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- 14. November 2008 1 Min.
Homo-Aktivisten wollen in zwei Jahren erneut über die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben abstimmen lassen, falls die juristischen Einsprüche gegen das Ehe-Verbot fruchtlos bleiben.
Geoffrey Kors von Equality California erklärte, man arbeite bereits daran, eine Unterschriftenkampagne zu starten. Wenn genügend Wähler unterschreiben, muss die Frage in Kalifornien auf den Stimmzettel kommen. Derartige Wahlen finden alle zwei Jahre im November statt – das nächste Mal also 2010.
"Wir hoffen, dass es nicht notwendig ist, wieder das Volk zu fragen. Solche Dinge sollten nicht von den Wählern entschieden werden", so Kors. Er spekuliert darauf, dass der oberste Gerichtshof das Referendum "Proposition 8" für null und nichtig erklärt. Menschenrechtsorganisationen argumentieren, dass die Ehe ein Grundrecht sei, das nicht von der Mehrheit des Volkes abgeschafft werden kann. Als Vergleich wird oft das Verbot interrassicher Ehen herangeführt. Schwarze und Weiße durften in Teilen der USA bis in die 1960er Jahre hinein nicht einander heiraten.
Bereits zuvor hat es zwei Abstimmungen hintereinander in der Frage der Homo-Ehe gegeben. In Arizona stimmte eine knappe Mehrheit der Einwohner 2006 gegen ein in der Regionalverfassung festgeschriebenes Ehe-Verbot für Schwule und Lesben. 2008 kam die Frage wieder auf den Stimmzettel: Diesmal wandte sich eine Mehrheit von 56 Prozent für das Ehe-Verbot. (dk)















Wie soll es denn unter diesen Umständen da jemals Rechtssicherheit geben?