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- 29. Oktober 2008 2 Min.
Beim Dialog zwischen Vertretern von islamischen, Migranten- und Homo-Gruppen in Berlin gab es keine Einigung für konkrete Maßnahmen - der Lesben- und Schwulenverband zeigte sich enttäuscht und übte scharfe Kritik am Integrationsbeauftragten Günter Piening.
Am Dienstag trafen sich die Verbände auf Einladung von Piening. Die Runde ging jedoch nach zweistündiger Diskussion ohne Ergebnis auseinander. LSVD-Geschäftsführer Alexander Zinn erklärte, es sei eine "große Chance vertan" worden: Auf die Vorschläge des LSVD Berlin-Brandenburg für konkrete Maßnahmen gegen Homophobie konnte man sich nicht einigen. Eine Folgeveranstaltung wurde vom Integrationsbeauftragten abgelehnt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass nie mehr als eine bloße Schauveranstaltung geplant war."
Der LSVD hatte vorgeschlagen, eine Resolution zu verabschieden, die im Wortlaut weitgehend einem Schreiben des Berliner Innensenators Eckhart Körting (SPD) entsprach. Körting hatte darin einen schwulenfeindlichen Hetz-Artikel im arabischsprachigen Berliner Magazin "al-Salam" scharf verurteilt. Die Teilnehmer des "Runden Tisches gegen Homophobie" konnten sich jedoch nicht dazu durchringen, Körtings Position zu unterstützen. Auch die Einladung, gemeinsam eine Akzeptanzkampagne des LSVD unter dem Motto "Liebe verdient Respekt" zu unterstützen, wurde abgelehnt.
Schon im Vorfeld des Runden Tisches gab es Kritk, weil schwule Gruppen wie das Anti-Gewalt-Projekt Maneo von der Integrationsverwaltung nicht eingeladen worden waren (queer.de berichtete). Maneo wurde erst zwei Stunden vor der Veranstaltung aufgrund der öffentlichen Proteste zur Veranstaltung zugelassen. Andere zivilgesellschaftliche Akteure aus den Migrantencommunitys wie die Islamkritikerinnen Seyran Ates und Necla Kelek blieben außen vor, kritisierte der LSVD weiter.
"Es ist ein Trauerspiel, dass der Integrationsbeauftragte den Dialog zwischen muslimischen und homosexuellen Organisationen nicht nachhaltig fördert und mit einer einmaligen Veranstaltung abtun will", erklärte Zinn. "Das in der schwul-lesbischen Community verbreitete Unbehagen darüber, dass Politik und Verwaltung Homophobie, Diskriminierung und Gewalt nicht ernst genug nehmen, wird man so nicht entkräften können". (pm/dk)















unverständlich, dass politiker in dieser stadt, die einen überdurchschnittlichen anteil schwullesbischer bürger hat, so " schlappschwänzig " mit diesem problem umgehen.
allein die völlig unprofessionelle vorbereitung dieser veranstaltung zeigt das desinteresse der verantwortlichen deutlich.