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  • 26. November 2008 9 2 Min.

Bill Clintons Nemesis könnte zurückkehren: Kenneth Starr, der in den 90er Jahren die Hexenjagd gegen den US-Präsidenten wegen dessen Affäre mit Monica Lewinsky anführte, soll als Anwalt die Befürworter von Proposition 8 vertreten.

Ein Blogger für das unabhängige "Mother Jones" berichtet, er habe zufällig ein Gespräch eines Beraters der christlichen Gruppe Alliance Defense Fund (ADF) überhört, der damit prahlte, dass Kenneth Starr der Anwalt der Homoehe-Gegner werden würde. "Es ist so gut wie sicher, dass Ken Starr den Fall übernehmen wird", soll Jordan Lorence vom ADF bei einer Konferenz in der Hauptstadt Washington erklärt haben. Starr will damit offenbar Homo-Gruppen bekämpfen, die gegen das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in Kalifornien klagen wollen (queer.de berichtete).

Starr hat ab 1994 als Sonderemittler des republikanisch dominierten Kongresses gegen Präsident Bill Clinton für Schlagzeilen gesorgt. Er veröffentlichte den so genannten Starr-Report, in dem der jetzt 62-Jährige detailliert die sexuellen Vorlieben des Präsidenten beschrieb - dabei ging es unter anderem um eine zweckentfremdete Zigarre. Clinton wurde dann aber vom Senat freigesprochen.

Bereits in der Vergangenheit hat Starr immer wieder Homo-Gegner, unter anderem die mormonische Kirche, in Gerichtsverhandlungen um die gleichgeschlechtliche Ehe vertreten. Er ist derzeit Chef der Pepperdine University in Malibu (Kalifornien), die sich auf Jura spezialisiert hat.

Anfang November haben die Kalifornier in einem Volksentscheid erstmals die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben wieder rückgängig gemacht (queer.de berichtete). Daraufhin kam es zu hunderten Protestaktionen im ganzen Land. 18.000 gleichgeschlechtliche Ehen wurden bereits in Kalifornien geschlossen. (dk)

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#1 FloAnonym
  • 26.11.2008, 16:34h
  • Das wundert mich gar nicht:
    schon bei seinem prüden Kreuzzug gegen Clinton hat er sich als erzkonservativer Republikaner zu erkennen gegeben...

    Nur mal zum Vergleich:
    Clinton hat einen gesunden Haushalt mit Riesenüberschuss übergeben, während Bush daraus (auch vor der Finanzkrise) einen Riesen-Schuldenberg gemacht hat und nun Obama einen Riesen-Scherbenhaufen übergibt... Da ist mir egal, mit wem Clinton eine Affäre hat. Das geht nur ihn, seine Familie und seine Affäre etwas an und hat nichts mit politischer Befähigung zu tun!

    Insofern wundert mich der jetzige Schritt von Starr gar nicht....
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#2 heidemarie goebelAnonym
  • 26.11.2008, 16:44h
  • und? es gibt bestimmt einen ebenso guten anwalt, der die interessen der schwulen und lesben vertreten kann. von großen namen sollte man sich nicht einschüchtern lassen, wäre ja noch schöner.
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#3 hwAnonym