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- 17. Oktober 2008 2 Min.
Jetzt kommt die Wahrheit ans Licht: Vor seinem tödlichen Unfall vergnügte sich Jörg Haider in einem Szeneclub in Klagenfurt.
Von Carsten Weidemann
Wo war Jörg Haider eigentlich, bevor er betrunken in den Wagen stieg und den tödlichen Unfall durch überhöhte Geschwindigkeit verursachte? Die österreichischen Medien berichteten in den ersten Tagen nur von einer "Geburtstagsfeier" und von einem "Lokal". Ein bisschen Recherche hätte genügt, um herauszufinden, was jetzt die Staatsanwaltschaft in ihrem offiziellen Bericht darlegte. Jörg Haider kam am besagten Samstag um 0.15 Uhr in der Bar "Zum Stadtkrämer" an. Der rechtsgerichtete österreichische Politiker saß um 0.45 Uhr wieder am Steuer seines VW Phaeton und war eine halbe Stunde später tot. Das "Stadtkrämer" jedoch ist ein Treffpunkt der Klagenfurter Schwulen. Besitzer Hans-Peter Grasser bestätigte den Besuch Haiders gegenüber der Kärntner Tageszeitung.
Ein weiteres Indiz also für das, was seit Jahren lautstark gemunkelt wurde. Eine Gerüchteküche, an der sich die österreichischen Medien übrigens unüberhörbar beteiligten, ohne je direkt ein Outing zu wagen. Sie sprachen von "Haiders Buberlpartie" und meinten damit eine Gruppe von ehemals jungen österreichischen Politikern, die während der Zeit des politischen Aufstiegs von Jörg Haider zwischen 1986 und 1999 dessen engsten Kreis bildeten.
Auch zum Nachfolger Haiders in dessen Partei BZÖ, Stefan Petzner, gibt es solch eindeutigen Andeutungen. So berichtet die Wiener Zeitung: "Der erst 27-jährige Haider-Intimus, dessen stets braungebrannte, modisch gekleidete Erscheinung Reminiszenzen an Haiders alte 'Buberlpartien' weckt, scheint wie verloren in seiner Trauer um seinen besten Freund."
Bereits im Jahr 2000 hatten mehrere Prominente wie die Schriftstellerin Elfriede Jelinek und Regisseur Rosa von Praunheim offen über Haiders mögliche Homosexualität gesprochen, die Berliner "tageszeitung" griff das Thema auf, und sorgte damit auch für eine Reaktion der HOSI Wien, der wichtigsten schwul-lesbischen Interessensvertretung in Österreich.
Die Familie Haiders versucht derweil, das Schweigen aufrecht zu erhalten. Sie hat jetzt Klage gegen den Staatsanwalt wegen Amtsgeheimnisverletzung eingereicht.
Links zum Thema:
» Dokumentation der HOSI Wien über das Outing im Jahr 2000
Mehr zum Thema:
» Haider tödlich verunglückt (11.10.08)















geradezu obszön banal, dass sich das verklemmte schwuchtelverhalten bestätigt.
in der offiziellen presse wird nur von neueröffnung der klagenfurter szenelocation gesprochen, nicht von einem schwulentreff, lustig !
den recherchen zufolge entsprach der alkoholpegel 8 doppelten schnäpsen, bisserl heftig in 30 minuten, angeblich war er vorher noch nüchtern.