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Kommentare zu:
100 Berliner demonstrieren gegen Homophobie


#1 InfernoProfil
  • 02.11.2008, 12:18hBerlin
  • Die Berliner Morgenpost schreibt dazu:

    "Zwischenfälle wie dieser sind der Polizei und den Opferverbänden seit Jahren bekannt. So registriert das „Schwule Überfall-Telefon“ laut dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg jährlich zwischen 200 und 300 Fälle. „Das Unsicherheitsgefühl und die Zahl der Pöbeleien haben eindeutig zugenommen“, sagte der Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg (LSVD), Alexander Zinn. „Das Klima auf der Straße ist rauer geworden.“ "

    Und schließt an:
    "Auffällig sei vor allem die Abneigung türkisch- und arabischstämmiger Jugendlicher gegen Homosexuelle."

    Türkisch-arabische Jugendliche also?

    Wird wohl wieder mal Zeit für einen neuen Runden Tisch zum Dialog gegen Homophobie!
    Den wir alle Wissen, man muss nur lange genug reden, damit sich alles in Wohlgefallen auflöst.

    Wer dagegen härtere Strafen, Abschiebungen etc. fordert, wird natürlich als Nazi und Faschist geoutet.

    PS: Hunert Leute waren aber reichlich wenig, wären neonazis die Täter hätte man wohl mit mehr Demonstranten rechnen können...aber so.
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#2 C'est Moi ...Anonym
  • 02.11.2008, 12:26h
  • Ich würde gerne mal wissen, wo die Herren Wowereit und Beck bei dieser Mahnwache waren.

    So weit ich weiß haben unsere homosexuellen Vorzeige-Politiker dort ihren Wohn- und hauptsächlichen Arbeitssitz.

    Vor den Islamisten und anderen Homo-Hassern im eigenen Land kriecht man natürlich und prangert lieber an, dass z.B. die litauische Bevölkerung zu homophob und somit nicht wirklich EU-tauglich ist.

    Sehr glaubwürdig. *lol*
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#3 Thom_ass1973
  • 02.11.2008, 12:40h
  • 100 Schwule und Lesben waren da! Kein Wunder das die Übergriffe zunehmen, diese "Gleichgültigkeit", dieses Verantwortung "abschieben" wird zu noch mehr Opfern führen! Die Frage nach Beck und Wowereit ist gerechtfertigt, dringender ist jedoch die Frage, WO STEHST DU ??? NIMM ENDLICH DEINE, EIGENE VERANTWORTUNG WAR!
    Tschuldigung aber 100 ist eine verdammt lächerliche Anzahl! Die wird bei jeder 4. klassigen Hochzeit auch erreicht!!
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#4 InfernoProfil
  • 02.11.2008, 15:16hBerlin
  • Antwort auf #3 von Thom_ass1973
  • "Tschuldigung aber 100 ist eine verdammt lächerliche Anzahl! Die wird bei jeder 4. klassigen Hochzeit auch erreicht!!"
    ---------------------------------------------

