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- 31. Oktober 2008 2 Min.
Der Vatikan will künftig Psychotests bei Priesteranwärtern durchführen, um festzustellen, ob bei ihnen "tiefsitzende homosexuelle Tendenzen" oder Pädophilie nachgewiesen werden kann.
Damit reagiert die Kirche auf eine Reihe von Skandalen wegen Kindesmissbrauchs. Die vatikanische "Kongregation für das Katholische Bildungswesen" erklärte am Donnerstag, diese Tests sollen nicht bei allen Kandidaten eingesetzt werden sondern nur in Einzelfällen. Hier sollen "manchmal krankhaft psychologische Defekte" festgestellt werden, die im Priesteramt nichts zu suchen hätten.
Homo-Gruppen beschuldigen die Kirche, das Thema Homosexualität hochzuspielen, um von ihren Pädophilie-Skandalen abzulenken. Kirchenvertreter haben Schwule immer wieder in die Nähe von Kinderschändern gerückt, wie etwa der spanische Bischof Bernardo Álvarez (queer.de berichtete). Erst nach einer Anzeige wegen Volksverhetzung nahm er den Vergleich zurück. Der Chef der italienischen Bischofskonferenz setzte Homosexualität nicht nur mit Pädophilie, sondern auch mit Inzest gleich (queer.de berichtete). Dabei hat Papst Benedikt XVI im März zugegeben, dass Pädophilie nichts mit Homosexualität zu tun habe (queer.de berichtete).
Die Kirche will mit den Tests unreife Bewerber erkennen, deren Leben von "stark affektiven Abhängigkeiten" bestimmt sei. Die Kandidaten dürfen allerdings nicht zu diesen Tests gezwungen werden. Ob die jungen Priesteranwärter nach einer Ablehnung des Tests in die Arbeitslosigkeit geschickt werden, sagte der Vatikan nicht.
Insbesondere in den USA wurden in letzter Zeit immer mehr Missbrauchsfälle bekannt, bei denen sich Priester an Kindern vergangen haben. Die Kirche musste bereits mehrere 100 Millionen Euro Entschädigungen im vergangenen und diesem Jahr an die Opfer zahlen. (dk)















"Heten wie Bene..."
Ich lach mich schlapp....
also wenn der keine Tucke ist.