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  • 14. November 2008 24 2 Min.

Senator Larry Craig ist mit seinem Aufruf gescheitert, die Kosten für seine teuren Anwälte durch Spenden finanzieren zu lassen. Statt die benötigen Hunderttausende von Dollar gaben ihm treue Fans nur ein Almosen von 4.600 Dollar.

Der konservative Republikaner ist 2007 in einer Flughafentoilette in Minneapolis von einem Undercover-Polizisten gestellt worden (queer.de berichtete). Er hat sich dort mutmaßlich mit einem anderen Mann vergnügt. Die Festnahme hat zu viel Häme geführt, weil der Senator aus Idaho als einer der größten Gegner von Homo-Rechten im Kongress gilt. Craig gab nach der Festnahme ein Schuldeingeständnis, dringt nun juristisch aber darauf, das wieder zurückzuziehen – bislang allerdings erfolglos.

Zunächst wollte er für den Rechtsstreit 200.000 Dollar verwenden, die aus seinem Wahlkampf übrig geblieben waren. Hierzu bräuchte er aber nach dem Wahlkampfspendengesetz die Zustimmung eines Senatsausschusses. Aber die Senatorenkollegen sind nicht sehr gut auf den als peinlich empfundenen Politiker zu sprechen - und lehnten das ab. Darum gründete Craig das Spendenkonto, das er pathetisch "Fonds für Gerechtigkeit" nannte.

Dieser Fonds blieb aber so leer wie die Kassen des Bundeshaushaltes. Die 4.600 Dollar, die in den letzten Monaten gespendet wurden, stammen meist von seiner unmittelbaren Umgebung, wie die veröffentlichungspflichtigen Dokumente zeigen. So machten seine Nachbarn Joseph and Elizabeth David 250 Dollar locker – so viel geben sie gewöhnlich für ein Abendessen aus. Die höchste erlaubte Spende pro Person wären 10.000 Dollar – Craig erhielt immerhin von einem seiner letzten Anhänger einen Scheck in Höhe von 1.000 Dollar.

Der Senator hätte sich am 4. November den Wählern stellen müssen, trat aber nicht mehr an. Die Republikaner waren dankbar, denn so konnten sie den Senatssitz in Idaho halten: Der republikanische Kandidat James Risch erhielt 58 Prozent der Stimmen. Craig gehörte dem Kongress 28 Jahre lang an – in dieser Zeit stimmte er gegen so gut wie jedes homofreundliche Gesetz, das das Plenum erreichte. (dk)

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#1 Thomas62Anonym
  • 14.11.2008, 10:49h
  • DAS SCHLÄGT DEM FASS DEN BODEN AUS!!!

    Erst gegen Schwule und Lesben wettern, sich dann selbst als "mindestens" Bisexuellen zwangsouten auf ´ner öffentlichen Klappe und dann die Stirn haben, die nachfolgenden- durch ihn selbst verursachten -Gerichtskosten wegen des Gesetzesbruchs (Erregung öffentlichen Ärgernisses) sich spendieren lassen ...
    Merkt der noch was???
    DIE HEUCHELEI UNTER DEN "Gerechten" GEHT AUF KEINE KUHHAUT MEHR!!!
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#2 FloAnonym
  • 14.11.2008, 11:35h
  • Diese Heuchelei passt zu solchen Erzkonservativen mit ihrer Doppelmoral...
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#3 alexander
  • 14.11.2008, 11:49h
  • teures nümmerchen, dafür bekommt man ne menge tolle callboys, sogar aufs zimmer !

    die chuzpe von diesem penner ist wohl kaum noch zu überbieten. schlimmer noch, solche arschgeigen machen anderen die zu ihrem leben stehen, die hölle heiss !
    hoffentlich spendet ihm seine angetraute ne ordentliche tracht prügel !
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