    Tröste dich, währen die Täter Rechte gewesen, wären es mehr Demonstranten geworden. Da sie es aber anscheinend nicht waren und die Morgenpost ausdrücklich und ungefragt auf die Schwulenfeindlichkeit von Arabern und Türken aufmerksam macht, muss man wohl mit einer Tätergruppe rechnen, die natürlich gar keine Täter sind, sondern nur arme Opfer einer phöse rassistischen Gesellschaft!
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#5 antosProfil
#6 xyAnonym
  • 03.11.2008, 01:31h
  • Antwort auf #1 von Inferno
  • Abschiebungen? Von der versammelten Meinungsmacher- und sonstigen Medienfront wurde uns doch in den letzten Monaten und Jahren eingehämmert, daß Einbürgerungstests unanständig, böse, eine Zumuntung, irgendwie faschistisch wären. Als hätte jeder Mensch auf der Welt von vornherein das absolut unveräußerliche Recht, deutscher Staatsbürger zu werden, ganz egal, wie er zur deutschen Verfassung und Gesellschaft steht. Oder als müßte man dies werden, um in Deutschland dauerhaft leben zu können. In dem ganzen Medientrommelfeuer so gut wie nie erwähnt wurde: Wer einmal eingebürgert ist, dem kann die deutsche Staatsbürgerschaft bestenfalls dann wieder entzogen werden, wenn er dadurch nicht staatenlos wird. Und abgeschoben werden kann er schon gar nicht.
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#7 AntichristProfil
  • 03.11.2008, 06:56hHH
  • Antwort auf #3 von Thom_ass1973
  • @Thom_ass1973: "Tschuldigung aber 100 ist eine verdammt lächerliche Anzahl! Die wird bei jeder 4. klassigen Hochzeit auch erreicht!!"
    Scheint mir ein typisch deutsches Phänomen. Man beschwert sich, jammert über die misserablen Zustände, aber geht es darum den Arsch hochzukriegen, um selbst kreativ etwas an der Situation zu ändern, dann verkriecht man sich lieber im stillen Kämmerlein, oder geht auf eine 4. klassige Hochzeit. Die macht ja auch mehr Spaß als sich bei einer Demo Plattfüße zu holen. Gibt schon genug andere die aufstehen werden um tatsächlich für eine Änderung zu kämpfen.
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#8 C'est Moi ...Anonym
  • 03.11.2008, 08:21h
  • @3:

    "dringender ist jedoch die Frage, WO STEHST DU ??? NIMM ENDLICH DEINE, EIGENE VERANTWORTUNG WAR! "

    Ich geh mal nicht davon aus, dass die Frage persönlich für mich, sondern allgemein für alle gelten solle.

    Aber um die Frage zu beantworten: ich stehe da gegen Unrecht auf, wo es in meiner Umgebung (also überall zwischen Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach) nötig ist. ;)
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#9 stromboliProfil
  • 03.11.2008, 08:31hberlin
  • Antwort auf #4 von Inferno
  • ja inferno, schenkel klopf... der adresssierte hat die message verstanden!
    Glaubst du denn selbst an den unsinn, als erklärung für die "mangelhafte" teilnahme?
    Wiederkäuen macht den mist der am ende herauskommt auch nicht fetter...

    da sich die artikel überschneiden (Berlin: Protestaktionen gegen Homo-Gewalt #18) einfach herauskopiert was hier hineinpasst:
    "..Aber es war auch der ausdruck eines schwulen phämomens: mangelndes interesse! So wie bei der einberufenen demo am samstag mal gerade an die hundert dem aufruf folgten. Liegt es am aufruf, an den veranstaltern , an der (an)sprache? Wieso bringt/brachte eine ähnliche, nicht von maneo-lsvd veranstaltete (!), locker 3000 leute auf die beine??? Und das , obwohl die verursacher eindeutig keine "nazis " waren sondern MH's wie das so schön neudeutsch klingt!
    Was also läuft da schief?
    Sinds die inhalte, die nicht mehr ankommen bei uns. Sinds die leute wie finke , denen man nicht mehr traut ob deren politikrichtung und vermischung von "wissenschaftlichem"?

    Man muß sich mal vorstellen: ein verband, der von sich behauptet, die gesammtinteressen von berliner schwulen zu vertreten, bringt über seine mitglieder hinaus, offensichtlich keine weiteren leute mehr auf die strassen! UND das ist mittlerweile usus bei allen konfliktaktionen der vergangenheit. Mit welcher legitimation überhaupt ist der "verband" überhaupt noch ausgestattet? Natürlich kann man das im zusammenhang mit dem versagen des runden tisches auch aktualisieren... ; was bleibt ist ein vakuum. Und wenn ich den/die rundbriefe vom lsvd zu diesen themen lese, gespickt im 2ten teil mit der wissenschaftlichen untermauerung der "simon studie", als beweißmantra, dann frage ich mich schon, was mich dort erwartet. Eine politische lösung jedenfalls nicht. Eher das aneinanderreihen bekannter versatzstücke und "sichtweisen". Für eine prävention und neugestallung der allgemeinen auseinandersetzung homosexueller mit der heterosexuellen mehrheit und der darin enthaltenen "sozialen randgruppen" wie migranten oder religiösen gruppen, braucht einen generellen neuanfang!.."
    Der weder mit maneo, lsvd noch mit politisch instinklosen sogenannten integrationsprofilern!

