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- 28. November 2008 2 Min.
Ein Antidiskriminierungstribunal im britischen Leeds hat einer lesbischen Hauptgefreiten 187.000 Pfund (225.000 Euro) Entschädigung wegen Diskriminierung und sexueller Belästigung zugesprochen.
Die 32-jährige Kerry Fletcher erklärte, der 40-jährige Feldwebel Ian Brown habe Annäherungsversuche gemacht, als beide in einer Kaserne in der Grafschaft North Yorkshire gedient haben. Als sie diese zurückwies, habe er ihre Karriere sabotiert. Unter anderem hatte der Vorgesetzte Fletcher eine SMS geschrieben, in der er anküdigte, sie "umdrehen" zu können. Er hat ferner vorgeschlagen, es mit einem Dreier mit ihm und einer anderen Frau zu versuchen.
Fletcher hat bereits mehrere Jahre für ihr Recht gekämpft. Nach der Urteilsverkündung sagte sie: "Ich freue mich riesig, dass diese Geschichte abgeschlossen ist. Ich musste beweisen, dass ich nicht gelogen habe. Der Prozess war schrecklich. Ich habe das nicht verdient und will eine faire Entschädigung dafür, dass meine Karriere ruiniert wurde." Während des Prozesses erhielt Fletcher wiederholt Drohanrufe. Außerdem wurde ihr Auto von Unbekannten beschmiert.
In der Entscheidung kritisierten die Richter das Verteidigungsministerium scharf. Antidiskriminierungsrichtlinien seien dort offenbar nicht mehr als ein "Lippenbekenntnis", heißt es in der Urteilsbegründung.
Bis zum Jahr 2000 galt ein Homo-Verbot im britischen Militär. Seitdem hat Armee und Marine aktiv um Schwule und Lesben geworben, etwa in der Homo-Presse. Auch beim CSD zeigt das Militär Präsenz. (dk)















Allerdings scheint dies ja selbst die queer.de-Leser nicht zu interessieren (Islam-Bashing ist doch viel unterhaltsamer) - da braucht es einen wahrlich nicht zu wundern, dass wir solche Urteile hierzulande wohl bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag nicht erleben werden.