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- 23. Oktober 2008 1 Min.
Beim Berliner "Runden Tisch: Gemeinsam gegen Homophobie" müssen relevante Organisationen der schwul-lesbischen Community außen vor bleiben.
Weder der Verein Mann-O-Meter noch der Berliner CSD e.V. wurden vom Integrationsbeauftragten Günter Piening und der Gleichstellungsstelle des Senats eingeladen.
"Geradezu absurd ist es, dass auch das Schwule Überfalltelefon Maneo nicht eingeladen wurde", kritisierte der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD): "Wie will man die geplante ‚Bestandsaufnahme von homophoben Vorkommnissen in Berlin‘ vornehmen, wenn die einzige Institution, die schwulenfeindliche Vorkommnisse registriert, nicht dabei ist?"
Der LSVD will diese Problematik nun in seinem Statement zum Runden Tisch am nächsten Dienstag vor Ort ansprechen: "Es ist eine vertane Chance, wenn diese wichtige Veranstaltung durch eine verfehlte Einladungspolitik von vorneherein in Frage gestellt wird!", so Verbandssprecher Alexander Zinn.
Hintergrund der Einberufung des Runden Tisches ist die unter Berliner Schülern weit verbreitete Homosexuellenfeindlichkeit. So halten es 69,2 Prozent der türkischen und 28,9 Prozent der deutschen Jugendlichen für "abstoßend", wenn sich zwei Männer auf der Straße küssen. Das ergab die so genannte "Simon-Studie", die vor einem Jahr von Integrationssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner vorgestellt wurde. Konkreter Anlass ist der schwulenfeindliche Hetz-Artikel, der in der April-Ausgabe des arabischen Magazins "al-Salam" erschien. Darin war offen zur Ausgrenzung Homosexueller aufgerufen worden. Indirekt wurde sogar ihre Tötung befürwortet. (pm)














