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- 09. November 2008 3 Min.
Bruce Darnell weiß, was man braucht, um erfolgreich auf einer Bühne zu stehen. Mit queer.de sprach das Jurymitglied von "Das Supertalent" über Tränen, Träume und Talente.
Bruce, macht Dir der Job in der Jury vom Supertalent Spaß?
Der Job in der Jury macht mir riesigen Spaß! Diese vielen verschiedenen Menschen mit ihren unterschiedlichen Backgrounds und was die für Talente haben. Und teilweise auch gar keine Talente haben... Das ist vollkommen anders als ein Modellwettbewerb. Wir sehen ein völlig anderes Spektrum an Menschen. Aber die Arbeit ist auch sehr intensiv für mich: Manchmal liege ich abends im Bett und denke oft über den Tag nach: Habe ich auch die richtige Entscheidung getroffen? Habe ich auch niemanden verletzt?
Dann ist es für Dich besonders schwierig, den Menschen auch sagen zu müssen, dass sie kein Talent besitzen?
Es muss natürlich gemacht werden. Aber für mich persönlich ist das wirklich sehr schwer. Die Kandidaten kommen mit großen Hoffnungen zu uns und trotzdem muss ich ihnen sagen, dass sie keine Runde weiter sind. Das fällt mir nicht leicht. Aber ich versuche immer einen Weg zu finden, den Menschen behutsam die Wahrheit zu sagen. Denn sie kommen ja mit dem großen Wunsch in unsere Show, das neue Supertalent zu werden. Es gibt aber auch Menschen, die möchten einfach nur ins Fernsehen, die wollen nur die fünf Minuten Berühmtheit haben. Die haben einfach nicht die Disziplin und auch nicht den Willen, hart dafür zu arbeiten. Um ein wirklicher Star zu sein, muss man aber diese Einstellung und den Ehrgeiz haben. Man muss etwas leisten.
Was muss ein Supertalent für Dich haben?
Ein Supertalent muss für mich außergewöhnlich sein, leidenschaftlich, inspirierend - muss mich wirklich berühren, mich zum Weinen bringen. Das macht ein wirkliches Supertalent aus.
Welche Art von Talent fasziniert Dich denn besonders?
Da war zum Beispiel ein kleines Mädchen dabei, die jetzt schon eine wahnsinnige Stimme hat. Wirklich wie ein Engel! Es war so schön, dass ich weinen musste, obwohl ich mir vorgenommen hatte, das nicht mehr im Fernsehen zu tun.
Warum willst du nicht mehr so emotional zu sein, nicht mehr so viel weinen?
Ich glaube, manchmal verstehen mich die Leute einfach nicht oder lachen sogar über mich. Dass man als Mann seine Gefühle offen zeigt, ist immer noch ein Tabuthema. Für viele ist man sofort ein Weichei. Ich versuche mich da besser in den Griff zu kriegen, aber ich lasse mich auch nicht verbiegen. So bin ich einfach. Let it go, be yourself – that's Bruce!
Hast Du ein verstecktes Talent, welches die Öffentlichkeit noch nicht von Dir kennt?
Mein Talent ist einfach die Spontanität und das Talent das Beste aus einem Menschen rauszuholen und zu fördern. Ich versuche den Menschen Mut zu geben: mach das Beste aus Deinem Leben, man muss nicht perfekt sein. Dieses positive Feedback gebe ich den Menschen. Das ist wohl mein Talent.
Welches Talent hättest Du gerne?
Ich bewundere wirklich Menschen, die richtig gut singen können. Auf der Bühne zu stehen und ein Millionenpublikum mit meinem Gesang zu berühren. Und ich würde gerne schauspielern können. In eine andere Rolle zu schlüpfen und das so überzeugend zu spielen, das ist wirklich eine großartige Gabe. Aber man kann nicht alles haben.
Links zum Thema:
» Supertalent-Clips auf Clipfish
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» auf sissymag.de
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