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Einzelkommentar zu:
Die Vertreibung aus dem Serail


#3 GerdAnonym
  • 24.11.2008, 21:43h
  • Also ich denke, dass das Buch sicherlich lesenswert ist und bisher habe ich es leider noch nicht gelesen.

    Und durchaus ist es richtig, wenn auf die sehr facettenreiche, islamische Kulturwelt der Vergangenheit hingewiesen wird. Auch ist durchaus sehr treffend, auf die christliche Verfolgung vergangener Jahrhunderte und das Mittelalter hinzuweisen. Soviel zum Thema "Geschichtsrückblick", auf den der Autor zu Recht hinweist. Da sind sicherlich viele Fakten noch stärker in den Medien und in der Öffentlichkeit zu thematisieren und es ist gut, dass der Autor dies darstellt.

    Gleichwohl aber bleibt an der tatsächlichen Situation der GEGENWART festzuhalten, dass mittlerweile christlich geprägte Länder und säkular geprägte Staaten, die christlicher Herkunft sind, in der Welt vorangehen, soweit es um die Legalisierung und die staatliche Anerkennung homosexueller Paarbeziehungen geht: Kanada, Niederlande, Belgien, Schweden, Neuseeland, usw. allesamt sind es keine islamisch geprägten Staaten, die in der ersten Reihe der Länder stehen, wo homosexuelle Paare sich im Jahre 2008 wohlfühlen und offen leben können.

    Und durchaus bleibt es leider wahr, dass insbesondere im Islam der GEGENWART die Tendenzen zur Unterdrückung homosexueller Rechte stärker ausgeprägt sind, als dies gegenwärtig im Christentum der Fall ist ("auch wenn man sich so manchesmal sehr über Ratzinger und den Vatikan aufregt").

    Es sind halt heute nur islamisch geprägte Staaten, wo die Todesstrafe uns droht:Jemen, Iran, Mauretanien, Sudan und Saudi-Arabien (Wahabiten) und Haftstrafen sind auch größtenteils nur in islamischen Ländern auffindbar.

    So sehr ein Geschichtsrückblick richtig und wichtig ist, kann doch die gegenwärtige Situation in islamisch, geprägten Staaten nicht wegdiskutiert werden.

    Ich möchte gegenwärtig nicht in einem islamisch geprägten Staat, wie Saudi-Arabien oder Iran, leben wollen und bin froh im Zentrum Europas zu leben.
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