlussfolgerung am Ende deiner Ausführungen, dann müßten sich die unter 30jährigen zwischenzeitlich umgebracht haben, ist verkehrt gedacht und unlogisch. Denn durchaus räume ich ein, dass in der inneren Coming-Out-Phase Depressionen bei einigen homosexuellen Menschen auftreten können; aber durchaus schaffen auch diejenigen, die in dieser Phase mit Depressionen kämpfen sollten, danach den Sprung zum starken Selbstbewusstsein. Die bringen sich nicht alle um, wie du folgerst, sondern das dürfte minimal nur der Fall sein.

    Und je mehr ich über mein schwules Umfeld nachdenke, desto weniger kann ich da überhaupt einen einzigen homosexuellen Menschen nennen, der an Depressionen aufgrund gesellschaftlichen Aussendrucks wegen der Homosexualität leidet. Ich kenne keinen, der da im Jahre 2008 als homosexueller Mensch mit über 30 Jahren in Deutschland noch drunter leidet.

    Meines Erachtens ist das grosses Gesülze und Gelaber, das eher dem Themenfeld zugehört: "Ach ich möchte jetzt gern Aufmerksamkeit, also spiele ich einmal den unterdrückten, armen Mann". Das ganze hat in diesen Fällen aber nicht mit Depressionen zu schaffen, sondern gehört in die Rubrik mancher Szenetratsche, die sich so Aufmerksamkeit verschafft.

    Wie aber bereits geschrieben, dieses Symptom gilt nicht bei jungen Leuten, die noch in der inneren Coming-Out Phase stecken, da diese Phase erstmal gut durchschifft werden muß. Das vor/in dieser Phase Depressionen entstehen können, ist auf jeden Fall möglich, wenn auch nicht zwingend bei allen homosexuellen Menschen.
  • Antworten » | Direktlink »
#20 gerdAnonym
  • 18.09.2008, 00:54h
  • @Sascha
    Genau deine Beschreibung bestätigt meine Sichtweise. Das ist doch für homosexuelle Menschen über 30 "piepegal", was so pubertierende Jugendliche so alles von sich geben. Das hat NULL Auswirkung auf mein Denken oder mein Selbstbewusstsein. Darüber kann ich höchstens lachen, wenn da ein 17jähriger meint, er müsse einen auf homophoben Heteroproll machen. Was anderes wäre wahrscheinlich, wenn ich selbst noch 16 oder 17 wäre. Das könnte dann durchaus Wirkung gehabt haben, da ich damals noch vor meiner Coming Out Phase stand.

    Das ist auch der Grund, warum ich diese Studie in seiner Gesamtheit fragwürdig halte, da ich Altersklassifizierungen hier für angebracht hielte und diese allgemeine Aussage ohne Berücksichtigung des Alters für sehr fragwürdig halte.
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel