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  • 24. Oktober 2008 20 3 Min.

Zu viel geheult um seinen "Lebensmenschen": Jörg Haiders Ex-Pressesprecher und vermeintlicher Lover Stefan Petzner durfte nicht BZÖ-Klubchef im österreichischen Nationalrat werden.

Von Carsten Weidemann

Er bezeichnete Jörg Haider als seinen "Lebensmenschen" und konnte in den ersten Interviews nach dem Unfall seiner Tränen und seiner Trauer kaum Herr werden: Stefan Petzner, 27-jähriger Ex-Pressesprecher des Rechtspopulisten und sein Nachfolger im Parteivorsitz. Doch die öffentlich ausgeschlachtete Homo-Affäre hat der politische Kometenkarriere von Haiders "Nebenwitwer" (taz) nun einen Dämpfer verpasst: Seine Parteifreunde vom Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) wählten am Donnerstag nicht ihn, sondern 43-jährigen Kärntner Josef Bucher zum neuen Fraktionsvorsitzenden (Klubobmann) im Nationalrat.

Petzner galt ursprünglich als alleiniger Kandidat für die Position des Klubobmanns. Nach der Abstimmung erklärte er, er selbst habe Bucher vorgeschlagen. Petzner selbst wurde in der Sitzung zu einem der fünf Stellvertreter Buchers gewählt

Zum Ärger der Parteifreunde hatte Stefan Petzner die Homo-Gerüchteküche mit manchen Äußerungen selbst angeheizt. "Was den Jörg und mich betrifft, war es mehr. Es war umfassend – in vielen Facetten, auf vielen Ebenen", beschrieb der 27-Jährige etwa in der TV-Sendung "Frühstück bei mir" sein Verhältnis zu Haider. Der junge BZÖ-Chef bezog in seine Beschreibungen auch die Witwe des ehemaligen Parteichefs mit ein. "Sie hat ihn geliebt als Frau, er hat sie geliebt als Mann. Ich habe ihn auf eine ganz andere und eigene Weise geliebt. Sie hat das verstanden." Spätere Versuche, die Ausstrahlung der Sendung zu verhindern, blieben erfolglos.

In der österreichischen Frauenzeitschrift "Madonna", berichtete unterdessen Petzners Schwester Christiane, dass ihr Bruder den Kärntner Landeshauptmann bereits "als Kind verehrt" habe: "Drei Viertel seiner Zeit hat er mit Haider verbracht, auch die Wochenenden und Feiertage." Haider habe es sehr geschätzt, dass Petzner in manchen Dingen ein Gegenpart war. "So hat jeder gekriegt, was er brauchte", erklärte die 30-Jährige. Über die sehr enge und vertraute Verbindung zwischen dem umstrittenen Kärntner Landeshauptmann und seinem 27-jährigen Pressesprecher sei Haiders Ehefrau jedoch nicht glücklich gewesen: "Manchmal war Claudia Haider auch eifersüchtig auf Stefan, weil der mehr Zeit mit ihrem Mann verbracht hat als sie", plauderte Christiane Petzner.

Im Kärntner Szenemagazin "Monat" hatte sich Stefan Petzner kürzlich noch als Hetero geoutet und dort ausführlich über sein erstes Mal berichtet: "Sie war süße 16, hieß Petra und war meine erste große Liebe." Als "unschuldiger Junge vom Lande" habe er "null Ahnung" gehabt, als er mit Petra im Bett gelegen habe. "Ich war irrsinnig nervös", erinnert er sich. Nur so ist es zu erklären, warum er mittendrin plötzlich sagte: "Ich mag nimmer. Irgendwie find i das komisch. Hör ma auf!"

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#1 RabaukeAnonym
  • 24.10.2008, 13:56h
  • Also für mich sind die beiden ein Paar (gewesen). Das geht doch alles in die Richtung, oder was meint ihr? Vielleicht ist der Jörgi nicht ganz umsonst gestorben und es wird eines der innenpolitisch und innerparteilichen "coming out´s? Vielleicht haben dann unsere Brüder und Schwestern in Östereich bald das Standesamt offen.
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#2 xyAnonym
  • 24.10.2008, 14:27h
  • Also wenn ich mit Mädchen rumgemacht hätte, hätt ich das auch irgendwie komisch gefunden. LOL Übrigens ist es, ganz generell gesprochen, auch und gerade in schwulen Beziehungen sehr hilfreich, wenn der eine Beteiligte der Gegenpart des anderen ist. Zumindest ist bestimmten Situationen. (Ob wir diesbezüglich auch noch Näheres aus dem Hause Haider erfahren?)
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#3 maartinAnonym
  • 24.10.2008, 15:06h
  • ich hoffe, dass er zumindest die partnerkarte fürs solarium behalten darf
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