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  • 18. September 2008 9 2 Min.

Trash-Horror: Regisseur Bruce LaBruce erweckt in "Otto; or Up With Dead People" einen schwulen Zombie zum Leben, der auf seinen Ex-Freund trifft.

Von Carsten Weidemann

Ein junger Zombie namens Otto taucht an einer abgelegenen Landstraße auf. Er hat nicht die geringste Ahnung, woher er kommt und wohin er will. Nachdem er als Anhalter nach Berlin gelangt ist und ein Unterkommen in einem stillgelegten Vergnügungspark gefunden hat, erkundet er die Stadt. Schon nach kurzer Zeit wird die Underground-Regisseurin Medea Yarn auf ihn aufmerksam. Sie beginnt mit den Aufnahmen zu einem Dokumentarfilm über ihn und wird dabei von ihrer Freundin Hella Bent sowie ihrem Bruder Adolf, der die Kamera führt, unterstützt.

Gleichzeit ist Medea bemüht, "Up With Dead People" fertigzustellen – einen episch angelegten Polit-Porno-Zombie-Streifen, an dem sie schon seit Jahren werkelt. Sie überredet ihren Hauptdarsteller Fritz Fritze, den sensiblen Otto in seinem Gästezimmer aufzunehmen. Als Otto eine Brieftasche entdeckt, die Informationen über seine Vergangenheit enthält, beginnt er, sich an Einzelheiten aus der Zeit vor seinem Tod zu erinnern – zum Beispiel an seinen Ex-Freund Rudolf. Er arrangiert ein Treffen mit ihm auf jenem Schulhof, auf dem sich die beiden zum ersten Mal begegneten … und zwar mit verheerenden Folgen.

Youtube | Otto-Trailer

Bruce LaBruce mochte schon immer das Horror-Genre, die Realisierung des Films machte ihm entsprechend viel Spaß. Zudem sind die meisten seiner Filme expliziz sexuell, und da macht "Otto" keine Ausnahme. "Der Gedanke an einen Zombieporno faszinierte mich, denn so etwas ist absolut folgerichtig: der Zombiekörper ist durchlässig, verfallen, man kann sich seine bevorzugten Öffnung suchen. Ich denke, daß Zombiepornos die Zukunft des Genres sein werden. Außerdem: Wer je in einem Park gecruist hat oder in den Gängen einer Sauna, der weiß, dass das wie bei der ‚Nacht der lebenden Toten‘ sein kann", meint LaBruce mit einem Augenzwinkern.

-w-

#1 Tim_Chris
  • 18.09.2008, 09:59hBremen
  • Beeindruckender und aussagekräftiger Trailer zum Film
    Vom Trailer abgesehen klingt es tatsächlich ganz spannend und interessant. Ein Zombieporno ist mal was anderes.
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#2 maaartinAnonym
  • 18.09.2008, 11:08h
  • hmm, porno ist ein wenig übertrieben. jedenfalls wird weniger als in raspberry reich und den anderen filmen davor gevögelt. neben trash und humor dominiert hier eher schwule verwesungsromantik. ein schöner film. nicht nur für szeneleichen.
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#3 hwAnonym