    Inferno: du wirst nicht als nazi/faschist geoutet weil du härtere strafen forderst. Du outest dich, weil du sachverhältnisse mit einer "überlegensheitsarroganz " verbindest. Da stehst du womöglich in einer linie mit denen, die in ihren forderungen nach "sicherheit" immer die wertung des "pöhsen" fremden erfinden. Das macht dann den faschisten aus: die verachtung und der glaube , es gebe nur "seinen" maßstab!
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#10 InfernoProfil
  • 03.11.2008, 10:52hBerlin
  • Antwort auf #9 von stromboli
  • "Das macht dann den faschisten aus: die verachtung und der glaube , es gebe nur "seinen" maßstab!"
    ------------------------------------------------------

    Man ist also Faschist, wenn man seinen eignen Maßstan anlegt, seine eigene Meinung hat, ja? Dann ist man schon Faschist?

    Hast du schonmal daran gedacht, deinen Geschichtslehrer wegen Unterlassener Hilfeleistung zu verklagen?
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#11 jochenProfil
  • 03.11.2008, 11:55hmünchen
  • vielleicht würde eine konzertierte aktion mehr bringen , als viele kleine!

    100 demonstranten ... für die hauptstadt ist zu wenig.
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#12 figaroProfil
  • 03.11.2008, 17:43hKöln
  • Die Täter waren übrigens keine Moslems oder whatever, sondern autochone Deutsche.
    Dass bei einigen direkt der rassistische Impuls herauskommt, spricht Bände. Idioten und Ignoranz gibt es scheinbar nicht nur bei Heten.

    Die Polizei fahndet mittlerweile mit den Bildern einer U-Bahn-Überwachungskamera nach den Tätern, hier einer davon:

    media.de.indymedia.org/images/2008/11/231118.jpg

    Zum Lesen und Verstehen, auch wenn ich nicht erwarte, dass die Rassisten hier sich auch nur ansatzweise mit dieser Meinung auseinandersetzen werden:

    www.crisco-connection.com/?p=778
    "
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#13 SamuelAnonym
#14 figaroProfil
  • 03.11.2008, 20:11hKöln
  • Antwort auf #13 von Samuel
  • Verletzt es dein Ego, dass deine xenophoben Beißreflexe versagt haben? SO verstehe ich deinen Post wenigstens.

    Muss schon bitter sein für den schwulen Rassisten: zum Stammtisch kann er nicht mehr (seitdem die von seinem Com ing-Out wissen) im Fußballstadion wird mal als Queer auch ungern gesehen und überhaupt.
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#15 stromboliProfil
  • 03.11.2008, 20:14hberlin
  • Antwort auf #10 von Inferno
  • Ach je, mein geschichtslehrer war nsdap mitglied und sein jahresuntericht endete mit seiner persönlichen "kapitulation" 1945. Die vorhergehenden 12 jahre konnten wegen zeitmangel nicht behandelt werden. Was mir den vorteil gab: ich erarbeitete unsere vergangenheit als unabhängiger erwachsener; dass schärft den blick... mausi.
    Immer noch bin ich geneigt, nicht gleich hinter jeder ecke den braunen sumpf zu sehen. Aber ich kenne die zeichen der zeit und die sprachhülsen, in denen sie sich kleiden. Womit ich sehr wohl lese was hinter den "sprüchen " steckt, die sich "meinungen" nennen! Aber ich will das jetzt nicht weiter auswalzen!
    Bleibt ein sinnspruch und ein rat: erst der sinnspruch frei nach niemöller:
    Als sie wieder anfingen ihre neuen "juden und "fremden"zu suchen und zu finden, habe ich gesagt: diesmal ist es anders, eine fremde kultur (!) die sich nicht anpassen will!.
    Als sie die jagd auf die "fremden" eröffneten, auf die, die wieder nicht dem deutschen sinn entsprechen, habe ich angefangen mit zu machen, weil ja recht und ordnung in gefahr.
    Als die , mit denen ich nach erfolgreicher jagd zurück, anfingen, jagd auf mich zu machen, war ich alleine!
    __________
    Robert Gernhardt "Trost und Rat":

