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  • 11. November 2008 46 2 Min.

Die Berliner CDU wirft dem Wowereit-Senat vor, trotz der wachsenden Homophobie unter Migranten zu schweigen und fordert ein schnelles Handeln.

Sascha Steuer, offen schwuler bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, attestierte Rot-Rot ein mangelndes Interesse daran, die steigenden Zahlen homofeindlicher Gewalttaten zu bekämpfen: "Die jüngsten Übergriffe, bei denen Schwule oder Lesben ohne jeden Grund krankenhausreif geschlagen wurden, machen uns Homosexuellen Angst - und immer häufiger haben die Täter Migrationshintergrund", erklärte der 33-Jährige im "Tagesspiegel". "In meinem Freundeskreis wird bereits diskutiert, ob man in der Öffentlichkeit noch Händchen halten oder sich einen Abschiedskuss geben kann."

Der Berliner Senat habe bislang noch nicht auf die neue Lage reagiert: "Gibt es mal einen Konflikt, in dem der Senat eine klare Linie zeigen muss, hört man kein Wort", so Steuer. Er empfiehlt eine klare Ansage: "Es muss deutlich werden: Homosexualität, aber auch Gleichberechtigung von Frauen und Männern sind in Berlin selbstverständlich; wenn Ihr Euch damit anfreundet, ist es gut – wenn nicht, solltet Ihr Euch entscheiden zu gehen."

Die Lesben und Schwulen in der Union appellieren an den Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zu handeln: "Im Interesse der Community reicht es definitiv nicht aus als Regierender Bürgermeister nur die Schirmherrschaften für lesbisch-schwule Veranstaltungen zu übernehmen, aber wenn es um die Angst der Homosexuellen im Alltag geht, einfach nur zu schweigen", so der Eike Letocha, Landeschef der LSU.

Kritik übte die CDU auch an Migrantenverbänden: "Diese Gruppen weichen dem Thema aus und schweigen, weil sie ein Problem mit Homosexualität haben. Das geht nicht. Gerade die Migrantenverbände müssen Position beziehen", argumentiert Steuer. Er verweist dabei auf das Scheitern des "Runden Tisches gegen Homophobie", an dem neben Homo-Gruppen auch Migranten- und Islamverbände ergebnislos teilgenommen hatten (queer.de berichtete).

Erst vor kurzem sorgte ein schwulenfeindlicher Hetzartikel in einem arabischsprachigen Berliner Anzeigenblatt für Wirbel. Darin ruft der Autor auf, Schwule zu ächten und rechtfertigt auch das angebliche Tötungsgebot gegen Homosexuelle durch den Propheten Mohammed, das im Koran festgeschrieben sein soll (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 Der Begum Aga Khan ihre NaseAnonym
  • 11.11.2008, 12:23h
  • ist sascha steuer etwa queer.de-user "sascha"? beide vertreten ja ähnliche positionen und so.
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#2 CarstenAnonym
  • 11.11.2008, 12:45h
  • Warum schaffen wir Berliner es eigentlich nicht mal eine Großdemo zu organisieren?

    Es geht uns doch ALLE an !!! Wenn ich mir die Zahlen bei Romeo anschaue müssten da doch locker über 2000 Leute zusammen kommen !

    Der Aufruf zur Mahnwache über Romeo hat doch auch recht gut geklappt !

    Auf was warten wir ?

    Die ersten Toten ....

    kehrt hier denn jeder nur noch vor seiner eigenen Tür ?

    Schaut doch mal nach Kalifornien, da gehen gerad tausende für Ihr Recht auf die Strassen!

    Und gerad wir Berliner können und sollten das auch !!!!
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#3 FloAnonym
  • 11.11.2008, 13:28h
  • Da muss ich ausnahmsweise mal der CDU recht geben (wenngleich die Berliner CDU auch nicht unbedingt mit anderen Landes- und Ortsverbänden oder der Bundes-CDU vergleichbar ist):

    dass Schwulenhass und antischwule Gewalt unter Migranten und Deutschen mit Migrationshintergrund größer ist als in anderen Gruppen ist nun mal (empirisch mehrfach belegte) Tatsache!! Ob einem das ins Weltbild passt oder nicht.

    Und leider sind auch entsprechende Verbände sehr still bei dem Thema. Und selbst Parteien, die eigentlich für Homorechte eintreten, schweigen oft bei diesem Thema, weil es halt ein heißes Eisen ist.

    Eines ist mir ganz wichtig:
    es darf bitte keiner von diesen Fakten auf alle Migranten verallgemeinern!

    Aber wenn Menschen sich nicht an unsere Werte und Spielregeln halten, muss das mit aller Schärfe sanktioniert werden, egal, ob mit oder ohne Migrationshintergrund!!

    Da darf man keine Sonderregeln machen, nur um nicht von realitätsfremden Weltverbesserern, die Fakten nicht anerkennen wollen, in die rechte Ecke gestellt zu werden...

    Fakten sind Fakten und wenn die Fakten nun mal so sind, muss das bekämpft werden, auch wenn einem die Fakten nicht ins Weltbild passen...

    Dies ist gerade auch nötig, um die Mehrzahl der Migranten zu schützen, die sich eben sehr wohl an die Spielregeln halten und nicht Werte und Gesetze missachten!!
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