Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?9704

Eine preisgekrönte Website klärt über Mythen und Halbwahrheiten beim schwulen Sex auf. So kann jeder checken, wie er sich optimal vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt.

Von Christian Scheuß

Schwule Männer fühlen sich recht gut informiert über die Gefahren bei HIV und Aids oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Das belegen auch die Zahlen der alle zwei Jahre durchgeführten Untersuchungen des Sozialwissenschaftlers Michael Bochow. Der überwiegende Teil der Befragten gibt an, gut Bescheid zu wissen. Doch wenn man mal etwas genauer schaut, zeigt sich, dass es auch viele Mythen, Halbwahrheiten und Vermutungen darüber gibt, wie groß das Risiko des Einzelnen beim Sex ist. "Wir sind verliebt und treu, da kann uns nichts passieren", "Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das sehe, wenn jemand das Virus hat" oder auch "Ich hab ausschließlich Sex mit anderen Positiven, da kann mir nichts mehr passieren", sind Haltungen und Meinungen, auf die man in der Szene oft trifft. Doch stimmt das alles so?

Die Website sexrisiko.de räumt mit den Märchen auf und setzt den jeweiligen Vermutungen knallharte Fakten entgegen. Plötzlich erkennt man, dass Treue in der Beziehung eben nur bedingt Sicherheit vor einer HIV-Infektion bieten kann. Dass man es nicht sieht, ob jemand HIV-positiv ist. Und dass der Verzicht auf Safer Sex unter Positiven kein Problem bezüglich der HIV-Infektion darstellt, es jedoch noch die Gefahr durch Syphilis, Tripper und Co gibt, die das angeschlagene Immunsystem weiter schwächen können.

- Werbung -

Die vom Gesundheitsprojekt "Checkup" der Kölner AIDS-Hilfe, der Info- und Beratungsstelle "Checkpoint" und dem Präventionsprojekt "Herzenslust" initiierte Website bietet den aktuellen Wissenstand ganz lebensnah und einfach erklärt. Das Projekt überzeugte sogar beim ersten Bundeswettbewerb Aidsprävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt überreichte das Preisgeld in Höhe von 4.500 Euro Ende Oktober in Berlin an die Macher von sexrisiko.de.

-w-

-w-

-w-

#1 BenedictusAnonym
#2 pupsAnonym
#3 SaschaEhemaliges Profil
  • 03.12.2008, 20:21h
  • Antwort auf #2 von pups
  • Ich halte es für völlig verfehlt, unter dem Stichwort "Sexrisiko" wieder einmal ausschließlich schwulen Sex mit all seinen schlimmen Risiken und Gefahren herauszustellen.

    Genau so läuft es aber in dieser Gesellschaft: Entweder man redet GAR NICHT über Homosexualität (in der Sexualerziehung und -aufklärung in den Schulen) oder man redet NUR über schwulen Sex, nämlich wenn es um HIV/AIDS und andere übertragbare Krankheiten geht. Dabei belegen doch aktuelle Studien, dass es da unter jungen Heterosexuellen (oder solchen, die sich dafür halten oder sich dazu machen lassen) mindestens ebenso viel Aufklärungsbedarf gibt.

    Ich wehre mich jedenfalls ganz entschieden dagegen, dass schwuler Sex immer nur in Zusammenhang mit Problemen und Risiken öffentlich thematisiert wird.
  • Direktlink »