https://queer.de/?9591
- 06. November 2008 2 Min.
Zärtlichkeiten im Boxring werden bestraft: Weil ein US-Boxer seinem Gegner einen liebevollen Schmatzer auf den Hals setzte, erhielt er zwei Punkte Abzug.
Bei einem Boxkampf in Temecula (US-Bundesstaat Kalifornien) hat der Profi Trenton Titsworth seinen Gegner Jesse Vargas während des Kampfes geküsst. Vargas hatte ihn zunächst ein paar Schläge versetzt, so dass Titsworth sich um seinen Gegner klammerte, seine Lippen zärtlich am Hals des Gegners anspitzte und eiskalt zuküsste.
Vargas fand das gar nicht lustig: Obwohl der Schiedsrichter den Kampf eigentlich unterbrochen hatte, knallte er dem Bützchen-Verteiler eine ins Gesicht. Auch der rundliche Untparteiische war außer sich: "Man küsst keinen anderen Boxer", so die Belehrung. "Du wirst noch disqualifiziert, wenn du dich so unsportlich verhältst. Das ist deine letzte Chance." Der peinlich berührte Titsworth erhielt daraufhin zwei Punkte Abzug.
Der Boxkampf wurde live im Pay-TV-Kanal HBO ("Sex and the City") übertragen. Genüsslich wurde die Szene in Zeitlupe gezeigt. Danach machen sich die beiden Kommentatoren über den Küssenden lustig: "Das machen halt viele Jungs, wenn man sie küsst", meint der eine. "Mit einem Namen wie Titsworth kann sich der Gegner glücklich schätzen, dass er ihn nicht befummelt hat", kalauert der andere.
Einen Einfluss auf das Ergebnis hatte der Punkteabzug indes nicht: Der liebestolle Titsworth verlor mit 34 zu 39 Punkten. Jetzt braucht er wohl erstmal Streicheleinheiten. (dk)














