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- 09. Oktober 2008 1 Min.
In staatlichen Kirchen in Norwegen dürfen keine gleichgeschlechtlichen Ehen geschlossen werden. Das hat die Bischofskonferenz beschlossen.
Wie die Zeitung "Aftenposten" berichtet, dürfen Homo-Paare auch nicht gesegnet werden. Pfarrer der "norske kirke" dürfen im Gottesdienst lediglich für schwule oder lesbische Paare beten. In Norwegen werden anders als in Deutschland kirchlich geschlossene Ehen auch vom Staat anerkannt.
Im Juni hatte das norwegische Parlament beschlossen, die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen (queer.de berichtete). Das Gesetz wird im Januar 2009 in Kraft treten. Das fortschrittliche Land hatte bereits 1993 Eingetragene Partnerschaften erlaubt. Norwegen ist nach den Niederlanden, Belgien, Kanada, Südafrika und Spanien das sechste Land, das Schwulen und Lesben bei der Eheschließung gleich behandelt.
Erst 2007 hat die evangelisch-lutherische Kirche in Norwegen schwule und lesbische Pfarrer zugelassen (queer.de berichtete). Allerdings dürfen Pfarrer weiterhin Geistliche wegen deren Homosexualität ablehnen (queer.de berichtete).
85 Prozent der Norweger sind Mitglied in der Staatskirche. (dk)