    Ja, wer wird denn gleich verzweifeln
    weil er klein und laut und dumm ist?
    Jedes Leben endet. Leb so,
    dass du, wenn dein Leben um ist,

    von dir sagen kannst: Na wenn schon!
    Ist mein Leben jetzt auch um,
    habe ich doch was geleistet:
    ich war klein und laut und dumm.
    ___________
    zurück zum thema:

    Was machen wir nun mit den beiden prollis mit bierflasche? Fahndungsplakat, und nach erfolgtem abschuß, nach deutscher manier, die bilder mit filzer abhaken , um dann zur tagesordnung über zu gehen?

    Verdammt noch mal! Das man sich , anstatt gemeinsam nach handlungsmustern und gegenwehr zu suchen, mit dem dämlackischen gesülze von migranten und sonstigen gefahren hier herumschlagen muß, setzt der dauerblamage unserer unfähigkeiten nur entgültig die krone auf! Auch der daueraufguß vom nazi als ursache allen übels fasst hier zu kurz.
    Unsere gesellschaft steckt in einer bedrohlichen krise, weil die versäumnisse sozialer verwerfungen nun ihren preis fordern, und wir dabei in die fordere reihe der minderwertigen gerückt werden! Ob von nazis, von MH's oder MH's mit nazihintergrund/ nazis mit MH hintergrund... das sind doch nur worthülsen, die den blick auf eine, für uns neu zu stellende standort positionierung verstellt.
    Peterchens mondfahrt ist abrupt zu apollo 13 mutiert... houston, wir haben ein problem...

    Zuallererst: den verbänden kann und darf die verhandlungsmasse nicht mehr überlassen bleiben: gefordert ist eine initiative, die über öffentlichkeitsmachung (plenum/versammlungen- wöchentlich, solange aktuell und notwendig, unter beteiligung weitester kreise der szene!) in den vorhandenen örtlichkeiten wie schwutz, meinungen, material und denkanstösse sammelt, die dann in arbeitsgruppen umsetzbar werden! Da muß man dann auch mal wieder, wie in alten zeiten, die kneipen abklappern um leute direkt anzusprechen und einzubinden!
    Das kann dann als verhandlungsgrundlage zuallererst gegenüber dem senat eingebracht werden, um die folgende handlungsstrategie gegenüber den anderen interessensvertretern fest zu legen , danach den "gegnerischen gruppierungen " als verhandlungsgrundlagen eingebracht werden. Das die ihre gegenforderungen dann einbringen werden, muß grundkonsens der beteiligten sein! Daran wird man sich abarbeiten müßen!
    Und : wir müssen wieder den weg in die gemeinsamkeiten mit den anderen randgruppen dieser gesellschaft finden, um solidarisch als ganzes aufzutreten , und nicht als "randgruppe mit spezialbedürfnissen" abgehandelt zu werden!
    Mit eines der verquasteten bilder unserer "gegner": den schwulen wird ja alles in den hintern geschoben, die brauchen nur ein bischen zu klagen und schon rollt die senatsstütze...uns hingegen bleibt die mahnung, staatskonform den deutschtest zu lernen.
    Diese unsere kultur der arroganz der in der mitte angekommenen, fliegt uns jedenfalls derzeit um den kopf!
    Und hundert demonstranten machen uns nicht zum (ver)handlungspartner!
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#16 stromboliProfil
#17 stromboliProfil
  • 03.11.2008, 20:44hberlin
  • Antwort auf #4 von Inferno
  • "Tröste dich, währen die Täter Rechte gewesen, wären es mehr Demonstranten geworden. Da sie es aber anscheinend nicht waren und die Morgenpost ausdrücklich und ungefragt auf die Schwulenfeindlichkeit von Arabern und Türken aufmerksam macht, muss man wohl mit einer Tätergruppe rechnen, die natürlich gar keine Täter sind, sondern nur arme Opfer einer phöse rassistischen Gesellschaft!"

