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  • 27. November 2008 13 1 Min.

Eine indonesische Provinz will HIV-Positiven zwangsweise Mikrochips einsetzen, um zu verhindern, dass sie andere infizieren.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, plant die Provinz Papua, eine derartige Verordnung zu erlassen. Patienten, die "aktives sexuelles Verhalten" gezeigt hätten, könnten so gezwungen werden, sich einen Chip implantieren zu lassen. "Es ist eine einfache Technologie. Ein Signal des Mikrochips kann jede Bewegung aufzeigen, die dann von Behörden überwacht werden kann", erklärte der Abgeordnete John Manangsang. Als Grund für den Schritt nannten die Befürworter, dass die Provinz eine 20-mal höhere HIV-Infektionsrate habe als im indonesischen Durchschnitt.

Menschenrechtsorganisationen und Aids-Gruppen laufen Sturm gegen die geplante Verordnung. "Wir lehnen das ab, weil es die Bürgerrechte einschränkt und einfach keinen Erfolg verspricht", erklärte Nafsiah Mboi von der nationalen Kommission zur Bekämpfung von Aids. "Wie kann man unterscheiden, ob eine Person Sex hat oder einfach nur herumspringt oder tanzt?". (dk)

-w-

#1 Liedel
#2 Tim_Chris
  • 27.11.2008, 19:58hBremen
  • Statt einer behördlichen Verletzung der Intim- und Privatsphäre sollten sie lieber das Geld für vernünftige Aufklärung ausgeben und kostenlos Kondome zur Verfügung stellen. Vom Mikrochip-Zwang bis hin zum Rosa Winkel ist es nicht mehr weit
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#3 SmartiSaar