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- 24. Oktober 2008 1 Min.
Die Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner, Sarah Palin, fordert ein Verbot der Ehe für Lesben und Schwule in der US-Bundesverfassung. Damit widerspricht sie sogar ihrem Chef John McCain, der die Homo-Ehe zwar ebenfalls ablehnt, die gesetzlichen Regelungen aber den einzelnen Bundesstaaten überlassen will.
In einem Interview mit dem "Christian Broadcasting Network" führte Palin aus, dass sie bereits 1998 für ein Verbot von Homo-Ehen in ihrer Heimat Alaska gestimmt habe: "Ich habe wie die große Mehrheit der Bevölkerung von Alaska für eine Verfassungsänderung gestimmt, die die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau bestimmt. Ich würde mir wünschen, das auch auf Bundesebene durchzusetzen. Ich unterstütze die Homo-Ehe nicht."
Nichtsdestotrotz sieht sich Palin selbst als "tolerant". Dem US-Fernsehsender CBS erzählte sie, dass eine ihrer besten Freundinnen lesbisch sei. Im TV-Duell mit dem demokratischen Vizepräsidentschaftskandidatin Joe Biden hatte die Gouverneurin von Alaska angeregt, dass schwul-lesbische Paare "Verträge zwischen Parteien" abschließen sollten. Auch ein Besuchsrecht für homosexuelle Partner im Krankenhaus würde eine McCain-Palin-Regierung "nicht in Frage stellen". (cw)