    eu jeh, nach dem stand der dinge ist das nicht nur ein fettnäpfschen, sondern ein fettnapf in den du getreten bist... zudem besteht ja nun nach deiner theorie die möglichkeit einer massendemo mit wenigstens im drei nullen bereich... ?!
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#18 SamuelAnonym
#19 SamuelAnonym
  • 03.11.2008, 21:08h
  • Antwort auf #15 von stromboli
  • "Und : wir müssen wieder den weg in die gemeinsamkeiten mit den anderen randgruppen dieser gesellschaft finden, um solidarisch als ganzes aufzutreten , und nicht als "randgruppe mit spezialbedürfnissen" abgehandelt zu werden!"

    Fragt sich bloß, was "wir" mit anderen "Randgruppen" gemeinsam haben.

    "Mit eines der verquasteten bilder unserer "gegner": den schwulen wird ja alles in den hintern geschoben, die brauchen nur ein bischen zu klagen und schon rollt die senatsstütze...uns hingegen bleibt die mahnung, staatskonform den deutschtest zu lernen."

    Ja, das ist schon schlimm mit den Deutschtests. Damals in der Schule war ich auch so wütend auf diese ganzen Tests, dass ich unbedingt andere verprügeln musste. Ich kann die Migranten voll verstehen.
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#20 Moshe ZuckermannAnonym
#21 figaroProfil
#22 SamuelAnonym
#23 antosProfil
  • 03.11.2008, 21:54hBonn
  • Antwort auf #19 von Samuel
  • "Fragt sich bloß, was "wir" mit anderen "Randgruppen" gemeinsam haben."

    Unter anderem, "Samuel", haben wir als Randgruppe - die wir sind und auch bleiben werden - mit anderen Randgruppen gemein [nicht 'gemeinsam', - Wort-Tipp für 'authochtone' Deutsche], dass wir uns immer und immer wieder aus den Projektionen freischaufeln müssen, die täglich per Kipplaster über uns hernieder gehen. Kein unanstrengender Job und häufig frage ich mich: Warum nehmen die mich dauernd in Sippenhaft? Andere meines Schlags treten irgendwo ungut oder auch nur laut hervor - warum muss ich dazu aussagen? Warum z. B. sehe ich mich oft genug gezwungen zu vermitteln, dass ich in meiner Freizeit keine Frauenkleider trage und auch keine kleinen Jungs anfalle, warum muss mein Kollege M. ständig zarte Signale seiner komplett unterroristischen Gesinnung senden - dass er weder Bomben baut, noch Schwule und Frauen haut?
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#24 SamuelAnonym
#25 Mister_Jackpot
  • 04.11.2008, 02:02h
  • Ist ja wieder sehr lustig wie hier pauschal allen Muslimen Homohass unterstellt wird! Aber das ist man in schwulen Foren ja schon gewöhnt! :-) Hat einer von euch schonmal daran gedacht, dass es auch Muslime gibt, die schwul oder lesbisch sind? Oder dass es auch offene Muslime gibt? Nee das entspricht ja nicht dem Mainstream, oder? Unter Schwulen ist diese Abneigung gegenüber Muslimen, Türken und Südländern im Allgemeinen sehr schick geworden. Ich bin selbst halber Ausländer und wundere mich dann oft wie oft z.B. deutsche Schwule so intolernat sind und es nicht akzeptieren können wenn sich ein muslimischer Schwuler nicht outen will, weil er Angst hat seine Familie zu verlieren. Wie oft trifft man als südländischer oder muslimischer Schwuler grad bei deutschen Gays hier auf Unverständnis? Ich kenne sogar Fälle, wo der deutsche Freund seinen türkischen Freund deswegen verlassen hat anstatt mit ihm diese Problematik durchztustehen, wie es sich für eine echte Partnerschaft gehört! Wir sollten akzeptieren, dass wir usnere Maßstäbe nicht auf andere Kulturen anwenden können und sollten vielleicht manchmal selbst die Toleranz, die wir fordern, selbst auch leben! Toleranz gegenüber dickeren, Ausländern, Gläubigen etc. etc.! Denn nicht allzu oft rümpfen sehr oft grad Schwule sogar schon die Nase, wenn sie beispielsweise einen dickeren Mann sehen und machen dann auch noch abschätzige Witze! Ist diese Art Psycho Diskriminierung etwa besser? Das ist nur ein Beispiel bei dem wir uns an die eigene Nase packen sollten.
    Weiteres Beispiel ist die Solidarität untereinander. Helfen Schwule sich denn gegenseitig bei Übergriffen? Nein sie rennen meist feige weg und lassen das Opfer allein. Hab ich selbst schon erlebt...zum Glück ist mir nichts schlimmeres passiert als ich einmal von Homohassern in einem Cruisinggebiet angepöbelt wurde...aber die ganzen Schwulen waren plötzlich weg....meint ihr auch nur einer hätte mir geholfen? Erst als die Pöbler weg waren kamen sie aus ihren Löchern und fragten ob alles in Ordnung mit mir sei. Na vielen dank...auf so eine Art Hilfe kann ich dann auch getrost verzichten! Sowas spricht Bände und auch dass überhaupt nur 100 Schwule bei der Veranstaltung waren sagt schon ne Menge aus...viel rummeckern können die meisten, aber selber was tun? Fehlanzeige grad in der schwulen Community! Sorry für die klaren Worte, aber das musste jetzt mal sein!
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#26 stromboliProfil
#27 hombresAnonym
  • 04.11.2008, 11:44h
  • Antwort auf #25 von Mister_Jackpot
  • Du schreibst:

