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- 18. November 2008 2 Min.
Der Ex-Kirchenführer Ted Haggard hat in einer Predigt erstmals zu seinen Homo- und Drogenverfehlungen Stellung genommen: Schuld sei ein sexueller Missbrauch im Alter von sieben Jahren gewesen, glaubt der von seiner Homosexualität "geheilte" Haggard nun.
Haggard war der charismatische Anführer der von ihm gegründeten New Life Church und Vorsitzender der National Association of Evangelicals, die 30 Millionen "wiedergeborene" Christen vertritt. Außerdem zog er im Wahlkampf aggressiv gegen die Homo-Ehe zu Felde. Dann kam heraus, dass er Sex mit einem Stricher hatte und von ihm zudem die Droge Crystal Meth kaufte (queer.de berichtete). Haggard trat zurück.
Jetzt, zwei Jahre später, nimmt er in Predigten in einer befreundeten Kirche in Illinois Stellung zu seinem Fall. Seine Ansprachen wurden aufgenommen und im Internet veröffentlicht. Darin wird klar: Der 52-Jährige glaubt weiterhin an die alten Ideale und versicherte, dass er von seiner Homosexualität geheilt sei. Außerdem lieferte er einen Schwall an Entschuldigungen an seine Kirche, seine Anhänger und seine Familie. Dann kam er zur Erklärung für seine Sünden: "Mein Vater war sehr erfolgreich. Er hat viele Arbeiter gehabt. Einer dieser Arbeiter hatte eine sexuelle Erfahrung mit mir. Ich war sieben Jahre alt", so Haggard. Das habe ihn so sehr beeindruckt, dass er über 40 Jahre später vom Weg abkommen würde: "Da war ich, ein 50-jähriger konservativer Republikaner, der das Wort Gottes liebt. Ein Evangelikaler, Wiedergeborener, Charismatiker – all diese Dinge. Aber einige der Dinge, die in mir schlummerten, seit ich in der zweiten Klasse war, haben mein Herzen und meine Gedanken zum Rasen gebracht."
Ferner erklärte Haggard, dass er Selbstmordgedanken gehabt habe, nach dem Skandal seine Stromrechnung nicht mehr selbst bezahlen konnte und von einigen alten Freunden enttäuscht gewesen sei, weil sie sich von ihm abwendeten. Dabei gelte im Christentum doch das Gesetz der Nächstenliebe. Jetzt sei er aber wieder auf der richtigen Bahn, verkaufe Versicherungen und habe eine liebende Familie.
Die Vorwürfe von Homo-Sex und Drogenkonsum durch den schwulen Callboy Mike Jones seien übertrieben gewesen, so Haggard weiter. Bislang hat er nur eine "Massage" durch Jones zugegeben und den Erwerb von Crystal Meth – konsumiert hätte er die Droge aber nicht, so Haggard kurz nach den Enthüllungen. Seither schweigt er zu Details seiner "dunklen Seite". (dk)











Gut, dass Queer.de unter "Boulevard" über den berichtet.
Und ich freu mich schon diebisch auf die nächste Schlagzeile:
"Haggard auf Klappe erwischt"