    und es nicht akzeptieren können wenn sich ein muslimischer Schwuler nicht outen will, weil er Angst hat seine Familie zu verlieren. Wie oft trifft man als südländischer oder muslimischer Schwuler grad bei deutschen Gays hier auf Unverständnis? Ich kenne sogar Fälle, wo der deutsche Freund seinen türkischen Freund deswegen verlassen hat anstatt mit ihm diese Problematik durchztustehen, wie es sich für eine echte Partnerschaft gehört! Wir sollten akzeptieren, dass wir usnere Maßstäbe nicht auf andere Kulturen anwenden können und sollten vielleicht manchmal selbst die Toleranz, die wir fordern, selbst auch leben!

    xxxxxxxxxxxxxx

    Genau DAS ist der Punkt.
    "Keine Toleranz der Intoleranz" war das Motto des Kölner CSD 2008.

    Warum muß ein türkischer Schwuler Angst haben,seine Familie zu verlieren,weil er sich outet? Weil diese Familie intolerant ist.
    Sie toleriert die eigene,freie Entsceidung ihres Sohnes nicht.

    Und "unsere Maßstäbe" möchte ich auf ALLE hier lebenden Bevölkerungsgruppen angewendet sehen.Für diese "Maßstäb" haben wir lange gekämpft, und ich wefe NICHT akzeptieren,das sie durch eine Religion oder überkomene,archaische Familienstrukturen
    kaputtgemacht werden.

    Wie intolerant der Islam und die ihn vertretenden türkisch/islamischen Verbände gegeüber uns sind, hat gerade der LSVD in Berlin wieder feststellen müssen.
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#28 Mister_Jackpot
  • 04.11.2008, 13:09h
  • Ich glaube du hast mich falsch verstanden. Ich hab nicht von der Intoleranz der Familie gesprochen (die im Ünrigen auch in vielen deutschen Familien noch weit verbreitet ist), sondern um den Umgang eines deutschen Schwulen, der einen ausländischen Freund hat. Auch ich als Halbgrieche hab da so meine Erfahrungen und nein ich bin nicht überall geoutet, da das in weiten Teilen meiner griechischen Verwandschaft einfach nicht geht, was ich aber auch respektiere. Genau das müsste auch mein Partner respektieren und es nicht andauernd kritisieren...schon gar nicht dürfte so etwas ein Problem in einer Beziehung werden, denn oft werden diese sagen wir mal südländischen bis muslimischen Schwulen von zwei Seiten unter Druck gesetzt...einmal von der deutschen Gesellschaft, oftmals vom eigenen Partner sich zu outen...andererseits von der eigenen Familie dieses eben nicht öffentlich zu machen. Was würdest denn du machen?...egal wie man sich verhält, man würds immer falsch machen. Hier fehlt oftmals das Verständnis für fremde Kulturen, was mir bei vielen Gays vor allem in der Szene immer wieder auffällt! Ich würde mir einen vorsichtigeren Umgang mit dieser Problematik wünschen...mehr eigentlich nicht. Deswegen sollte mein voriger Beitrag zum Nachdenken anregen und eben nicht zur Provokation...denk mal drüber nach!
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#29 hombresAnonym
  • 04.11.2008, 14:16h
  • Antwort auf #28 von Mister_Jackpot
  • Nein,da kann ich nicht zustimmen.

    Es geht explizit darum, das wir in einem Land,einer Gesellschaft leben, die eine
    solche Intoleranz NICHT akzeptieren darf.
    Wenn ich einen Freund hätte,der solche Probleme zu Hause (oder in seiner Community) hat, würde
    ich ALLES darans setzen, ihn beim Coming-out zu unterstützen.

    Alles andere ist verlogen und Selbstbetrug.

    Du sprichst von der Intoleranz, die auch in deutschen Familien noch weit verbreitet sei.
    Nein,sie ist nicht mehr EIT verbreitet.
    Und sie öußert sich auf jeden Fall NICHT im
    verstoßen,oder gar Anrohung von Mord ,weil
    man die "Familienehre" beschmutzt hat.

    Es gilt, den DRUCK auf die betroffene Gruppe junger Schwule abzubauen. Sie haben das GLEICHE RECHT wie deutsche Schwule darauf !

    Du "respektierst" die Intoleranz Deiner Familie und Verwandschaft?

    Traurig.

    Hier ein Link zu LSVD Berlin:

    www.berlin.lsvd.de/cms/index.php?option=com_content&task=vie
    w&id=420&Itemid=80
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#30 figaroProfil
  • 04.11.2008, 15:46hKöln
  • Antwort auf #29 von hombres
  • Da muss ich X-Moon aber auch widersprechen.
    Gegen verkrustete Familenstrukturen muss angegangen werden, als Freund muss man seinem Freund bei seinem Coming-out helfen.
    Es kann nicht sein, dass patriarchale und reaktionäre Einstellungen durch falsche Toleranz überwintern können.

    Nur: mit Rassismus erreicht man eine Liberalisierung nicht, im Gegenteil.
    So einfach eine Gleichung wie Ausländer=alles schlimme wäre: sie ist grundlegend falsch. Der Mensch wird durch Charakter und Sozialisation bestimmt, nicht durch Staatsbürgerschaft oder Zugehörigkeit zu einer "Kultur".
    Dinge wie soziales Milieu müssen für eine differenzierte Betrachtung berücksichtigt werden, um die ganze homophobe Scheiße and so on bekämpfen zu können.

    Rassisten sind genauso verblendet wie rückwärtsgewandte Muslime und Testosterontürken.

    Kein Gott, kein Staat, kei Patriarchat.
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#31 antosProfil
#32 antosProfil
#33 figaroProfil
#34 MichaelAnonym
  • 12.11.2008, 15:08h
  • Also wenn dann sollte man es auch richtig kommentieren:
    1. Die Studie die in der Moregenpost benannte wird , ist eine Studie wo Shüler im Alter von 14 bis 20 Jahre befragt wurden. Sie sagt überhaupt nichts darüber aus, von welcher Gruppe mehr Diskriminierung ausgeht.
    2. Homophobie ist ein gesamt gesellschaftliches Problem und MUSS auch auf ALLEN Ebenen bekämpft werden.
    3. Die Täter die das Lesbenpaar in Kaulsdorf angeriffen haben, waren KEINE Migraten.
    4. So wie hier kommentiert wird, nämlich nur eine einzelnde Gruppe angreifft darf man es nicht stehen lassen.
    Wir müssen Homophobie in der Gesamtheit bekämpfen und uns nicht immer nur auf Randgruppen stürzen - denn damit erreichen wir gar nichts.
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